Wo lauern die Gefahren der Medien und wie kann ich mich vor ihnen schützen?

 

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1.Einführung

Die neuen Medien sind aus unserem heutigen Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Es sehr wichtig, sich auch über die zahlreichen Gefahren und Risiken der neuen Medien bewusst zu sein. Leider verschließen viele Internetnutzer davor die Augen, vor allem aufgrund der nicht vorhandenen Aufklärung bezüglich dieser Thematik.

Wir sahen es als eine riesen Chance, das Wissen aus unserem Seminarkurs dafür einzusetzen, um etwas zu verändern und für mehr Aufklärung zu sorgen.
Aufgrund dessen haben wir uns dafür entschieden einen Elternabend für die Unterstufe zu halten, um sowohl die Eltern als auch ihre Kinder so früh wie möglich über die Gefahren aufzuklären und sie somit auch davor zu schützen.
Wir haben uns bei unserem Vortrag besonders auf die Schwerpunkte Internet, einschließlich soziale Netzwerke und den Umgang mit dem Smartphone bezogen.

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1.2 Einblick in den Seminarkurs

„Der Seminarkurs Digitale Kompetenz existiert seit dem Schuljahr 2015/2016 am Gymnasium Neuenbürg“  und behandelte im Allgemeinen zwei große Schwerpunktthemen.
Im ersten Halbjahr nahm unser Kurs am MOOC der Universität Graz teil. Nachdem Modell „Lernen durch Lehren“ hat jeweils eine Gruppe ein bestimmtes Thema bearbeitet und anschließend im Kurs vorgestellt. Die Dokumentation des gestalteten Unterrichts haben wir anschließend in unserem Blog, einer Art Online-Tagebuch, „Digitale Kompetenz“, (25.06.2016) eine Website des Gymnasium Neuenbürgs, die mit Hilfe von WordPress erstellt wurde, veröffentlicht. Darüber hinaus hat sich jeder Kursteilnehmer zu Beginn des Seminarkurses dort ein Profil (25.06.2016)erstellt, um sich vorzustellen, welches ebenfalls veröffentlicht wurde.
Im zweiten Halbjahr des Kurses stand das Verfassen der Seminararbeit im Vordergrund, die auf den Inhalten des MOOCs basierten.
Außerdem sind wir im Rahmen des Kurses verschiedenen sozialen Netzwerken beigetreten, wie beispielsweise Twitter, um neue Erfahrungen zu sammeln.

Quellen: Cormier, Dave, MOOC (08.12.2010), https://youtu.be/eW3gMGqcZQc (25.06.2010)

 

2. Die neuen Medien und die damit verbundenen Chancen und Risiken

Zunächst stellt sich die Frage was neue Medien überhaupt sind?
Unter „ neuen Medien“ werden heutzutage einige moderne Medientechniken verstanden.
Demnach gehören alle Medien zu den neuen Medien, die durch „Neuerung oder Verbesserung der technischen Möglichkeiten neuartige Wege der Informationsgewinnung-, Speicherung und Informationsabruf ermöglichen“ . Ein entscheidendes Merkmal der neuen Medien ist die zunehmende Vermischung verschiedener Medienformen es sind also beispielsweise Audio, Video und Texte häufig miteinander verknüpft.
Die neuen Medien sind jedoch mit vielen Chancen und Risiken verbunden.

 Chancen
Fangen wir mit den Chancen an. Die neuen Medien gewinnen in unserem heutigen Alltagsleben immer mehr an Bedeutung. In den letzten Jahren kam es zu einer sehr großen Zunahme bei der Handynutzung im Bereich der Jugendlichen. Viele Heranwachsende benutzen ihre Smartphones als „Unterhaltungsmedium“ , da es ein vielseitig genutzter
„Allrounder- Alltagsheld ist (z.B. um Musik zu hören oder um Spiele zu spielen)“ . Eltern und Kinder sind sich einig, dass die Nutzung eines Smartphones die „Alltagsorganisation und Kommunikation“ zwischen ihnen deutlich verbessert. Die Planung von Verabredungen, genauso wie Erreichbarkeit bei Notfällen, wird dadurch erheblich erleichtert. Aufgrund dessen führt es zu einer besseren Eltern- Kind- Bindung, da die Eltern ständig mit ihren Kindern in Kontakt stehen können. Des Weiteren hat sich der Anteil der Internet-Nutzer in Deutschland extrem erhöht und
beträgt nun etwa 77,6% . Das Internet ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken, da es uns ermöglicht in wenigen Sekunden an Informationen zu gelangen und diese mit anderen zu teilen. Die durchschnittliche Dauer der Nutzung im Internet beträgt etwa 108 Minuten pro Tag. Genau wie bei den Handys wird die Kommunikation auch durch das Internet erleichtert, da man kostenlos E-Mails verschicken kann, die meistens auch mit einem Anhang versehen werden können in den Fotos, Videos oder Textdokumente beigefügt werden. Den analogen Kontakt mit Freunden pflegen heutzutage nur noch sehr wenige Menschen, deshalb bietet das Internet auch in diesem Aspekt eine große Chance. Man kann nämlich so auch mit Freunden, durch die man über eine größere Distanz getrennt ist, kontakt halten.
Darüber hinaus wird man bei Einkäufen, Urlaubsbuchungen oder Bankgeschäften sehr stark entlastet, da dies alles von zu Hause aus erledigt werden kann. Meistens werden die Waren über das Internet billiger angeboten und sind auch nur dort zu diesem Preis zu finden. Ein Beispiel hierfür ist der Fluganbieter Rynair, der seine Tickets lediglich über das Internet oder über teure Hotlines anbietet.
Neben den Chancen enthalten die neuen Medien auch viele Risiken, vor denen man sich schützen sollte. Dabei ist vielen Menschen nicht klar, wie greifbar nah diese Gefahren doch sein können und das diese jeden treffen können.

Risiken

„Viele Jugendliche ohne handybasierten Onlinezugang erleben heutzutage immer größere Einschränkungen und kommunikative Ausgeschlossenheit“ . Darüber hinaus ist das „Handyinvolvement“ sehr stark ausgeprägt, da die Jugendlichen Angst haben etwas zu verpassen und somit aus dem Kommunikationsfluss ausgeschlossen zu werden. Aufgrund dessen ist ein Fünftel der Heranwachsenden sehr stark involviert bis hin zu suchtgefährdet.

Die Jugendlichen nutzen teilweise unachtsam ihr Handy und geben dadurch oft unüberlegt zu viele Daten über sich preis.

Deshalb lassen sie sich leicht von ihren Hausaufgaben abhalten, was zu starken schulischen Problem führen kann, da sie die Nutzungszeiten oft ausufern lassen. Neben den bereits genannten Konsequenzen kann es auch zu nicht erwünschten Handynutzungsweisen kommen, die sich negativ auf andere Person auswirken können. Ein gutes Beispiel hierfür ist, „dass schon 10% der Heranwachsenden bereits Kontakt mit Mobbing und ausgrenzendem Verhalten erlebt haben, sowohl in der Täter als auch in der Opferrolle“ . „Außerdem sind zwischen 4-6% der Jugendlichen schon Opfer oder Täter von Happy Slapping geworden“ . Happy Slapping stammt aus dem englischen und kann mit „ lustigen schlagen“ übersetzt werden. Hierbei werden körperliche Angriffe auf meist unbekannte Passanten, aber auch Mitschüler oder Lehrer ausgeführt, mitgefilmt und schließlich veröffentlicht. Die aufgenommen Videos nutzen die Täter dann, um ihre „Opfer“ öffentlich zu demütigen.

Mit zunehmendem Alter steigen die negativen Erfahrungen der Jugendlichen im Umgang mit den neuen Medien. Dies wird deutlich, da viele heranwachsenden heutzutage schon häufiger ein „sexualisiertes Foto“ an andere geschickt oder empfangen haben.

Der größte Kampf besteht darin,sich nicht durchgängig durch die Handynutzung ablenken zu lassen und zu viele Informationen über sich preis zugeben.

https://pixabay.com/de/telefon-bildschirm-technologie-1052023/
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Quellen: Landesanstalt für Medien NRW http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/user_upload/lfm-nrw/Service/Veranstaltungen_und_Preise/Tagungen_und_Praesentationen/Alwayson/Dokumente/Band-77_Mediatisierung-mobil_Zusammenfassung.pdf (25.06.2016)

3.Gefahren im Internet

Viele Menschen, die das Internet nutzen, sind sich bewusst, dass dort zahlreiche Gefahren lauern. Aber sind sie sich auch wirklich über das Ausmaß dieser Gefahren bewusst?
Die dominierenden Gefahren im Internet sind die Schädlinge, wie Würmer, Viren und Trojaner, die den Computer zerstören. Auch das sogenannte Phishing, der Betrug mit Daten oder andere Kriminalitäten ,wie die Abzocke im Netz oder die Verletzung von Urheberrechten ,zählen zu den größten Gefahren. Letztlich spielt natürlich auch die unbegrenzte Speicherdauer der Daten im Netz eine große Rolle.
Die meisten Internetnutzer haben von all diesen Gefahren und Risiken schon einmal gehört und haben davor auch eine gewisse Achtung. Das große Problem ist allerdings, dass jeder Internetnutzer erst einmal davon ausgeht, dass es ihn nicht treffen wird, und wenn doch, dann ist es zu spät, denn eine Aufklärung bezüglich dieser Problematik wird nie stattgefunden haben. Deshalb möchten wir Sie nun aufklären, um Sie zu schützen!
Wie bereits erwähnt, sind die Schädlinge eine sehr große Gefahr im Internet. Es ist nicht immer einfach diese rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend richtig zu handeln. Deshalb nun eine ausführliche Erläuterung zu den unterschiedlichen Schädlingen.

https://pixabay.com/de/at-mail-virus-viruswarnung-99378/
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Viren
Von Viren hört und liest man sehr oft, doch was ist ein Virus überhaupt?
Viren sind kleine Programme, die oft als Anhang einer Email auf den Computer geschickt werden oder sich wiederum in anderen Programmen verstecken, die man auf dem Computer nutzen kann. Diese Art von Schädlingen ist darauf programmiert, sich selbst zu vermehren bzw. vervielfältigen, vergleichbar mit den Viren in der Biologie, daher der Name. Hat man sich also erst einmal einen Virus eingefangen, ist es schwer diesen wieder loszuwerden. Eine Infektion mit solch einem Virus kann einen enormen Schaden anrichten, der unter Umständen bis zu einem kompletten Datenverlust oder/ und einem Versagen der Festplatte, einem sogenannten Festplatten-Crash, führen kann.
Zunächst macht sich ein solcher Virus beispielsweise durch ein verlangsamtes Computersystem oder kurze Aussetzer des Systems bemerkbar. Manche Viren sind allerdings auch offensichtlich und machen sich durch plötzliche Meldungen, Piepstöne oder auch Musik bemerkbar.
Viel schlimmer sind jedoch die Viren, die wichtige Daten auf dem Computer überschreiben oder auch manipulieren, beispielsweise schalten die Viren dabei die Schutzprogramme des Computers aus.
Würmer
Eine weitere Form der Schädlinge sind die Würmer. Hierbei handelt es sich um schädliche Programme, die sich sehr schnell weiter verbreiten, indem sie sich selbst kopieren. Dabei nutzen die Würmer alle Möglichkeiten sich im Internet durch jegliche Sicherheitslücken selbst zu verschicken, um sich so weiterzuverbreiten.
Der Wurm verschickt dann beispielsweise eine E-mail an sämtliche Kontakte, die im Adressbuch hinterlegt sind, mit einer Kopie von sich selbst im Anhang. Bei diesem Massenversand benötigen die Schädlinge enorme Netzwerkressourcen und verursachen somit oftmals finanzielle Schäden. Somit sind sie also weitaus gefährlicher als sie zunächst scheinen.
Trojaner
Bei den Trojanern handelt es sich um eine etwas andere Art des Schädlings. Sie richten keine Schäden am Computer an, dafür reicht ihre Schadensroutine noch viel weiter.
Die Trojaner verstecken sich in zunächst scheinbar nützlichen Programmen und gelangen so ganz unbemerkt auf den Computer. Sie verbreiten sich im Gegensatz zu den Viren allerdings nicht weiter. Trotzdem sind sie sehr gefährlich und können großen Schaden anrichten.
Ein solcher Schädling sammelt Daten wie Kreditkartennummern, Passwörter oder auch verschiedene Eingabekombinationen der Tastatur und vermittelt die

https://pixabay.com/de/virus-infizierten-zellen-dna-213708/
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gesammelten Daten dann über das Internet an den sogenannten Lenker weiter, der verantwortliche ist für den Trojaner.
Eine besondere Art der Trojaner, der Werbe-Trojaner, ist dagegen nur darauf programmiert die Internetnutzer mit unerwünschter Werbung zu belästigen und sie somit auf bestimmte Internetseiten zu führen.
Viele Trojaner starten auch automatisch mit dem Betriebssystem und laufen dann im Hintergrund unbemerkt mit, was es für den unerfahrenen Computernutzer noch schwieriger macht den Trojaner loszuwerden beziehungsweise zu entfernen.
Phishing
Unter Phishing versteht man den modernen Betrug im Internet. Man kann es übersetzen mit dem „Abfischen“ von persönlichen und somit sehr wichtigen Daten. Der Phisher oder auch Täter versucht als ein Anbieter von persönlichen Dienstleistungen ein Vertrauensverhältnis zum Internetnutzer aufzubauen, um so an dessen Daten zu gelangen. Dabei greift er, mit dem versenden von gefälschten elektronischen Nachrichten in Form von einer SMS oder Email, sensible Daten wie Passwörter und Benutzername für beispielsweise das Onlinebanking ab. Darüber hinaus wird das Phishing auch eingesetzt, um an andere Passwörter wie die Zugangsdaten von Ebay-Accounts oder die der Packstation der Post zu gelangen.
Kostenfallen im Netz
Leider gibt es im Netz sehr viele versteckte Kostenfallen, die zu großen finanziellen Problemen führen können. Besonders Kinder und Jugendliche tappen oft in diese Fallen und werden schließlich abgezockt.
Viele Kinder surfen gerne auf Seiten, die beispielsweise ihre Lieblingssendungen im Fernsehen begleiten. Dort tauchen jedoch oft Angebote für scheinbar kostenlose Klingeltöne und Co. auf, die sich schnell als Kostenfallen entpuppen können. Die Kinder sind schnell begeistert von den tollen Angeboten und melden sich vielleicht sogar auf einer Seite eines solchen Angebots an. Mit der Anmeldung auf diesen Internetseiten hat man sich dann unbewusst gleichzeitig für den Kauf eines Produktes oder sogar für ein Abonnement entschieden, über das zwar im Kleingedruckten informiert wurde, jedoch nicht deutlich genug für den Internetnutzer.
Auch Online-Spiele, die besonders gerne von Kindern und Heranwachsenden gespielt werden sind zwar zunächst gratis nutzbar, jedoch müssen, um weiterspielen zu können reale Produkte (Power Ups, wie beispielsweise verbesserte Fähigkeiten) gekauft werden. Dies ist dann zum Beispiel über die Telefonrechnung oder über die im System hinterlegte Kreditkartennummer möglich. Auch kostenlose Apps, die sich über Werbung finanzieren, können durch versehentliches anklicken der Angebote teuer werden.

Verletzung von Urheberrechten
Die mangelnde Kompetenz zum Thema Medien wird vor allem bei dem Thema Urheberrecht deutlich. Viele Internetnutzer sind sich den Konsequenzen, einer Verletzung des Urheberrechts nicht bewusst.
Häufig nutzen Kinder und Jugendliche das Internet auch, um beispielsweise

https://pixabay.com/de/urheberrecht-symbol-geistigen-30343/
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Filme, Musik oder Spiele herunterzuladen. Dies kann ungeahnte Folgen haben.
Zunächst besteht natürlich die große Gefahr, sich beim Download Viren oder Trojaner einzufangen. Desweiteren kann es aber auch rechtliche Probleme geben, denn das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum und verbietet somit eine unkontrollierte Verbreitung von publizistischen Werken.
Das Thema Urheberrecht ist aufgrund seiner Relevanz nicht in ein paar Worten erklärt. Vorsicht ist allerdings auf jeden Fall geboten bei Internetseiten, die die neuesten Chart Hits und Videos oder ähnliches kostenlos anbieten, diese Angebote sind fast immer illegal!
Aber nicht nur das Herunterladen von bestimmten Dateien kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen, sondern auch das Kopieren und Hochladen von fremden Dateien, worüber sich die meisten Nutzer nicht bewusst sind.

Das Netz vergisst nicht

Leider bringt das Internet nicht nur unmittelbare Gefahren mit sich, sondern schlägt teilweise auch erst in späteren Jahren zurück. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass einmal veröffentlichte Inhalte nicht mehr einfach aus dem Netz verschwinden. Selbst scheinbar gelöschte Texte und Bilder oder auch abgeschaltete Websites lassen sich später immer wieder über das Internet Archiv finden.

Ein gelöschter Account bei Facebook kann man beispielsweise immer wieder herstellen, sofern man dem Netzwerk erneut beitreten möchte.
Auch manche Arbeitgeber nutzen diese unbegrenzte Speicherdauer aus, um mehr über ihre Bewerber und Mitarbeiter zu erfahren. Eine Suche auf google gibt meist schon sehr viel über die gesuchte Person bekannt. Somit können diese virtuellen Gefahren zu großen Probleme im realen Leben werden.

Quellen: Computerbetrug,http://www.computerbetrug.de/hier-droht-ihnen-gefahr-im-internet(05.06.2013)

 

3.1 Gefahren in den sozialen Netzwerken

Was sind soziale Netzwerke überhaupt?
Der Begriff soziales Netzwerk wird mit der einfachen Beschreibung einer Gruppe von Menschen definiert, die miteinander kommunizieren. Ein soziales Online-Netzwerk ist dagegen eine Gruppierung von Menschen, die über das Internet miteinander kommuniziert. Dabei vernetzen sie sich, vor allem in den Freundschaften und jeder kann Inhalte veröffentlichen und sogar selbst erstellen.
Wo lauern dort die Gefahren?
Vor allem Jugendliche sind sehr beeindruckt von den vielen verschiedenen sozialen Netzwerken. Sie machen als Nutzer zunächst meistens sehr viele Angaben zur eigenen Person und stellen auch persönliche Fotos innerhalb der Netzwerke online. Eine solche Selbstdarstellung anhand von selbst veröffentlichten beziehungsweise hochgeladenen Fotos und persönlichen Angaben ist ein entscheidender Motivationsgrund für Jugendliche in den sozialen Netzwerken aktiv zu sein.
Darüber hinaus funktionieren die sozialen Netzwerke über Freundeslisten, die eine Vernetzung im sogenannten „Schneeballprinzip“ ermöglicht. Freunde von Freunden können somit auch zu den eigenen Freunden werden.
Hierbei finden sich in den Freundeslisten sowohl Freunde und Bekannte aus dem realen Leben, als auch Personen, die nur über das Internet „bekannt“ sind. Daraus ergibt sich eine wesentliche Gefahr sozialer Netzwerke, nämlich das Überwiegen der virtuellen Beziehungen gegenüber der „echten“ Freunde und Bekannten.
Vor allem Personen, die überwiegend online mit ihren Freunden und den Menschen in ihrer Umgebung kommunizieren, laufen Gefahr, die reale Welt zu vernachlässigen. Meistens geschieht dies leider unbewusst, da es für die betroffenen keine Differenzierung von virtueller und realer Welt mehr gibt.
Ein weiteres, sehr bekanntes Problem ist die Cyberkriminalität, Kriminalität im Netz, für die in den sozialen Netzwerken ein sehr hohes Risiko herrscht. Die häufigsten Formen dieser Kriminalität sind das Cybermobbing, Cyber Grooming und Sextorsion.

https://pixabay.com/de/social-media-hilfe-support-finger-1432937/
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Cybermobbing
Unter Cybermobbing versteht man im Allgemeinen Mobbing in Form von Beleidigung oder Bedrohung bis hin zur Belästigung, im Netz über einen längeren Zeitraum. Dabei sucht sich der meist anonyme Täter ein schwächeres Opfer, das sich durch das daraus resultierende Machtungleichgewicht nur schwer gegen die Übergriffe wehren kann.
Cybermobbing findet vor allem auch über die Smartphones statt, aufgrund der dort vorhandenen Instant –Messenger wie zum Beispiel WhatsApp. Auch hier werden die zunächst virtuellen Übergriffe in die Realität übertragen und das Mobbing setzt sich somit meist im Alltag (z.B. Schulalltag) weiter fort.
Cyber Grooming
Bei dieser Art der Kriminalität im Netz geben sich Erwachsene in sozialen Netzwerken und anderen Chats wie beispielsweise Videoportalen oder Onlinespielen als Jugendliche beziehungsweise Personen gleichen Alters aus.
Sie versuchen auf unterschiedlichsten Wegen das Vertrauen der Kinder zu gewinnen und verfolgen dabei das Ziel minderjährige Chatpartner zu missbrauchen. Oftmals suchen sie hier vor allem den sexuellen Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen.
Sextorsion
Auch Sextorsion zählt zu den bekanntesten Formen der Cyberkriminalität. Der Begriff beinhaltet sowohl das Erpressen aufgrund von intimen Bildern und Videos, wie Nacktbildern, als auch das Entkleiden vor laufender Kamera in Videochatportalen und die damit verbundenen Folgen.
Ungeeignete Inhalte
Unter ungeeigneten Inhalten versteht man die sich im Netz befinden Dateien und Materialien, mit denen Kinder und Jugendlich nicht in Berührung kommen sollten. Ein Beispiel hierfür ist die Pornographie.
Nach deutschem Recht dürfen solche pornografischen Seiten ihr Angebot nur für Erwachsene veröffentlichen. Bei Internetseiten aus dem Ausland greift dieses Recht jedoch nicht. Hier gibt es unzählige Seiten mit pornografischen Inhalten, die ohne eine Zugangsbeschränkung abrufbar sind. Unabhängig davon befinden sich im Netz auch immer mehr sexualisierte Darstellungen, die von Privatpersonen hochgeladen und anschließend weiterverbreitet werden.
Gefahren in den Chats
Auch in den Chats, die direkt vom Browser abrufbar sind und in dem viele Personen gleichzeitig miteinander kommunizieren, sogenannte Web-Chats, lauern vor allem für Kinder und Jugendliche viele Gefahren.
Die Heranwachsenden können sexuell belästigt oder auch bedrängt werden. Meistens geschieht dies in Chats, in denen keine ausreichende Moderation vorhanden ist, beispielsweise in integrierten Chatportalen von bestimmten Spielen oder Apps, wo die Chatpartner sich so zu einem Gespräch „unter vier Augen“ zurückziehen können. Leider ist das neben den Chatportalen für Erwachsene auch in vielen Kinder Chatportalen der Fall.
Oft verunsichert schon ein rüder Ton in Chats oder eine „sexuell gefärbte Sprache“ die Kinder und Jugendlichen.

Quellen: Internet-ABC https://www.internet-abc.de/eltern/familie-medien/gefahren-und-schutz-viren-mobbing-werbung-datenschutz/welchen-gefahren-sind-kinder-im-internet-ausgesetzt/ (05.06.2016)

https://pixabay.com/de/frau-verzweifelt-traurig-tr%C3%A4nen-1006100/
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4. Schutz vor den Gefahren

Da heutzutage immer mehr Menschen in den neuen Medien unterwegs sind, ist es wichtig die Gefahren zu kennen und genau zu wissen, wie man sich am besten davor schützen kann.
Deshalb sollte man beim Surfen im Internet einige Sicherheitsregeln einhalten.
Der Punkt, mit der wohl größten Relevanz, beinhaltet die Preisgabe von vertraulichen Daten an unbekannte Internetnutzer. Man sollte auf keinen Fall fremden Leuten im Internet seinen richtigen Namen oder seine richtige Adresse geben. Allerdings ist für Kinder und Erwachsene auch stets Vorsicht geboten, beim Veröffentlichen von Bildern, wie z.B Partyfotos oder Kinderbilder, da diese für den Privatenzweck erstellt wurden und dort auch bleiben sollten. Was einmal veröffentlicht wurde verschwindet oft nie wieder aus dem Netz. Deshalb ist es für jüngere Surfer empfehlenswert, sich in Communitys auszutauschen,

https://pixabay.com/de/sicherheit-schutz-antivirus-265130/
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welche von geschulten Mitarbeitern überwacht und vormoderiert werden. Diese Seiten beinhalten nur jugendgerechte Inhalte und die Unterhaltung einzelner Personen in privaten Chats ist nicht gestattet. Durch diese Maßnahmen können die Jugendlichen vor Mobbing und Erpressung etc. geschützt werden. Missachtet jedoch ein User diese Regel wird er verwarnt oder direkt aus der Community ausgeschlossen.
Desweiteren denken die meisten Menschen, dass sie keine Opfer der Internetkriminalität werden. Dabei ist vielen Internetnutzern nicht klar, wie häufig sie diesen Gefahren im Internet ausgesetzt sind und wie greifbar nah diese doch sein können.
Als Elternteil sollte man versuchen Vertrauen zu seinem Kind aufzubauen. Dauerhafte Verbote machen keinen Sinn, es ist dagegen viel wichtiger die Kinder über die Gefahren in den neuen Medien aufzuklären, damit diese sich rechtzeitig davor schützen können. Die Eltern sollten versuchen dauerhaft auf dem Laufenden zu bleiben und genau wissen auf welchen Plattformen ihr Kind zurzeit alles unterwegs ist.
Weiterhin gehen auch Gefahren aus der Nutzung von Smartphones hervor. Hier lauern vor allem die Gefahren der Abofallen. Ein guter Schutz gegen diese, ist die Aktivierung der Drittanbietersperre, bei dem der Mobilfunkanbieter auf Antrag seines Kunden eine Sperre für Leistungen von Fremdanbietern einrichtet.
Es gibt auf jeden Fall immer einen Ausweg, wenn man früh genug handelt! Man sollte sich stets Hilfe bei der Schule, Familie oder bei den Freunden holen. Darüber hinaus ist es sogar erwünscht eine Anzeige bei der Polizei zu tätigen.

Quellen: Internet-Abc https://www.internet-abc.de/eltern/familie-medien/gefahren-und-schutz-viren-mobbing-werbung-datenschutz/welchen-gefahren-sind-kinder-im-internet-ausgesetzt/ (05.06.2016)

5. Der Elterninformationsabend

In unserem Seminarkurs haben wir sehr viel über den Umgang mit den neuen Medien gelernt und haben uns aufgrund dessen dazu entschieden unser Wissen weiter zu vermitteln.
Die Idee eines Elternabends erschien uns deshalb sinnvoll, weil sich viele Eltern den Gefahren nicht bewusst sind, denen ihr Kind im Netz ausgesetzt ist. Darüber hinaus ist es uns sehr wichtig, dass die Eltern mit ihren Kindern über die im Internet lauernden Gefahren sprechen, um sie darüber aufklären zu können.
Im Vorfeld haben wir an zwei verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen (PZ Pforzheim, Elternabend Uli Sailer (25.06.2016), die sich ebenfalls mit der Thematik der Gefahren in den Medien befasst haben, um einen Einblick in den Ablauf eines Vortrags, bezüglich dieses Themas, zu bekommen.
Der Elternabend hat sehr viel Organisation mit sich gebracht. Angefangen bei der Vereinbarung eines Termins mit der Schulleitung, bis zum Einladen der Eltern.
Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt, da die Anwesenden großes Interesse zu dem Thema unseres Vortrags gezeigt haben.
Anschließend an unseren Elternabend fand eine lange Diskussion bezüglich dem Umgang der Kinder mit den neuen Medien statt.
Hier wurden wir vor allem nach unseren eigenen Erfahrungen gefragt. Das Interesse war besonders für die zahlreichen, neuen Messenger Apps wie Snapchat sehr groß.
Wir wurden beispielsweise gefragt, wie wir diese Apps nutzen und ob wir diese überhaupt für sinnvoll empfinden.
Die Antworten fielen uns allerdings nicht immer so leicht, da wir diese Apps, aufgrund unseres Alters, natürlich nutzen, auch wenn wir sie vielleicht nicht für sehr sinnvoll und ungefährlich halten.
Es ging aber auch um andere Netzwerke wie Instagram und die große Gefahr der inszenierten Selbstdarstellung im Netz.
Den meisten Eltern fällt der richtige Umgang mit ihren Kindern und deren Verhalten mit den neuen Medien sehr schwer, da sie selbst nicht ausreichend aufgeklärt sind und ihnen das nötige Fachwissen fehlt. Wir haben versucht den Eltern, anhand unserer eigenen Erfahrungen, Tipps zu geben, wie sie am besten damit umgehen.
Wir sind letztendlich zu dem Entschluss gekommen, das auch hier das Vertrauen von Eltern und Kindern die größte Rolle spielt. Denn nur so sind die Kinder bereit ihre Eltern an ihrem „Social Media- Leben“ teilhabenzulassen und auch bezüglich der Gefahren mit ihnen darüber zu sprechen.
Was uns sehr überrascht und zugleich auch gefreut hat war, dass manche Erwachsenen sogar bereit sind sich selbst auf die Welt der neuen Medien einzulassen, um neue Erfahrungen zu sammeln. So weiß man natürlich am besten welche Dinge im Internet für Kinder geeignet sind und welche nicht. Dies bezieht sich natürlich vor allem auch auf die neuen Apps.
Wir waren sehr froh, dass die Eltern für unsere Themenauswahl so großes Interesse zeigten, da uns diese sehr schwer viel. Das Thema „Gefahren in den Medien“ ist sehr weitläufig und wir mussten uns somit auf die, uns am wichtigsten scheinenden, Themen beschränken.

Es war für uns sehr interessant und auch eine komplett neue Erfahrung die Gedanken und vor allem auch Ängste der Eltern zu dieser Thematik zu hören.

 

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5.1 Fazit

In den neuen Medien lauern in vielen Ecken zahlreiche Gefahren, über die man sich bewusst sein sollte. Wir hoffen, dass wir mit unserer Arbeit einen kleinen Einblick bezüglich dieser Problematik geben konnten.
Für die Zukunft wünschen wir uns sehr, dass die Aufklärung in diesem Themenbereich noch mehr an Bedeutung gewinnt und eventuell sogar in den Lehrplan integriert wird, um so die Schüler besser vor den Gefahren zu schützen.

 

Mareen & Tamara

 

 

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