Filmgespräche und Filmanalyse

Froschperspektive
Andreas von Wilke aus der Froschperspektive

Was bewirkt ein Film, wenn man ihn ansieht? Wie sieht man einen Film überhaupt richtig an? Worauf sollte man achten, wenn man einen Film ansieht und ihn verstehen will?- Diese Fragen standen im Mittelpunt unserer Einheit über Filme und Filmgespräche. Die Antwort ist viel tiefgreifender und umfangreicher als auf den ersten Blick ersichtlich. Wie auch ein Gedicht weist ein Film Stilmittel auf, die entweder genretypisch sind, oder aber den Film zu einem einzigartigen Werk machen. Zu diesen Stilmitteln zählt zum Beispiel die Kameraperspektive. Am eindrucksvollsten zeigt die Froschperspektive die Wirkung der Kameraeinstellung. Die Froschperspektive, die prägend für den Expressionismus der 1920er Jahre war, erweckt ein beklemmendes Gefühl und lässt das gefilmte Objekt größer und bedrohlich wirken.
Die einzelnen Perspektiven betrachteten wir während unseres Aufenthaltes in Schloss Rotenfels am Beispiel von Alfred Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“ von 1959. Im Anschluss sahen wir uns den Film „Cloud Atlas“ aus dem Jahr 2012 an. Die Besonderheit dieses Films besteht in den unzähligen Verbindungen der sechs Einzelgeschichten, die unter anderem immer wiederkehrende Schauspieler, Schauplätze oder Musikthemen umfassten.

Unsere neu gewonnenen Erkenntnisse konnten wir bald darauf erneut zusammen anwenden, als wir im kommunalen Kino in Pforzheim im Rahmen der SchulKinoWochen Baden-Württemberg „Disconnect“ ansahen, ein Werk von 2012, das die Gefahren des Internets beschreibt:

Nachfolgend führten wir im Kino noch ein Filmgespräch in Form einer kleinen moderierten Diskussion, an der auch andere Kinobesucher teilnehmen durften. Wie auch „Cloud Atlas“ weist „Disconnect“ einige Parallelen zwischen scheinbar unverbundenen Geschichten auf.
Es ist viel einfacher, einen Film zu verstehen, wenn man in einem Gespräch darüber diskutiert, deshalb macht es auch Spaß einen Film gemeinsam anzusehen. Details zur Filmanalyse am Beispiel verschiedener Filme gibt es hier.

Johannes Wieland

2 Gedanken zu „Filmgespräche und Filmanalyse“

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