Rechtliches im Internet

 

Wir (Alicia, Mareen & Hanna) im Laufe unseres Vortrages.
Wir (Alicia, Hanna und Mareen) im Laufe unseres Vortrages.

Das Internet – alles andere als ein rechtsfreier Raum!

Am 23. Oktober 2015 hielten wir unseren Vortrag über rechtliches im Internet. In einer Diskussion, was der Meinung der Schüler nach im Internet erlaubt ist und was nicht, wurde klar, dass die Schüler in unserem Alter schon ein Wenig über die rechtlichen Angelegenheiten im Internet bescheid wissen. Allerdings zeigten sich auch zahlreiche Lücken bei den Schülern, die die Vermutung, dass sie weniger darüber wissen als sie denken, verstärkt. Aus diesem Grund bieten wir im folgenden Beitrag, über unseren Vortrag im Unterricht im Rahmen des Seminarkurses, einen Einblick in die rechtlichen Angelegenheiten bezüglich des Internets. Die Online Lernplattform iMoox bildete dabei den Grundbaustein für unseren Vortrag.

Hier findet ihr den Kurs „Soziale Medien & Schule für wen, wieso, wozu?“

In diesem Onlinekurs ist auch das folgende Expertenvideo über rechtliche Aspekte von Sozialen Medien zu finden. Mit diesem Video eröffneten auch wir unseren Vortrag.

(Quelle: www.youtube.de , iMooX st (23.02.16))

Die Urheberrechte näher betrachtet:

Zunächst stellte sich die Frage, was das Urheberrecht überhaupt ist und welche Werke unter dieses Recht fallen.

Das Urheberrecht ist das Recht auf den Schutz des geistigen Eigentums in ideeller und materieller Hinsicht. Vor allem die Werke in den Bereichen Literatur, Musik, bildender Kunst und Filmkunst fallen unter das Urheberrecht. Es sind verschiedene Verwertungsrechte vorhanden, das Vervielfältigungsrecht, Verbreitungsrecht, Bearbeitungs- und Übersetzungsrecht, Senderecht, Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht und das Zurverfügungstellungsrecht. Die zuvor genannten Rechte sind die Rechte, mit denen der Urheber selbst entscheiden kann, was mit seinem Werk passiert und ob bzw. wie es bearbeitet werden darf. Die Interessen der Urheber werden zusätzlich durch die Urheberpersönlichkeitsrechte (Veröffentlichungsrecht, Schutz der Urheberschaft, Recht auf Urheberbezeichnung, Recht auf Werkschutz) geschützt.

Aufgepasst werden muss, damit nicht gegen das Urheberrecht verstoßen wird, bei folgenden kritischen Situationen:

  • Bilder aus dem Internet kopieren und in eigene Werke einfügen
  • Notentexte kopieren und verteilen
  • Auf der eigenen Website oder einem Blog fremde Bilder einbinden
  • Fremde Werke zum Download anbieten
  • Kopieren aus Schulbüchern
  • Kopien von CDs und DVDs an Freunde oder Bekannte weitergeben

Um das Thema Urheberrecht abzuschließen stellten wir ein Beispiel vor, welches das Thema noch anschaulicher und leicht verständlich darstellt. Das Beispiel lautete:

,,Mit den Bildern und Musikdateien im Internet, mit CDs, mit Büchern, … also mit fremden Werken verhält es sich wie mit Dingen im Alltag: Jeder von uns weiß, dass die Tasche eines Bekannten nicht die eigene ist. Niemand hat daher das Recht, die Tasche des Bekannten zu bemalen, zu verborgen, zu verschenken oder zu verkaufen. Dieses Recht hat nur der Besitzer bzw. die Besitzerin selbst.“        

(Quelle: www.saferinternet.at, Barbara Buchegger & Christian Nosko (28.10.15))

Mit einem Klick auf dieses Bild landest du auf einem ausführlichen Artikel über das Urheberrecht und Fotos im Internet.
Mit einem Klick auf dieses Bild landest du auf einem ausführlichen Artikel über das Urheberrecht und Fotos im Internet.

 

Um weiterhin das Erlaubte und Unerlaubte im Internet anschaulich zu verdeutlichen führt das Video, das nun folgt, an den nächsten Punkt heran.

(Quelle: www.youtube.de, Standard-YouTube-Lizenz: BasKIDball (24.02.16))

Kommen wir nun zu den Creative Commons:

Die Organisation Creative Commons kümmert sich um die Veröffentlichung von Standard- Lizenzverträgen. Dieses Lizenzierungssystem will helfen, die Nutzungsrechte von Werken auf intelligente und unbürokratische Weise zu regeln. Möglichst viele Urheber sollen dazu motiviert werden, ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jede Creative Commons Lizenz erlaubt das Kopieren, Verteilen und Benutzen eines Werkes solange die vom Urheber festgesetzten Bedingungen eingehalten werden.

Doch dieses System kann nur funktionieren wenn der Materialpool erhalten bleibt und neue Materialien zur Verfügung gestellt werden.

Doch welche Nutzen bieten Creative Commons?

Creative Commons ermöglicht juristischen Laien schwer zu verfassende Rechtstexte durch Lizenzen zu ersetzen. Dies ist wichtig für Menschen die kein Geld für Texte, Bilder, Musik usw. ausgeben wollen. Beispielsweise wenn jemand für eine Schulpräsentation einzelne Bilder verwenden möchte. Wichtig ist es allerdings auch für künstlerische Umsetzungen. Zudem unterstützt und beschleunigt es die Verbreitung eines Werkes in sozialen Medien. Jeder der den Wunsch hat, dass sein Werk benutzen und verbreiten kann profitiert demnach von den Creative Commons.

Eine Online- Plattform welche diese Lizenzverträge benutzt ist zum Beispiel Pixabay. Die dort bereitgestellten Bilder und Videos sind gemeinfrei. Für alle gilt die Verzichtserklärung „Creative Commons“. Die Bilder und Videos unterliegen keinem Kopierrecht. Demnach können sie verändert oder unverändert, kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form wiedergegeben werden. Bildnachweise oder Quellenangaben müssen nicht wiedergegeben werden.

Wichtig zu wissen ist noch, dass es vier verschiedene Symbole gibt, welches sich zu sechs verschieden Lizensierungsverträgen zusammenstellen lassen.

Die Erklärungen für die vier verschiedenen Symbole lauten:

Diese Darstellung zeigt die unterschiedlichen Lizenzverträge.
Diese Darstellung zeigt die unterschiedlichen Lizenzverträge.
  • Namensnennung (by): Du musst den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen.
  • Keine kommerzielle Nutzung (nc): Dieses Werk darfst du nicht für kommerzielle Zwecke verwenden.
  • Weitergabe unter gleichen Bedingungen (sa): Wenn Du dieses Werk bearbeiten oder in anderer Weise umgestalten, verändern oder als Grundlage für ein anderes Werk verwendest, darft du das neu entstandene Werk nur unter Verwendung von Lizenzbedingungen weitergeben, die mit denen dieses Lizenzvertrages identisch oder vergleichbar sind.
  • Keine Bearbeitung (nd): Dieses Werk darf unter keinen Umständen bearbeitet oder in anderer Weise verändert werden.

Manche Künstler verwenden für ihre Werke die CC-Lizenzen als reines Statement, so demonstrieren sie, dass sie sich für Open Access und freien Zugang zu Kulturgütern im Allgemeinen aussprechen.

Beispiele zu Creative Commons:

Um sicherzustellen, dass unsere Klassenkameraden dieses Lizensierungssystem verstanden haben, gingen wir gemeinsam zwei Beispiele durch.

1) Anita möchte einen Song auf ihrer Website im Internet veröffentlichen, andere Personen sollen ihn hören und weiterverarbeiten können.

  1. Zuerst muss sie sich auf creativecommons.org über die passende Lizenz für sie informieren.
  2. Danach kann sie in dem Generator die Lizenz erstellen
  3. Den automatisch generierten, passenden Quellencode muss Anita nur nur noch auf ihre Website einfügen
  4. Jeder, der ihre Website nur besucht, findet nun unter ihrem Song den Hinweis auf die Creative Commons Lizenz und weiß nun welche Rechte er hat.

2) Suchen über Creative Commons

  1. Johann sucht Hintergrundmusik für sein neues Video.
  2. Er sucht unter search.creativecommons.org um geeignete Musik zu finden und stößt dabei auf Anitas Song.
  3. Er folgt dem Link unter der Musik und weiß genau, unter welche Bedingungen er diesen Song verwenden darf.
  4. Wenn sich Johann für diesen Song entscheidet, ist das Verhältnis durch die Lizenz geregelt

->  Als Ergebnis erhält man ein Video von Johann mit Songs von Anita, und das ohne nennenswerten rechtlichen oder organisatorischen Aufwand für die beiden.

Portale, welche Creative Commons verwenden:

Diese Portale verfügen selbstverständlich auch über Suchfunktionen.

Um unseren Vortrag abzuschließen eröffneten wir eine Quizrunde auf Kahoot! So konnte das Gelernte wiederholen werden und das Wissen unserer Klassenkameraden getestet werden. Bei Fragen oder Unklarheiten wurde daraufhin im Klasssenzimmer diskutiert.

Wenn du auch Lust dazu hast ein Quiz auf Kahoot! zu erstellen um das Wissen deiner Freunde zu testen klicke hier.

 Quellen:

Wir hoffen unser Beitrag hat euch gefallen. 🙂 Es ist und bleibt wichtig über rechtliche Angelegenheiten im Internet bescheid zu wissen. Also schreibt euch dies hinter eure Ohren! 😀

Mareen, Alicia und Hanna

7 Gedanken zu „Rechtliches im Internet“

  1. Euer Vortrag war richtig gut. Und die Informationen mit den Creative Commons sind echt wichtig und hilfreich für uns, die habt ihr auch echt gut erklärt.

  2. Euer Vortrag und auch dieser Blogbeitrag ist wirklich sehr informativ und gut gestaltet. Es hat mir sehr beim Erstellen meiner Seminararbeit geholfen, da ein Blogbeitrag auch von seinen passenden und ansprechenden Bildern lebt. Man muss aufpassen welche Bilder man verwenden darf, hier hab ich Pixabay verwendet, wie ihr uns auch empfohlen habt um Bilder in unsere Beiträge einzubauen.

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