Darknet und Deepweb

Was ist das Darknet und Deep Web?

Darknet

Darknets bestehen aus Peer-to-Peer Netzwerken (jeder PC ist gleichberechtigt), in denen private PCs miteinander verknüpft sind und verschlüsselte Daten austauschen. Jeder PC kann dabei Daten abrufen, veröffentlichen und weiterleiten. Anders als im Surfaceweb laufen die Daten nicht über einen zentralen Server. Peer-to-Peer Netzwerke verschaffen den Nutzern in Darknets zum Großteil Anonymität. Da, anders als bei herkömmlichen Netzwerken, keine IP-Adresse bei Datentransaktionen mitgeliefert wird. Dieses Prinzip der Anonymität wird durch das Nutzen von Pseudonymen verstärkt. Um die Anonymität zu wahren werden Darknets meist nur von wenigen Nutzern genutzt. Natürlich gibt es auch Darknets mit vielen Nutzern, doch grundsätzlich gilt: je weniger Nutzer ein Darknet hat, desto sicherer ist es.

„Wir sind überzeugt, dass Darknets wesentlich weiter verbreitet wären, wenn die Einstiegshürden wie Download, Installation und Konfiguration der Software nicht existierten“, sagt Billy Hoffman.
Wären Darknets also einem größeren Personenkreis zugänglich, würden sich laut Hoffman auch schnell legale Anwendungszwecke finden lassen.

Wir können dem Zitat von Billy Hoffman nicht vollständig zustimmen. Denn wenn Darknets in größeren Personenkreisen zugänglich werden, geht das Prinzip der Anonymität verloren. Sollten sich mehrere Personen für die Darknets interessieren, so würde die Leistungsfähigkeit der Netzwerke weiter abnehmen, da es ausschließlich über private PCs gestützt wird. Um die enormen Datenmengen zu verarbeiten bräuchte man zentrale Server und Datenbanken. Durch die vergrößerte Popularität wäre es auch zunehmend bei großen Unternehmen von Interesse, wodurch mit der Zeit Werbung und Kontrolle entstehen würde. Die Darknets würden ihren vorgesehenen Zweck nicht mehr erfüllen, sondern zu weiteren Surface Webs mutieren.

Das Darknet wurde gegründet für militärische Gefahrenabwehr und um Menschen in Ländern, welche von Zensur geprägt sind, eine Möglichkeit zu bieten, das Internet frei zu nutzen.  Für diese haben auch bekannte Soziale Netzwerke Seiten im Darknet. (Facebook)

Deep Web

Anders als das Darknet ist das Deep Web kein anonymes Netzwerk, sondern es beinhaltet Seiten und Daten, welche über herkömmliche Suchmaschinen nicht gefunden werden können. Es besteht zum Großteil aus Datenbanken und Webseiten, welche nicht frei zugänglich sind oder nicht frei zugänglich sein sollen. Viele Organisationen nutzen das Deep Web um sicher Daten zu übertragen. Darunter Geheimdienste, Banken und Kundenbereiche von Webseiten wie Amazon etc.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Web

Wir haben uns entschieden einen Blogbeitrag und ein YouTube Video über das Darknet und Deep Web zu erstellen, da es ein wichtiger Bestandteil des Internets ist und über dieses Thema bei den meisten Menschen nur missverständliches Halbwissen oder Nichtwissen vorhanden ist.


Wir wollen mit unserem Beitrag Fragen und Missverständnisse klären. Dazu wollen wir zeigen, welches Potenzial das Darknet und Deep Web bietet. Aber wir möchten auch die Gefahren und Risiken nicht unerwähnt lassen. Zudem haben wir Kontakte zu Personen, welche sich im Darknet/Deep Web bewegen, welche die enorme Vielseitigkeit der Möglichkeiten nutzen. Der Ursprung dieser vielen Möglichkeiten liegt in der immensen Größe des Deep Webs, welches 400-550 mal größer als das Surfaceweb ist.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Darknet

11.05.2016 http://blog.neon.de/2013/11/der-weg-ins-darknet/

11.05.2016 http://www.chip.de/artikel/Darknet-Der-Zugang-ins-Deep-Web_63227067.html

TOR-Browser

Um das Darknet zu nutzen gibt es mehrere Browsermöglichkeiten, jedoch haben wir unseren Fokus nur auf den bekanntesten Browser gelegt. Der sogenannte TOR-Browser ( The Onion Router) ist fähig die kryptischen URLs zu öffnen. Mit einem Standartbrowser ist es nicht möglich die Seiten zu öffnen, da sie die unbekannte Domain „.Onion“ beinhalten.

Den TOR-Browser kann man über das Surfaceweb downloaden. TOR verschleiert die eigene Identität und verhindert, dass der Nutzer anhand seiner IP Adresse zurück verfolgt werden kann. Dies schafft der TOR-Browser indem er eine Liste von nutzbaren TOR-Knoten herunterlädt. Weltweit gibt es über 4000 Knotenpunkte. Durch diese Knoten soll Anonymität und eine gute Verbindungsmöglichkeit entstehen. Bei der Verbindung zum Netzwerk wird eine zufällige Route über drei TOR-Knoten aufgebaut. Die Datenpakete werden verschlüsselt über die TOR-Knoten zum Exit-Knoten weitergeleitet. Die Route wird alle 10 Minuten geändert (vgl. hier). Allerdings bringt der TOR Browser auch einen Nachteil mit sich. Die Verbindungsgeschwindigkeit verringert sich durch die ausschließliche Nutzung von privaten PCs.

Wer mehr über die Funktionsweise des TOR Browsers auf technischer Basis erfahren möchte, findet hier mehr.

Nachdem man den TOR (Browser installiert hat folgt nun die Frage wie man sich im Darknet bewegt. Da man nicht die Möglichkeit hat wie im Clearweb Standartsuchmaschinen zu nutzen ist man auf die Hilfe von Linksammlungen oder spezielle Suchmaschinen, wie DuckDuckgo oder Torch, angewiesen. Wer sich sicher im Darknet bewegen möchte sollte sich an drei Grundregeln halten:

  • Vertraut niemandem im Darknet
  • Klebt eure Webcam ab
  • Downloadet keine Dateien oder Softwares

Bitcoin – Das Zahlungsmittel des Darknet

Ist man erstmal im Darknet, gibt es fast endlos Möglichkeiten. Jedoch muss man aufpassen, denn es werden viele illegale Dinge angeboten. Um Dinge im Darknet zu erwerben benötigt man den sogenannten Bitcoin.

Bitcoin
Bitcoin

Der Bitcoin fungiert im Darknet als Währung und sicheres Zahlungsmittel. Der Marktwert eines Bitcoins wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Bitcoin wurde von einem Japaner entwickelt und 2008 das erste Mal in einem Forum beschrieben. Die ersten 50 Bitcoins wurden Anfang 2009 erschaffen. Das Bitcoin-Prinzip ähnelt der Zahlungsmethode PayPal. Anders als beim normalen Bankverkehr werden beim Bitcoin-System keine zentralen Datenbanken als Zwischenstation genutzt. Um Bitcoins zu nutzen wird kein spezielles Programm benötigt, da jeder  im Internet Bitcoins kaufen kann. Der Handel mit Bitcoins ist nicht illegal. Alternativ kann man auch über mobile Geräte mit Bitcoins handeln. Dadurch kann man länderübergreifend bezahlen ohne eine Wechselgebühr zu bezahlen. Man benötigt nur eine Internetverbindung.

Auch außerhalb des Darknets können Bitcoins zur Bezahlung genutzt werden. Beispielsweise akzeptieren manche Geschäfte oder Hotels die Bezahlung durch Bitcoins. Diese werden nicht durch Firmen oder Server verwaltet. Dies ist ein Vorteil, da keine Speicher benötigt werden, wie bei Bargeld. Außerdem sind Bitcoins fälschungssicher und die Bezahlung ist schnell und anonym abgeschlossen. Die Zahlungsmethode ist vor einer Inflation geschützt, da es nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins geben wird. Jedoch gibt es auch Nachteile von Bitcoins, beispielsweise können sie gestohlen werden oder verloren gehen. Da die Bitcoins auf dem Computer oder einem mobilen Gerät gespeichert werden, kann es sein, dass die Bitcoins verloren gehen wenn der Computer oder das mobile Gerät kaputt geht. Außerdem kann es eine Deflation geben, was passiert wenn die Nachfrage geringer ist als das Angebot, da der Bitcoins-Kurs sehr stark schwankt. In Deutschland werden Bitcoins von nur rund 100 Geschäften akzeptiert.

Auch wenn Bitcoins legal sind, ist nicht alles was im Darknet geschieht legal.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin

Grundsätze – Rechtliches

Grundsätzlich gilt: Nur schauen nicht anfassen.

Jeder darf sich legal Im Darknet/Deep Web bewegen. So darf man sich auch auf Websites auf denen Drogen zum Verkauf angeboten werden umsehen. Allerdings dürfen keinerlei Drogen oder Ähnliches gekauft oder verkauft werden. Anders sieht es bei Seiten auf denen sich kinderpornographisches Material befindet aus. Dort kann man nur für den Besuch zur Rechenschaft gezogen werden. Denn in Deutschland gilt, der Besitz bestimmter Daten, wie z.B. Kinderpornographischer Materialien, auch unbewusst, als Straftat. Man kann bei falschen TOR-Browser Einstellungen leicht zu einem Mittäter krimineller Machenschaften werden. Da das Darknet so konzipiert ist, dass die Daten über viele PCs geschleust werden, kann man nicht mehr verfolgen was über den eigenen PC weitergeleitet wurde. Durch diesen Aufbau können auch leicht Viren oder Trojaner verbreitet werden. Jedoch ist das Verbreiten von Viren nicht so häufig wie andere illegale Geschäfte. Die verbreitetsten Bereiche decken folgenden Beispiele ab.

  • Händler (Drogen, Waffen, Menschen, Accounts)
  • Fälscher (Geld, Papiere, Spiele, Markenprodukte)
  • Pornographie (Kinder, Gewalt)
  • Illegaler Download von Raubkopien
Eines der größten illegalen Geschäfte ist das Downloaden von Musik und Filmen. Viele „normale Internetnutzer“ downloaden Filme und Musik im Darknet, da sie ein kleineres Risiko darin sehen erwischt zu werden. Doch man darf das illegale downloaden von Filmen und Musik nicht unterschätzen, da der Film- und Musikindustrie Millionen von Euro verloren gehen. Deswegen gibt es auch oftmals sehr hohe Strafen für das illegale downloaden von urheberrechtlich geschützten Filmen und Musik. Jedoch haben die meisten von ihnen kein Interesse an Auftragsmördern, Geldwäsche, Pornographie oder Drogengeschäften.
Shiny Flakes – Der Drogenshop im Kinderzimmer
Einer der bekanntesten Onlinedrogenhändlern im Darknet war Maximilian S.(auch bekannt als Shiny Flakes). Er verkaufte mehrere Jahre von seinem Elternhaus  etwa 1000 Kilogramm verschiedenster Drogen. Die Polizei observierte Maximilian S. über einen längeren Zeitraum und verhaftete ihn als er sich mit seinem Drogenlieferant unweit von seiner Wohnung traf. Die Polizei fand in der Wohnung, in der Maximilian zusammen mit seiner Mutter lebte, 320 Kilogramm Drogen im Wert von ca. 4.1 Millionen €, 48.000€ Bargeld und über 1.100 Bitcoins.


Fund der Polizei bei Maximilian S./ Bild von Theresa Locker
Fund der Polizei bei Maximilian S.

Shiny Flakes verschickte die Drogen vakuum verpackt in Briefen und Paketen. Maximilian S. nutze für seine Drogengeschäfte immer wieder Packstationen. Durch diese Packstationen kam die Polizei im auf die Schliche. Nachdem die Polizei den 20- jährigen verhaftet hatte, wurde die Internetseite geschlossen und von der Polizei bearbeitet.

Bild von Der Polizei auf Shiny Flakes Seite/ Bild von Theresa Locker/ Schriftliche Zustimmung für die Nutzung der Bilder liegt vor
Bild von der Polizei auf Shiny Flakes Seite

Jedoch ist der Polizei unbekannt wie viel Geld Maximilian S. tatsächlich verdient/ umgesetzt hat und wo sich das Geld befindet.

Ein andere Drogendealer, der Shiny kannte, sagt in einem Interview:

„Die Polizei kann hunderte Fehler machen“, „Aber wenn ich als Händler einen Fehler mache, dann ist das tödlich.“

Die Staatsanwaltschaft Leipzig verurteilte den 20- jährigen zu einer 7- jährigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung.

11.05.2016 http://motherboard.vice.com/de/read/der-aufstieg-und-fall-von-shiny-flakes

Aber das Darknet bietet nicht nur illegale Inhalte an, sondern auch Vorteile gegenüber dem Surfaceweb.

  • Anonymität
  • Kaum Werbung/Spam
  • Normale Internetseiten können auch genutzt werden
  • Kritische Beiträge auf Enthüllungsplattformen bleiben anonym

Für Seiten wie Wikileaks bietet das Darknet einen großen Vorteil. Dort können Autoren weltweit anonym Beiträge veröffentlichen, ihre Meinung frei äußern. Oder auch verschlüsselte Daten austauschen. Durch solche Informationen, die durch so genannte Whistleblower wie Eduard Snowden an Journalisten oder oppositionelle Gruppen weitergeleitet werden, ist es möglich totalitäre Regime und Diktatoren zu stürzen.  Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür sind die Aufstände, Proteste und Revolutionen des arabischen Frühlings.

11.05.2016 http://www.bpb.de/internationales/afrika/arabischer-fruehling/

Doch nicht nur Seiten wie Wikileaks tragen zu solchen Ereignissen bei, auch Foren spielen im Darknet ein große Rolle.

Foren – Fluch und Segen zugleich

Einerseits bieten Foren Hilfe für alle möglichen Bereiche an (z.B. Computerhilfe, Rechtshilfe oder Anleitungen/ Tutorials zu fast allem). Foren bieten aber auch Diskussionsraum über Freiheit, Religion oder Erfahrungen. Solche Foren findet man auch im Surfaceweb, jedoch kann man in Zensurländern auf bestimmte Webseiten oder Foren nicht zugreifen. Dafür wird das Darknet benötigt. Denn das TOR-Netzwerk kann nicht nur Anonymität schaffen, sondern auch in Zensurländern Sperren von Foren und Webseiten umgehen (siehe oben). Pseudonyme verstärken die Anonymität bei Nutzung von Foren unter Verwendung des TOR-Netzwerks.

Jedoch bieten solche Foren in Darknets gefährliche Nachteile. Denn dort können auch psychisch Kranke oder geistig gestörte Leute ihre gemeinsamen Gedanken und Vorstellungen teilen und ausleben. Es bestehen Foren, auf denen Menschen andere suchen um sich verspeisen zu lassen oder um Rezepte für Kannibalismus auszutauschen. Nutzer des Darknets können zufällig auf solche Foren stoßen, da sie nicht durch den Namen identifizierbar sind. So könnte man denken, dass es sich bei dem Forum Chefkoch.onion um eine normales Kochforum handelt… allerdings werden dort Rezepte für die Zubereitung von Menschenfleisch angeboten. Andere abartige Foren wären solche, in denen man Tipps zum Morden ohne rechtliche Konsequenzen bekommt oder auch sogenannte Schwarzmarkt-Foren, wo die User Snufffilme, Sexsklavinnen, Körperteile/Organe, exotische Tierarten etc. kaufen oder selber anbieten können.

Wir haben ein Interview mit einer Person geführt, die sich in den verschieden Bereichen des Deep Webs auskennt und dort auch sehr aktiv war.

Bei unsere Recherche trafen wir in einem Forum im Darknet einen Mann, der sich viel mit dem Darknet und Deep Web beschäftigt hat. Wir fragten ihn, ob er bereit wäre uns ein paar Fragen zu unserem Thema zu beantworten. Nach kurzem Zögern willigte er ein. Jedoch wollte er anonym bleiben. Wir nannten ihn Paul.

Wir:“ Wieso hast du dich mit dem Darknet/Deep Web beschäftigt?“

Paul: „Ich wurde durch YouTube und den dadurch entstanden Hype darauf aufmerksam. Es hat mich interessiert und deswegen haben ich mir den TOR-Browser installirt und mich dort ein wenig umgesehen. Ich war so fasziniert, dass ich immer mehr Zeit im Darknet/Deep Web verbrachte“.

Wir: „Wie hast du dich im Darknet/Deep Web bewegt bzw. neue Inhalte entdeckt?“

Paul: „Durch Thehiddenwiki.org und durch geteilte Links in Foren.“

Wir: „Auf was für Seiten hast du dich bewegt?“

Paul: „Zuerst haben ich die verschieden Seiten aus den Foren angeschaut. Darunter waren Seiten mit Drogen, Waffen und anderen illegalen Machenschaften. Anfangs war ich fasziniert von den illegalen Angeboten, von denen man im Surfaceweb nicht viel mitbekommt. Jedoch habe ich mich schnell an die verschieden illegalen Seiten gewöhnt und es wurde immer mehr zur Gewohnheit.“

Wir: „Hat das Deep Web seine Faszination für dich verloren, nachdem es zur Gewohnheit geworden ist?“

Paul: „Nein. Im Gegenteil. Ich versuchte immer weiter in tiefere, für mich neue Bereiche vorzudringen.“

Wir: „Was hast du in den neuen Bereichen getan?“

Paul: „Ich wurde zum stillen Betrachter und beobachtete diverse Forengespräche. Die dort geführten Gespräche schockierten mich teilweise. Dort traf ich auf viele Pädophile, welche oftmals Kinderpornografisches Material anboten. Ich wollte mit solchen Leuten nichts zutun haben. Deswegen haben ich mich auf Foren über Drogen, Waffen und gefälschte Kreditkarten fixiert.“

Wir: „Warst du in diesen Foren auch nur als stiller Betrachter aktiv?“

Paul: „Nein.“

Wir: „Hast du etwas auf diesen Seiten gekauft?“

Paul: „Waffen haben ich keine erworben. Jedoch haben ich mehrmals Drogen und Kreditkarten gekauft.“

Wir: „Hattest du keine Angst, dass du erwischt werden könntest ?“

Paul: „Anfangs schon, aber mit der Zeit legte sich die Angst und es wurde fast wie normales Onlineshopping.“

Wir: „Also wurdest du nicht erwischt?“

Paul: „Doch. Denn durch die Routine wurde ich unvorsichtig.“

Wir: „Wie wurdest du erwischt?“

Paul: „Ein Paket, welches ich auf einer Drogenseite gekauft hatte, wurde von der Polizei abgefangen. Daraufhin wurde ich bei der Polizei vorgeladen und angeklagt.“

Wir: „Was war die Strafe für den Drogenkauf?“

Paul: „Da die Polizei nichts von den anderen Bestellungen wusste, bekam ich nur Sozialstunden, da es nur eine kleine Drogenbestellung war.“

Wir: „Hast du danach noch weitere Bestellungen getätigt? Oder dich weiterhin mit dem Deep Web beschäftig?“

Leider haben wir keine Antworte auf die Frage erhalten. Auch auf weitere Nachrichten haben wir keine Antworten erhalten.

Deep Web – Das verschlossene Web

Das Deep Web besteht zum größten Teil aus verschlossen Webseiten und Fachdatenbanken, welche für Nutzer nicht zugänglich sind. Man kann diese auch nicht über reguläre Suchmaschinen finden, da die Seiten nicht ausreichend genug im World Wide Web verzeichnet sind. Um Inhalte wie z.B. Shoppingportale, Videos, Spiele oder ähnliches im Internet zu finden benötigt man Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo. Alle Inhalte, die die Suchmaschinen nicht finden können, sind Teil des Deep Webs. Auch das Darknet ist ein kleiner Teil des Deep Webs.

Die genaue Größe des Deep Web ist nicht bekannt, es gibt nur grobe Schätzungen. Die Datenmenge der 60. größten Deep Web,Seiten bezieht sich auf ca. 7500 Terabyte an Informationen, das Surface Web dagegen besteht nur aus ca. 170 Terabyte. Die komplette Größe des Deep Web bezieht sich nach Schätzungen auf ca. 91850 Terabyte (Stand 2003). Kein andere Teil des Webs wächst schneller als das Deep Web aufgrund, der Existenz fünf verschiedener Level des Deep Webs. (Laut Sherman & Price)

11.05.2016 https://www.ideals.illinois.edu/bitstream/handle/2142/8528/librarytrendsv52i2h_opt.pdf

Opaque Web (engl. für undurchsichtig)

„Sind Webseiten, die indexiert werden könnten, zurzeit aber aus Gründen der technischen Leistungsfähigkeit oder Aufwand-Nutzen-Relation nicht indexiert werden (Suchtiefe, Besuchsfrequenz)“.

Private Web

beschreibt Webseiten, die indexiert werden könnten, aber auf Grund von Zugangsbeschränkungen des Webmasters nicht indexiert werden. Dies können Webseiten im Intranet (interne Webseiten) sein, aber auch passwortgeschützte Daten (Registrierung und evtl. Passwort und Login), Zugang nur für bestimmte IP-Adressen“.

Proprietary Web

„Sind Webseiten gemeint, die indexiert werden könnten, allerdings nur nach Anerkennung einer Nutzungsbedingung oder durch die Eingabe eines Passwortes zugänglich sind (kostenlos oder kostenpflichtig).

Derartige Webseiten sind üblicherweise erst nach einer Identifizierung abrufbar“.

Invisible Web

„Unter das Invisible Web fallen Webseiten, die rein technisch gesehen indexiert werden könnten, jedoch aus kaufmännischen oder strategischen Gründen nicht indexiert werden – wie zum Beispiel Datenbanken mit einem Webformular“.

Truly Invisibile Web

„Mit Truly Invisible Web werden Webseiten bezeichnet, die aus technischen Gründen (noch) nicht indexiert werden können. Das können Datenbankformate sein, die vor dem WWW entstanden sind (einige Hosts), Dokumente, die nicht direkt im Browser angezeigt werden können, Nicht-Standardformate (zum Beispiel Flash), genauso wie Dateiformate, die aufgrund ihrer Komplexität nicht erfasst werden können (Grafikformate). Dazu kommen komprimierte Daten oder Webseiten, die nur über eine Benutzernavigation, die Grafiken (Image Maps) oder Skripte (Frames) benutzt, zu bedienen sind.“

Da das Deep Web nicht mit „normalen“ Mitteln durchsuchbar ist, und nur wenige wissen was es im Deep Web alles gibt konnten wir leider nicht mehr Informationen dazu heraus finden. Es gibt schlicht und ergreifend nicht mehr was es auf einfachen Wegen zu erfahren gibt. Wie und woher soll man auch zuverlässige Informationen über Seiten finden, die mit Geheimdienstakten etc. auf einer Wellenlänge sind?

11.05.2016 http://www.chip.de/artikel/Darknet-Der-Zugang-ins-Deep-Web_63227067.html

Unsere Erfahrungen während der Seminararbeit

Als Cedrik und ich begannen uns über die Seminararbeit zu informieren wurde uns sofort klar, dass die Informationsbeschaffung schwierig wird, da unser Thema das Dark Net beziehungsweise das Deep Web sowieso ein eher verschlossenes Thema ist. Besonders das Deep Web beschaffte uns Schwierigkeiten, da niemand so genau weiß, was es beinhaltet und wer es alles nutzt etc. Die Arbeit mit der Plattform WordPress war anfangs ebenfalls eher undurchsichtig und wir mussten uns dort erst einmal rein arbeiten, bis wir alle Funktionen raus hatten, die wir benötigten. Auch unsere Präsentation mit Prezi als YouTube Video zu gestalten, war schwierig und sehr zeitaufwendig, da wir uns davor nie mit YouTube beschäftigten, dort nur Videos schauten und keine selbst erstellten. Die Arbeit mit dem Deep Web und dem Dark Net war einerseits faszinierend für uns, da man auf interessanten Seiten war, um sich dort sein eigenes Bild vom dem ganzen Geschehen zu machen. Andererseits war es aber auch schockierend, was es dort für Foren und an sich gestörte Menschen gab, die dort ihre Taten und Fantasien Preis gaben. Während man etwas las über die Freiheit in Deutschland, konnte man einen Klick weiter Gespräche von Pädophilen mitlesen, die sich über ihre Erfahrungen mit Kindern austauschten. Jeder der vor hat, sich sein eigenes Bild vom Darknet oder vom Deep Web zu machen, sollte sich darüber im Klaren sein, was sich dort befindet. Selbst „Hartgesottene“ können dort verstört werden. Wir beide (Moritz, Cedrik) lernten viel neues über das Darknet und das Deep Web. Wir waren uns beide nicht über die gewaltigen Ausmaße des Deep Webs bewusst und dass man wirklich hohe Fähigkeiten benötigt um dorthin zu gelangen.  Das Deep Web wird weiter wachsen und noch immensere Größen annehmen. Es wird noch mehr Möglichkeiten geben, was man dort tun kann und die vorherrschende Kriminalität wird nicht sinken. Wir hoffen wir konnten euer Wissen erweitern und eventuelle Missverständnisse klären. Das Darknet ist sehr nützlich aber auch sehr gestört, wie wir euch in unserem Blogbeitrag erläutert haben. Wer sich für dieses Thema interessiert hat, kann sich sehr gerne selbst auf die Reise ins Deep Web begeben, weitere YouTube-Videos schauen oder sich in Foren informieren.

Wer sich nochmal den Beitrag als Präsentation anschauen möchte findet hier unserer Präsentation.

Danke fürs lesen unseres Blogbeitrags 🙂

Das Darknet ist das Internet, vor dem unsere Eltern uns gewarnt haben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.