Gefahren im Internet

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Cyberkriminalität, wir alle haben schon einmal davon gehört. Aber was steckt wirklich hinter dem Begriff, welche Formen von Cyberkriminalität gibt es und welche Gefahren lauern darüber hinaus auch noch im Internet?

 

Genau diese Fragen möchten wir euch innerhalb unseres Beitrags beantworten. Wir haben uns damit im Rahmen unseres Seminarkurses intensiv befasst und einen Vortrag dazu gehalten, um auch unseren Kurs über das Thema aufzuklären. In diesem Beitrag fassen wir  die wichtigsten Aspekte unseres Vortrags für euch noch einmal zusammen.

Tamara & Lea

Tamara & Lea

 

Welche Verschiedenen Formen von Cyberkriminalität gibt es?

  • Zunächst einmal das uns allen bekannte Cybermobbing

Zur Cyberkriminalität gehört unter anderem Cybermobbing. Was ist Cybermobbing? Cybermobbing ist eine Sonderform des Mobbings, die Polizei bezeichnet sie auch als „die neue Form der Gewalt“. Cybermobbing ist das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer Personen mit Hilfe des Internet über einen längeren Zeitraum. Die multimediale Ausstattung der Mobiltelefone gibt hierfür eine leicht nutzbare Technologie an die Hand, die das Cybermobbing leider vorantreibt. Meist sucht sich der Täter ein schwächeres Opfer, das sich nur schwer gegen Übergriffe wehren kann. Dadurch kommt es zu einem Machtungleichgewicht.

Cybermobbing findet im Internet statt (per E-Mail, SMS, MMS, Chats, Video- und Fotoplattformen, Online Communities oder über Instant Messengers wie WhatsApp). Das Internet senkt die Hemmschwelle für Mobbingaktivitäten. In der anonymen, virtuellen Welt traut man sich eher andere zu beleidigen, bloßzustellen als wenn man sich persönlich gegenüber steht. Überwiegend handeln die Täter handeln anonym. Aus anfänglichem Spaß entsteht rasch Gewalt, da den Tätern das notwendige Unrechtbewusstsein und die Sensibilität für Ihr eigenes Handeln fehlen.

Cybermobbing macht keine Pause, es findet rund um die Uhr statt. Außerdem besteht zum Opfer kein direkter Kontakt. Die Täter haben durch das Internet ein großes Publikum. Die Taten können von weiteren Personen verfolgt, kommentiert oder unterstützt werden. Durch die schnelle Verbreitung im Internet, hat das Opfer keine Möglichkeit die Veröffentlichung zu steuern oder noch ist sie für das Opfer überschaubar. Leider vergisst das Internet nichts, was einmal im Internet steht, kann auch nach Lösung wieder auftauchen. Auch nach Beendigung des Konfliktes kann man mit Veröffentlichungen immer wieder konfrontiert werden.

  • Darüber hinaus beinhaltet der Begriff Cyberkriminalität auch das sogenannte Cyber-Grooming

Unter dem Begriff Cyber- Grooming versteht man die Aufnahme von Kontakt über soziale Netzwerke mit der Absicht auf sexuelle Belästigungen. Hierbei geben sich Erwachsene in sozialen Netzwerken und anderen Chats wie zum Beispiel Videoportalen oder Onlinespielen meist als Jugendliche aus. Sie versuchen mit Hilfe von Komplimenten etc. das Vertrauen der Kinder zu gewinnen und verfolgen dabei ein bestimmtes Ziel. Sie wollen ihre minderjährigen Chatpartner missbrauchen und sexuellen Kontakt zu ihnen aufnehmen.

  • Und auch Sextorsion ist eine Form der Kriminalität im Internet

Sextorsion ist die Erpressung mit Sexbildern. Betrüger, meist Banden, haben nur das Ziel vor Augen, Geld zu machen. Ihnen ist dabei egal welche emotionalen Leiden sie ihren Opfern zufügen. Beim Videochat werden Opfer animiert sich zu entkleiden und dabei unwissend aufgenommen und anschließend werden sie mit den Aufnahmen erpresst.

Meist sind diese Banden aus dem asiatischen Raum. Laut Interpol zahlen leider viele  Erpressungsopfer den Kriminellen größere Geldmengen, um so aus der Erpressung herauszukommen. Interpol rät hingegen keinesfalls Geld zu zahlen, denn die Opfer sollten sich sofort an die Polizei wenden. So kann sich die Polizei dem Vorgang annehmen, ihn klären und auch die Hintermänner dieser Bande ausfindig machen.

Leider gibt es aber auch immer wieder Opfer, die so verzweifelt sind, dass sie sich das Leben nehmen.

Der Erstkontakt Täter-Opfer findet meist über das soziale Netzwerk (meist Facebook) statt. Daher ist es sehr wichtig, dass Eltern ihre Kinder über solche Gefahren aufklären.

Unsere Mitschüler haben daraufhin auch ihre persönliche Erfahrung zum Thema Cybermobbing mit uns geteilt, was für uns sehr interessant war.

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Was wissen Facebook, Twitter und Co. denn eigentlich über mich?

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Mit diesem Aspekt sind wir bei unseren Mitschülern auf großes Interesse gestoßen. Fast jeder Schüler aus unserem Kurs besitzt einen Zugang zu den oben genannten Netzwerken. Aufgrund dessen hat natürlich alle Interessiert was dort mit ihren Daten passiert, was die Netzwerke über sie wissen und wie sie dies rausfinden können.

Wenn du also einen Account oder ein Konto bei Facebook, Twitter und/ oder Google hast, sind dort sehr viele Daten von dir gespeichert. Unter anderem auch Informationen mit denen du sicherlich nicht rechnest.

Welche Daten das sind, kannst du dir folgendermaßen anschauen:

Deine Daten auf Facebook

  1. Öffne die Facebook-Einstellungen (https://www.facebook.com/settings)
  2. Auf der ersten Seite „Allgemein“ klickst du unten auf den Link „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“
  3. Klicke im neuen Fenster auf „Mein Profil aufbauen“
  4. Gib dein Passwort ein
  5. Du erhältst einen Download-Link an die E-Mail-Adresse, mit der du auf Facebook angemeldet bist

 

Deine Daten auf Twitter

  1. Öffne die Account-Einstellungen (https://twitter.com/settings/account)
  2. Klicke unten auf der Seite auf „Dein Archiv anfordern“
  3. Ein Download-Link kommt per E-Mail

Deine Daten auf Google

  1. Öffne die Seite https://www.google.com/settings/takeout
  2. Melde dich mit deinem Google Konto an
  3. Wähle die Dienste aus, an denen du teilnimmst und von denen du die Daten haben möchtest (z.B. Google+, Google Fotos, YouTube)
  4. Es wird eine zip-Datei erstellt und du kannst wählen, ob sie in dein Google-Drive-Verzeichnis geladen werden soll oder ob du per E-Mail einen Download-Link erhalten möchtest

Nun stellt sich aber natürlich die Frage, ob ich beim Download wirklich alle gespeicherten Daten bekomme?

Hier können wir euch beruhigen, denn jeder hat das Recht auf die Auskunft seiner gespeicherten Daten. Das zuständige Unternehmen hat nämlich die Pflicht euch Auskunft zu geben. Schreibt das Unternehmen also einfach an und fragt dort nach euren gespeicherten Daten nach.

Gefährliche Kostenfallen

Darüber hinaus tappt man im Internet auch oft in Kostenfallen. Kostenfallen sind im Internet weit verbreitete unseriöse Geschäftspraktiken, bei der Verbraucher unbeabsichtigt ein kostenpflichtiges Abonnement eingehen. Hierbei werden Internetangebote trickreich gestaltet ,sodass die Kostenpflicht für Verbraucher nicht offensichtlich ist. Oft werden auch Seiten seriöser Anbieter imitiert. Deshalb liegt es in der Verantwortung des Verbrauchers, Internetseiten kritisch zu prüfen (besonders wenn persönliche Daten grundlos abgefragt werden). Es ist dabei wichtig zu wissen, dass Tatsächlich kostenlose Angebote im Internet (z.B. Kochrezepte, kostenlose Software) keinen Namen und auch keine Anschrift des Verbrauchers benötigen. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Internet-Werbung geboten, die farblich unterlegt ist. Auch als „Anzeige“ deklarierte Angebote in Suchmaschinen sind keine tatsächlichen Rechercheergebnisse, sondern lediglich nur Werbung.

Wie kann ich mich vor diesen Gefahren schützen?

Man sollte sich beim Surfen im Internet an bestimmte Sicherheitsregeln halten. Wichtig ist zum Beispiel das Geheimhalten von persönlichen Daten wie dem Namen, der Adresse oder der Telefonnummer. Außerdem sollte man beim veröffentlichen von Fotos jeglicher Art sehr vorsichtig sein. Des Weiteren muss man mit der Weitergabe von Informationen wie Namen, Heimatstadt etc. bedacht umgehen. Mit diesen Daten können nämlich beispielsweise  wiederum weitere Informationen wie zum Beispiel Adresse, Arbeitgeber etc. herausgefunden werden. Immer wieder führt leichtfertiger Umgang mit persönlichen Daten zu Belästigungen, Gemeinheiten, Mobbing, Stalking und auch sexueller Gewalttaten.angel-1015606_640

Vielen Internetnutzern ist nicht klar, wie greifbar nahe die Gefahren eigentlich sind. Man muss sich bei der Weitergabe von Daten und Bildern innerhalb des Internets im Klaren sein, dass Daten die einmal  im Netz sind, auch dort bleiben!

 

Zum Abschluss unseres Vortrags haben wir mit der Klasse noch ein Quiz auf Kahoot gemacht. Um euch selbst zu testen, könnt auch ihr gerne auf der Seite von Kahoot vorbeischauen und das Quiz selbst einmal machen. Wie das genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen, Viel Spaß dabei!

 

Wir hoffen wir konnten euch, sowie auch unseren Mitschülern, mit unserem Beitrag einen Überblick über einen Teil ,der im Internet lauernden Gefahren, verschaffen. Es gibt darüber hinaus natürlich noch weitere Gefahren, über die man sich bewusst sein sollte, wenn man das Internet nutzt.

Lea & Tamara

Hier findet ihr noch einige Textquellen, mit denen wir gearbeitet haben.

http://www.vorsicht-im-netz.de/index.php?id=61; http://uli-sailer.de/profil-daten-herunterladen/; https://www.youtube.com/watch?v=DHMgtkF2rXI&list=UUL6oE8QejmRrxGNDj5sXS8g&index=6; https://www.saferinternet.at/cyber-mobbing/

5 Gedanken zu „Gefahren im Internet“

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