Hate Speech

Nachdem unsere Lehrer den Anfang gemacht haben, folgte im Rahmen eines dreistündigen Unterrichts das Thema Hate Speech mit den Schülern. Da wir im Seminarkurs Digitale Kompetenz sind lag unser Schwerpunkt auf Hassrede im Netz (Cybermobbing).

Von Links: Christian Tarara, Aaron Acar und Mateusz Koziel

Hate Speech – Hass ist keine Meinung

Unser Thema ist zwar “Hate Speech”, doch wahrscheinlich kann sich keiner darunter etwas vorstellen. “Hate Speech” zu hassen ist auch “Hate Speech”? -Seine Meinung radikal zu vertreten ist also Hate Speech?


Im Allgemeinen ist Hate Speech, wenn man Menschen verbal abwertet, angreift oder gegen sie zu Hass oder Gewalt aufruft. Oft sind es sexsistische, rassistische oder antisemitische Kommentare, die bestimmte Gruppen oder Menschen als Ziel haben.


Die erste Stunde des Unterrichts wurde von einer Prezi begleitet. Sie hat den Schülern, geholfen die von uns erklärten Themen zu visualisieren. Das Auge lernt schließlich mit.


Um den allgemeinen Wissensstand der Klasse über unser Thema zu erfahren, haben wir mit einem Brainstorming begonnen. Dies führten wir mit dem Web 2.0 Tool “Titanpad” durch. Es wurden Themen wie Cyber Mobbing, Rassismus, Whataboutism oder Hasskommentare angesprochen. Das war schon mal ein guter Anfang.


Ein kleiner Auszug aus dem Titanpad-Brainstorming

Schnell merken wir, und auch die Schüler, dass wir bereits viel über das Thema wissen und tagtäglich damit konfrontiert werden.


Doch was gibt es für Diskriminierungsformen? Schaut man sich in der Gesellschaft um, wird schnell klar, dass es viele Formen von Diskriminierung gibt. Die bekannteste stellt sich heraus, ist der Rassismus. Hierbei wird eine Person oder eine Gruppe ausgeschlossen, die nicht zum sozialen Umfeld gehört oder nicht die Anforderungen für diesen sozialen Umfeld hat. Die Personen glauben nicht rassistisch zu sein. Dazu kann man Rassismus und Rechtsradikalismus fast gleichstellen. Außerdem ist Sexismus auch sehr weit verbreitet, wobei das jeweilige Geschlecht eine Rolle spielt. Z.B. Hasskommentaren in den die Klischees der Frauen bedient werden und sich darüber lustig gemacht wird (z.B. ein Video, wo eine Frau nicht einparken kann 😉 ).


Memegenerator als Mittel der Meinungsäußerung

Als kleiner Einschub sollten die Schüler Memes erstellen, mit denen man gegen Hate Speech antreten kann. Dabei kamen ein Paar interessante Bilder heraus. Wir haben gemeinsam die Besten bestimmt.

Dabei sind diese Memes rausgekommen:





Let’s talk about…

Frage Nr. 1: Wo fängt Hetze an?

Zunächst meinte eine Schülerin, das Hetze dann beginnt, wenn jemand die Meinung des anderen nicht akzeptiert, bzw. gegen diese Meinung vorgeht. Durch diesen Kommentar kamen wir auf das Thema Facebook-Kommentare zu sprechen. Hate Speech findet auch hier statt, durch das kommentieren von Kommentaren, Hasskommentaren. Wo andere nur ihre Meinung äußern, beleidigen andere und fühlen sich unnötigerweise angegriffen. Dadurch entsteht ein Streit, ohne Grund und Boden. Da fragt man sich doch, was freie Meinung überhaupt ist?


Frage Nr. 2: Was ist freie Meinungsäußerung?

Daraufhin hat eine Schülerin an das Vorherige angeknüpft und gesagt, dass die freie Meinung des Einen da aufhört wo die freie Meinung des Anderen anfängt. Vereinfacht kann man sagen, dass jede Meinung das Recht hat frei geäußert zu werden, jedoch sachlich und ohne eine andere Meinung zu unterdrücken.


Frage Nr. 3: Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, etwas gegen Hass im Internet zu tun?

Diese Frage war wohl am schwersten zu Beantworten. Für viele Schüler war es sich schwer vorzustellen, dass es eine offizielle “Behörde” gibt, die dieses Problem bekämpfen soll. Indertat gibt es Gesetze, die Kommentare und Beleidigungen, auch im Netz, einschränken und mit einer Prohibition versehen. Die Schüler wurden über diese Gesetze aufgeklärt.


Frage Nr. 4: Selber Erfahrung gehabt?

Hier entgegneten einige Schüler, überraschenderweise, relativ offen ihre eigenen Erfahrungen im Netz. Viele bekommen Diskussionen und Streitgespräche die sehr unsachlich geführt werden vor allem auf der Social Media Plattform Facebook mit.

Wir haben herausgefunden, dass sich hier viele nicht die mühe machen, sachlich und argumentativ hochwertige Kommentare zu verfassen, sondern einfach nur beleidigend werden.


Auf diese Karten durften die Schüler ihre Ideen für „Counter Speech“ hinschreiben

Frage Nr. 5: Wie könnte Counter Speech aussehen?

Nach dieser Frage gaben wir jedem unserer Mitschülern Karten, die wir gesponsert bekommen haben von No-Hate-Speech.de, um auf diese ihre Ideen aufzuschreiben und somit besser zu vertiefen. Daraufhin lassen wir diese den Mitschülern vor, um die Ergebnisse zu diskutieren. Hierbei stellte sich zum größten Teil die gleichen Antworten da, wie zum Beispiel ,,Hate Speech Argumente durch bessere richtig machen.”


Ganz am Ende haben wir den Schülern einen Kurzfilm gegen Cyber Mobbing gezeigt. Dieser Kurzfilm wurde von MrVerknallt auf YouTube veröffentlicht und entstand mit einer Gruppe Schülern in einem Antimobbingprojekt.


Hier sieht man wie gespannt die Schüler den Kurzfilm mitverfolgen

Außerdem haben wir am Ende ein gemeinsames Klassenfoto gemacht, wobei jeder das von der „No Hate Speech Movement“ gesponserte Button an seinem Oberteil hatte.

Doch was kann jeder einzelne gegen Hate Speech tun?

Gar nichts!

Kleiner Scherz 🙂 . Jeder kann etwas gegen Hate Speech tun! In den meisten Sozialen Medien (sogut wie allen) gibt es eine sog. “Melden”-Funktion. Außerdem besitzt jeder von uns Allgemeinbildung (der eine mehr oder weniger) und deswegen kann jeder Falschmeldungen oder falsche Behauptungen richtig stellen. Ebenso kann man sich in seinem eigenen Umfeld gegen Hate Speech stark machen. Ironie und Seitenhiebe sind zwar nicht verboten, jedoch sollte man immer die Grenze kennen! Jedoch kann man manchmal schwer sein Hate Speech zu erkennen, denn das Empfinden ist sehr individuell. Z.b. in Diskussionsforen kann man sich außerdem auch auf die Diskussionsregeln beziehen, die die meisten Foren haben. Wenn es dann soweit geht, dass man eine Anzeige erstatten möchte, kann man dies auch tun (Weitere Infos hier). Eine Online-Anzeige kann man auch hier erstatten.


Fazit

Klicke hier um etwas gegen Hate Speech zu tun!

Hate Speech ist ein sehr ernstes Thema, worüber man sich ernsthaft Gedanken machen sollte. In unserer Gesellschaft sollte keiner Ausgegrenzt werden oder gemobbt werden, nur weil diese Person anders ist, anders aussieht, andere Angewohnheiten hat oder einfach eine andere Meinung besitzt. Egal in welcher Welt (real/virtuell) sollte das Zusammenleben ermöglicht sein, ohne sich gegenseitig runter zu machen, zu beleidigen oder sogar aggressiv vorzugehen.


Jeder sollte sich Gedanken darüber machen, wie er/sie behandelt werden möchte und dementsprechend seine Mitmenschen behandeln.


Nützliche Links:

http://medianauten.net/hasskommentare-im-internet

https://support.twitter.com/articles/116962

https://www.facebook.com/communitystandards

https://www.youtube.com/yt/policyandsafety/de/reporting.html

https://help.instagram.com/165828726894770/

https://support.snapchat.com/de-DE/i-need-help

https://no-hate-speech.de/de/mitmachen/

https://www.jugendschutz.net/hotline/

TelefonSeelsorge Hotline: 0800/111 0 111

7 Gedanken zu „Hate Speech“

  1. Hallo an alle 🙂

    Was mir besonders innerhalb eures Vortrags gefallen hat ist, dass ihr euch viel Mühe gegeben habt mit unterschiedlichen Mitteln diesen Unterricht zu gestalten. Vor allem die Buttons, Aufkleber und Karten welche ihr extra dafür organisiert habt.
    Auch im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass diese nicht wie die üblichen Sachen welche man aus dem Unterricht geschenkt bekommt verschwinden, sondern auch benutzt wurden. Ein Beispiel ist dabei eine Freundin von mir (welche nicht in diesem Seminarkurs ist) welche diesen Button mit der Aufschrift „NO HATE“ an ihrer Jacke ab und zu trägt und sogar ein Bild mit diesem Button auf Facebook hochgeladen hat, was diese Message weiter verbreitet.

    Außerdem finde ich gut, dass ihr gleich am Anfang eures Berichts klar stellt was „Hate Speech“ überhaupt bedeutet. Denn ich denke wie ihr auch selbst geschrieben habt, dass dieser Begriff noch relativ neu ist und keiner sich vorerst darunter etwas vorstellen kann.

    Das Video am Ende finde ich jedoch ein bisschen viel. Da ich denke, dass wir schon oft genug mit solchen Filmen in Kontakt gekommen sind.

    Trotzdem hat mir euer Unterricht mit am besten gefallen, da ihr uns sehr viel selbst agieren lassen habt und uns durch Fragerunden indirekt mit einbezogen habt. 🙂

    1. Erst einmal danke für dein Feedback, dies freut uns sehr!

      Das Video am Ende haben wir als Alternative für ein „Bist du ein Rassist“-Quiz eingefügt. Bei dem Video konnte man sich besser entspannen, was wir als Abschluss gut fanden.

      Außerdem war das auch unser Ziel, die „No Hate“-Message zu verbreiten, weswegen wir uns auch die Mühe gemacht haben, eine Sponsoranfrage an die Organisation zu schicken.

  2. Hallo auch von mir 🙂
    Ich muss Gloria zustimmen! Mir hat euer Unterricht ebenfalls sehr gefallen, da ihr viel organisiert habt und natürlich mit vielen Mitteln gearbeitet habt.
    Innerhalb des Beitrags gefällt es mir sehr, dass man oft weitergeleitet werden kann. Es ist sehr verlockend wenn ein Link erscheint und mit den gewissen Worten begleitet wird: ,,Mehr erfährt ihr hier…“ oder ,,Ihr könnt euch hier genauer informieren…“.
    Zum Schluss habe ich jedoch eine kleine Anmerkung und eine Frage:
    1) Geht am besten den Beitrag nochmal durch, da ab und zu einige Rechtschreibfehler zu finden sind.

    2) Ich war sehr verwirrt, als ich bei Frage Nr. 2 : ,,Was ist freie Meinungsäußerung?“ den letzten Satz gelesen habe. Man darf seine Meinung frei äußern – das steht ja wohl zu 100% fest würde ich sagen 😀 . Jedoch verstehe ich eine Sache nicht so ganz: Es ist doch nicht schlimm, wenn eine eigene Meinung, welche geäußert werden darf, eine andere sozusagen entkräftet oder eben gegen diese spricht oder?
    Außerdem ist es eine Meinung, sodass es zudem schwer ist, diese sachlich zu äußern, da automatisch Gefühle damit verbunden sind. Natürlich kann man auf die Formulierung bzw. den Ausdruck achten, dass keine „unerlaubten“ Worte fallen, welche die andere Meinung angreifen- war das damit gemeint?

    Ich muss zugeben, dass es sich wirklich kompliziert anhört, was ich da formuliert habe, jedoch hoffe ich, dass ihr es versteht.

    LG

  3. Hallo ihr !
    Ich muss auch erstmal sagen, dass ich es toll finde, dass ihr euch so viel Mühe gemacht habt, besonders mit den Stickern, Karten, etc.
    Auch sonst fand ich den Aufbau eurer Unterrichtsstunde sehr gut, da ihr erst mit Erklärungen angefangen habt und dann uns auch viel in den Unterricht miteinbezogen habt, sodass es nicht langweilig wurde.
    Zu eurem Beitrag hier auf Edmodo fehlt mir persönlich allerdings eure eigenen Gedanken noch ein bisschen, also weshalb ihr euren Unterricht so aufgebaut habt und was ihr euch dabei gedacht habt.
    Sonst ist aber auch dieser sehr gut geschrieben 🙂
    LG Jana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.