Wo lauern die Gefahren der Medien und wie kann ich mich vor ihnen schützen?

 

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1.Einführung

Die neuen Medien sind aus unserem heutigen Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Es sehr wichtig, sich auch über die zahlreichen Gefahren und Risiken der neuen Medien bewusst zu sein. Leider verschließen viele Internetnutzer davor die Augen, vor allem aufgrund der nicht vorhandenen Aufklärung bezüglich dieser Thematik.

Wir sahen es als eine riesen Chance, das Wissen aus unserem Seminarkurs dafür einzusetzen, um etwas zu verändern und für mehr Aufklärung zu sorgen.
Aufgrund dessen haben wir uns dafür entschieden einen Elternabend für die Unterstufe zu halten, um sowohl die Eltern als auch ihre Kinder so früh wie möglich über die Gefahren aufzuklären und sie somit auch davor zu schützen.
Wir haben uns bei unserem Vortrag besonders auf die Schwerpunkte Internet, einschließlich soziale Netzwerke und den Umgang mit dem Smartphone bezogen.

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1.2 Einblick in den Seminarkurs

„Der Seminarkurs Digitale Kompetenz existiert seit dem Schuljahr 2015/2016 am Gymnasium Neuenbürg“  und behandelte im Allgemeinen zwei große Schwerpunktthemen.
Im ersten Halbjahr nahm unser Kurs am MOOC der Universität Graz teil. Nachdem Modell „Lernen durch Lehren“ hat jeweils eine Gruppe ein bestimmtes Thema bearbeitet und anschließend im Kurs vorgestellt. Die Dokumentation des gestalteten Unterrichts haben wir anschließend in unserem Blog, einer Art Online-Tagebuch, „Digitale Kompetenz“, (25.06.2016) eine Website des Gymnasium Neuenbürgs, die mit Hilfe von WordPress erstellt wurde, veröffentlicht. Darüber hinaus hat sich jeder Kursteilnehmer zu Beginn des Seminarkurses dort ein Profil (25.06.2016)erstellt, um sich vorzustellen, welches ebenfalls veröffentlicht wurde.
Im zweiten Halbjahr des Kurses stand das Verfassen der Seminararbeit im Vordergrund, die auf den Inhalten des MOOCs basierten.
Außerdem sind wir im Rahmen des Kurses verschiedenen sozialen Netzwerken beigetreten, wie beispielsweise Twitter, um neue Erfahrungen zu sammeln.

Quellen: Cormier, Dave, MOOC (08.12.2010), https://youtu.be/eW3gMGqcZQc (25.06.2010)

 

2. Die neuen Medien und die damit verbundenen Chancen und Risiken

Zunächst stellt sich die Frage was neue Medien überhaupt sind?
Unter „ neuen Medien“ werden heutzutage einige moderne Medientechniken verstanden.
Demnach gehören alle Medien zu den neuen Medien, die durch „Neuerung oder Verbesserung der technischen Möglichkeiten neuartige Wege der Informationsgewinnung-, Speicherung und Informationsabruf ermöglichen“ . Ein entscheidendes Merkmal der neuen Medien ist die zunehmende Vermischung verschiedener Medienformen es sind also beispielsweise Audio, Video und Texte häufig miteinander verknüpft.
Die neuen Medien sind jedoch mit vielen Chancen und Risiken verbunden.

 Chancen
Fangen wir mit den Chancen an. Die neuen Medien gewinnen in unserem heutigen Alltagsleben immer mehr an Bedeutung. In den letzten Jahren kam es zu einer sehr großen Zunahme bei der Handynutzung im Bereich der Jugendlichen. Viele Heranwachsende benutzen ihre Smartphones als „Unterhaltungsmedium“ , da es ein vielseitig genutzter
„Allrounder- Alltagsheld ist (z.B. um Musik zu hören oder um Spiele zu spielen)“ . Eltern und Kinder sind sich einig, dass die Nutzung eines Smartphones die „Alltagsorganisation und Kommunikation“ zwischen ihnen deutlich verbessert. Die Planung von Verabredungen, genauso wie Erreichbarkeit bei Notfällen, wird dadurch erheblich erleichtert. Aufgrund dessen führt es zu einer besseren Eltern- Kind- Bindung, da die Eltern ständig mit ihren Kindern in Kontakt stehen können. Des Weiteren hat sich der Anteil der Internet-Nutzer in Deutschland extrem erhöht und
beträgt nun etwa 77,6% . Das Internet ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken, da es uns ermöglicht in wenigen Sekunden an Informationen zu gelangen und diese mit anderen zu teilen. Die durchschnittliche Dauer der Nutzung im Internet beträgt etwa 108 Minuten pro Tag. Genau wie bei den Handys wird die Kommunikation auch durch das Internet erleichtert, da man kostenlos E-Mails verschicken kann, die meistens auch mit einem Anhang versehen werden können in den Fotos, Videos oder Textdokumente beigefügt werden. Den analogen Kontakt mit Freunden pflegen heutzutage nur noch sehr wenige Menschen, deshalb bietet das Internet auch in diesem Aspekt eine große Chance. Man kann nämlich so auch mit Freunden, durch die man über eine größere Distanz getrennt ist, kontakt halten.
Darüber hinaus wird man bei Einkäufen, Urlaubsbuchungen oder Bankgeschäften sehr stark entlastet, da dies alles von zu Hause aus erledigt werden kann. Meistens werden die Waren über das Internet billiger angeboten und sind auch nur dort zu diesem Preis zu finden. Ein Beispiel hierfür ist der Fluganbieter Rynair, der seine Tickets lediglich über das Internet oder über teure Hotlines anbietet.
Neben den Chancen enthalten die neuen Medien auch viele Risiken, vor denen man sich schützen sollte. Dabei ist vielen Menschen nicht klar, wie greifbar nah diese Gefahren doch sein können und das diese jeden treffen können.

Risiken

„Viele Jugendliche ohne handybasierten Onlinezugang erleben heutzutage immer größere Einschränkungen und kommunikative Ausgeschlossenheit“ . Darüber hinaus ist das „Handyinvolvement“ sehr stark ausgeprägt, da die Jugendlichen Angst haben etwas zu verpassen und somit aus dem Kommunikationsfluss ausgeschlossen zu werden. Aufgrund dessen ist ein Fünftel der Heranwachsenden sehr stark involviert bis hin zu suchtgefährdet.

Die Jugendlichen nutzen teilweise unachtsam ihr Handy und geben dadurch oft unüberlegt zu viele Daten über sich preis.

Deshalb lassen sie sich leicht von ihren Hausaufgaben abhalten, was zu starken schulischen Problem führen kann, da sie die Nutzungszeiten oft ausufern lassen. Neben den bereits genannten Konsequenzen kann es auch zu nicht erwünschten Handynutzungsweisen kommen, die sich negativ auf andere Person auswirken können. Ein gutes Beispiel hierfür ist, „dass schon 10% der Heranwachsenden bereits Kontakt mit Mobbing und ausgrenzendem Verhalten erlebt haben, sowohl in der Täter als auch in der Opferrolle“ . „Außerdem sind zwischen 4-6% der Jugendlichen schon Opfer oder Täter von Happy Slapping geworden“ . Happy Slapping stammt aus dem englischen und kann mit „ lustigen schlagen“ übersetzt werden. Hierbei werden körperliche Angriffe auf meist unbekannte Passanten, aber auch Mitschüler oder Lehrer ausgeführt, mitgefilmt und schließlich veröffentlicht. Die aufgenommen Videos nutzen die Täter dann, um ihre „Opfer“ öffentlich zu demütigen.

Mit zunehmendem Alter steigen die negativen Erfahrungen der Jugendlichen im Umgang mit den neuen Medien. Dies wird deutlich, da viele heranwachsenden heutzutage schon häufiger ein „sexualisiertes Foto“ an andere geschickt oder empfangen haben.

Der größte Kampf besteht darin,sich nicht durchgängig durch die Handynutzung ablenken zu lassen und zu viele Informationen über sich preis zugeben.

https://pixabay.com/de/telefon-bildschirm-technologie-1052023/
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Quellen: Landesanstalt für Medien NRW http://www.lfm-nrw.de/fileadmin/user_upload/lfm-nrw/Service/Veranstaltungen_und_Preise/Tagungen_und_Praesentationen/Alwayson/Dokumente/Band-77_Mediatisierung-mobil_Zusammenfassung.pdf (25.06.2016)

3.Gefahren im Internet

Viele Menschen, die das Internet nutzen, sind sich bewusst, dass dort zahlreiche Gefahren lauern. Aber sind sie sich auch wirklich über das Ausmaß dieser Gefahren bewusst?
Die dominierenden Gefahren im Internet sind die Schädlinge, wie Würmer, Viren und Trojaner, die den Computer zerstören. Auch das sogenannte Phishing, der Betrug mit Daten oder andere Kriminalitäten ,wie die Abzocke im Netz oder die Verletzung von Urheberrechten ,zählen zu den größten Gefahren. Letztlich spielt natürlich auch die unbegrenzte Speicherdauer der Daten im Netz eine große Rolle.
Die meisten Internetnutzer haben von all diesen Gefahren und Risiken schon einmal gehört und haben davor auch eine gewisse Achtung. Das große Problem ist allerdings, dass jeder Internetnutzer erst einmal davon ausgeht, dass es ihn nicht treffen wird, und wenn doch, dann ist es zu spät, denn eine Aufklärung bezüglich dieser Problematik wird nie stattgefunden haben. Deshalb möchten wir Sie nun aufklären, um Sie zu schützen!
Wie bereits erwähnt, sind die Schädlinge eine sehr große Gefahr im Internet. Es ist nicht immer einfach diese rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend richtig zu handeln. Deshalb nun eine ausführliche Erläuterung zu den unterschiedlichen Schädlingen.

https://pixabay.com/de/at-mail-virus-viruswarnung-99378/
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Viren
Von Viren hört und liest man sehr oft, doch was ist ein Virus überhaupt?
Viren sind kleine Programme, die oft als Anhang einer Email auf den Computer geschickt werden oder sich wiederum in anderen Programmen verstecken, die man auf dem Computer nutzen kann. Diese Art von Schädlingen ist darauf programmiert, sich selbst zu vermehren bzw. vervielfältigen, vergleichbar mit den Viren in der Biologie, daher der Name. Hat man sich also erst einmal einen Virus eingefangen, ist es schwer diesen wieder loszuwerden. Eine Infektion mit solch einem Virus kann einen enormen Schaden anrichten, der unter Umständen bis zu einem kompletten Datenverlust oder/ und einem Versagen der Festplatte, einem sogenannten Festplatten-Crash, führen kann.
Zunächst macht sich ein solcher Virus beispielsweise durch ein verlangsamtes Computersystem oder kurze Aussetzer des Systems bemerkbar. Manche Viren sind allerdings auch offensichtlich und machen sich durch plötzliche Meldungen, Piepstöne oder auch Musik bemerkbar.
Viel schlimmer sind jedoch die Viren, die wichtige Daten auf dem Computer überschreiben oder auch manipulieren, beispielsweise schalten die Viren dabei die Schutzprogramme des Computers aus.
Würmer
Eine weitere Form der Schädlinge sind die Würmer. Hierbei handelt es sich um schädliche Programme, die sich sehr schnell weiter verbreiten, indem sie sich selbst kopieren. Dabei nutzen die Würmer alle Möglichkeiten sich im Internet durch jegliche Sicherheitslücken selbst zu verschicken, um sich so weiterzuverbreiten.
Der Wurm verschickt dann beispielsweise eine E-mail an sämtliche Kontakte, die im Adressbuch hinterlegt sind, mit einer Kopie von sich selbst im Anhang. Bei diesem Massenversand benötigen die Schädlinge enorme Netzwerkressourcen und verursachen somit oftmals finanzielle Schäden. Somit sind sie also weitaus gefährlicher als sie zunächst scheinen.
Trojaner
Bei den Trojanern handelt es sich um eine etwas andere Art des Schädlings. Sie richten keine Schäden am Computer an, dafür reicht ihre Schadensroutine noch viel weiter.
Die Trojaner verstecken sich in zunächst scheinbar nützlichen Programmen und gelangen so ganz unbemerkt auf den Computer. Sie verbreiten sich im Gegensatz zu den Viren allerdings nicht weiter. Trotzdem sind sie sehr gefährlich und können großen Schaden anrichten.
Ein solcher Schädling sammelt Daten wie Kreditkartennummern, Passwörter oder auch verschiedene Eingabekombinationen der Tastatur und vermittelt die

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gesammelten Daten dann über das Internet an den sogenannten Lenker weiter, der verantwortliche ist für den Trojaner.
Eine besondere Art der Trojaner, der Werbe-Trojaner, ist dagegen nur darauf programmiert die Internetnutzer mit unerwünschter Werbung zu belästigen und sie somit auf bestimmte Internetseiten zu führen.
Viele Trojaner starten auch automatisch mit dem Betriebssystem und laufen dann im Hintergrund unbemerkt mit, was es für den unerfahrenen Computernutzer noch schwieriger macht den Trojaner loszuwerden beziehungsweise zu entfernen.
Phishing
Unter Phishing versteht man den modernen Betrug im Internet. Man kann es übersetzen mit dem „Abfischen“ von persönlichen und somit sehr wichtigen Daten. Der Phisher oder auch Täter versucht als ein Anbieter von persönlichen Dienstleistungen ein Vertrauensverhältnis zum Internetnutzer aufzubauen, um so an dessen Daten zu gelangen. Dabei greift er, mit dem versenden von gefälschten elektronischen Nachrichten in Form von einer SMS oder Email, sensible Daten wie Passwörter und Benutzername für beispielsweise das Onlinebanking ab. Darüber hinaus wird das Phishing auch eingesetzt, um an andere Passwörter wie die Zugangsdaten von Ebay-Accounts oder die der Packstation der Post zu gelangen.
Kostenfallen im Netz
Leider gibt es im Netz sehr viele versteckte Kostenfallen, die zu großen finanziellen Problemen führen können. Besonders Kinder und Jugendliche tappen oft in diese Fallen und werden schließlich abgezockt.
Viele Kinder surfen gerne auf Seiten, die beispielsweise ihre Lieblingssendungen im Fernsehen begleiten. Dort tauchen jedoch oft Angebote für scheinbar kostenlose Klingeltöne und Co. auf, die sich schnell als Kostenfallen entpuppen können. Die Kinder sind schnell begeistert von den tollen Angeboten und melden sich vielleicht sogar auf einer Seite eines solchen Angebots an. Mit der Anmeldung auf diesen Internetseiten hat man sich dann unbewusst gleichzeitig für den Kauf eines Produktes oder sogar für ein Abonnement entschieden, über das zwar im Kleingedruckten informiert wurde, jedoch nicht deutlich genug für den Internetnutzer.
Auch Online-Spiele, die besonders gerne von Kindern und Heranwachsenden gespielt werden sind zwar zunächst gratis nutzbar, jedoch müssen, um weiterspielen zu können reale Produkte (Power Ups, wie beispielsweise verbesserte Fähigkeiten) gekauft werden. Dies ist dann zum Beispiel über die Telefonrechnung oder über die im System hinterlegte Kreditkartennummer möglich. Auch kostenlose Apps, die sich über Werbung finanzieren, können durch versehentliches anklicken der Angebote teuer werden.

Verletzung von Urheberrechten
Die mangelnde Kompetenz zum Thema Medien wird vor allem bei dem Thema Urheberrecht deutlich. Viele Internetnutzer sind sich den Konsequenzen, einer Verletzung des Urheberrechts nicht bewusst.
Häufig nutzen Kinder und Jugendliche das Internet auch, um beispielsweise

https://pixabay.com/de/urheberrecht-symbol-geistigen-30343/
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Filme, Musik oder Spiele herunterzuladen. Dies kann ungeahnte Folgen haben.
Zunächst besteht natürlich die große Gefahr, sich beim Download Viren oder Trojaner einzufangen. Desweiteren kann es aber auch rechtliche Probleme geben, denn das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum und verbietet somit eine unkontrollierte Verbreitung von publizistischen Werken.
Das Thema Urheberrecht ist aufgrund seiner Relevanz nicht in ein paar Worten erklärt. Vorsicht ist allerdings auf jeden Fall geboten bei Internetseiten, die die neuesten Chart Hits und Videos oder ähnliches kostenlos anbieten, diese Angebote sind fast immer illegal!
Aber nicht nur das Herunterladen von bestimmten Dateien kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen, sondern auch das Kopieren und Hochladen von fremden Dateien, worüber sich die meisten Nutzer nicht bewusst sind.

Das Netz vergisst nicht

Leider bringt das Internet nicht nur unmittelbare Gefahren mit sich, sondern schlägt teilweise auch erst in späteren Jahren zurück. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass einmal veröffentlichte Inhalte nicht mehr einfach aus dem Netz verschwinden. Selbst scheinbar gelöschte Texte und Bilder oder auch abgeschaltete Websites lassen sich später immer wieder über das Internet Archiv finden.

Ein gelöschter Account bei Facebook kann man beispielsweise immer wieder herstellen, sofern man dem Netzwerk erneut beitreten möchte.
Auch manche Arbeitgeber nutzen diese unbegrenzte Speicherdauer aus, um mehr über ihre Bewerber und Mitarbeiter zu erfahren. Eine Suche auf google gibt meist schon sehr viel über die gesuchte Person bekannt. Somit können diese virtuellen Gefahren zu großen Probleme im realen Leben werden.

Quellen: Computerbetrug,http://www.computerbetrug.de/hier-droht-ihnen-gefahr-im-internet(05.06.2013)

 

3.1 Gefahren in den sozialen Netzwerken

Was sind soziale Netzwerke überhaupt?
Der Begriff soziales Netzwerk wird mit der einfachen Beschreibung einer Gruppe von Menschen definiert, die miteinander kommunizieren. Ein soziales Online-Netzwerk ist dagegen eine Gruppierung von Menschen, die über das Internet miteinander kommuniziert. Dabei vernetzen sie sich, vor allem in den Freundschaften und jeder kann Inhalte veröffentlichen und sogar selbst erstellen.
Wo lauern dort die Gefahren?
Vor allem Jugendliche sind sehr beeindruckt von den vielen verschiedenen sozialen Netzwerken. Sie machen als Nutzer zunächst meistens sehr viele Angaben zur eigenen Person und stellen auch persönliche Fotos innerhalb der Netzwerke online. Eine solche Selbstdarstellung anhand von selbst veröffentlichten beziehungsweise hochgeladenen Fotos und persönlichen Angaben ist ein entscheidender Motivationsgrund für Jugendliche in den sozialen Netzwerken aktiv zu sein.
Darüber hinaus funktionieren die sozialen Netzwerke über Freundeslisten, die eine Vernetzung im sogenannten „Schneeballprinzip“ ermöglicht. Freunde von Freunden können somit auch zu den eigenen Freunden werden.
Hierbei finden sich in den Freundeslisten sowohl Freunde und Bekannte aus dem realen Leben, als auch Personen, die nur über das Internet „bekannt“ sind. Daraus ergibt sich eine wesentliche Gefahr sozialer Netzwerke, nämlich das Überwiegen der virtuellen Beziehungen gegenüber der „echten“ Freunde und Bekannten.
Vor allem Personen, die überwiegend online mit ihren Freunden und den Menschen in ihrer Umgebung kommunizieren, laufen Gefahr, die reale Welt zu vernachlässigen. Meistens geschieht dies leider unbewusst, da es für die betroffenen keine Differenzierung von virtueller und realer Welt mehr gibt.
Ein weiteres, sehr bekanntes Problem ist die Cyberkriminalität, Kriminalität im Netz, für die in den sozialen Netzwerken ein sehr hohes Risiko herrscht. Die häufigsten Formen dieser Kriminalität sind das Cybermobbing, Cyber Grooming und Sextorsion.

https://pixabay.com/de/social-media-hilfe-support-finger-1432937/
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Cybermobbing
Unter Cybermobbing versteht man im Allgemeinen Mobbing in Form von Beleidigung oder Bedrohung bis hin zur Belästigung, im Netz über einen längeren Zeitraum. Dabei sucht sich der meist anonyme Täter ein schwächeres Opfer, das sich durch das daraus resultierende Machtungleichgewicht nur schwer gegen die Übergriffe wehren kann.
Cybermobbing findet vor allem auch über die Smartphones statt, aufgrund der dort vorhandenen Instant –Messenger wie zum Beispiel WhatsApp. Auch hier werden die zunächst virtuellen Übergriffe in die Realität übertragen und das Mobbing setzt sich somit meist im Alltag (z.B. Schulalltag) weiter fort.
Cyber Grooming
Bei dieser Art der Kriminalität im Netz geben sich Erwachsene in sozialen Netzwerken und anderen Chats wie beispielsweise Videoportalen oder Onlinespielen als Jugendliche beziehungsweise Personen gleichen Alters aus.
Sie versuchen auf unterschiedlichsten Wegen das Vertrauen der Kinder zu gewinnen und verfolgen dabei das Ziel minderjährige Chatpartner zu missbrauchen. Oftmals suchen sie hier vor allem den sexuellen Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen.
Sextorsion
Auch Sextorsion zählt zu den bekanntesten Formen der Cyberkriminalität. Der Begriff beinhaltet sowohl das Erpressen aufgrund von intimen Bildern und Videos, wie Nacktbildern, als auch das Entkleiden vor laufender Kamera in Videochatportalen und die damit verbundenen Folgen.
Ungeeignete Inhalte
Unter ungeeigneten Inhalten versteht man die sich im Netz befinden Dateien und Materialien, mit denen Kinder und Jugendlich nicht in Berührung kommen sollten. Ein Beispiel hierfür ist die Pornographie.
Nach deutschem Recht dürfen solche pornografischen Seiten ihr Angebot nur für Erwachsene veröffentlichen. Bei Internetseiten aus dem Ausland greift dieses Recht jedoch nicht. Hier gibt es unzählige Seiten mit pornografischen Inhalten, die ohne eine Zugangsbeschränkung abrufbar sind. Unabhängig davon befinden sich im Netz auch immer mehr sexualisierte Darstellungen, die von Privatpersonen hochgeladen und anschließend weiterverbreitet werden.
Gefahren in den Chats
Auch in den Chats, die direkt vom Browser abrufbar sind und in dem viele Personen gleichzeitig miteinander kommunizieren, sogenannte Web-Chats, lauern vor allem für Kinder und Jugendliche viele Gefahren.
Die Heranwachsenden können sexuell belästigt oder auch bedrängt werden. Meistens geschieht dies in Chats, in denen keine ausreichende Moderation vorhanden ist, beispielsweise in integrierten Chatportalen von bestimmten Spielen oder Apps, wo die Chatpartner sich so zu einem Gespräch „unter vier Augen“ zurückziehen können. Leider ist das neben den Chatportalen für Erwachsene auch in vielen Kinder Chatportalen der Fall.
Oft verunsichert schon ein rüder Ton in Chats oder eine „sexuell gefärbte Sprache“ die Kinder und Jugendlichen.

Quellen: Internet-ABC https://www.internet-abc.de/eltern/familie-medien/gefahren-und-schutz-viren-mobbing-werbung-datenschutz/welchen-gefahren-sind-kinder-im-internet-ausgesetzt/ (05.06.2016)

https://pixabay.com/de/frau-verzweifelt-traurig-tr%C3%A4nen-1006100/
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4. Schutz vor den Gefahren

Da heutzutage immer mehr Menschen in den neuen Medien unterwegs sind, ist es wichtig die Gefahren zu kennen und genau zu wissen, wie man sich am besten davor schützen kann.
Deshalb sollte man beim Surfen im Internet einige Sicherheitsregeln einhalten.
Der Punkt, mit der wohl größten Relevanz, beinhaltet die Preisgabe von vertraulichen Daten an unbekannte Internetnutzer. Man sollte auf keinen Fall fremden Leuten im Internet seinen richtigen Namen oder seine richtige Adresse geben. Allerdings ist für Kinder und Erwachsene auch stets Vorsicht geboten, beim Veröffentlichen von Bildern, wie z.B Partyfotos oder Kinderbilder, da diese für den Privatenzweck erstellt wurden und dort auch bleiben sollten. Was einmal veröffentlicht wurde verschwindet oft nie wieder aus dem Netz. Deshalb ist es für jüngere Surfer empfehlenswert, sich in Communitys auszutauschen,

https://pixabay.com/de/sicherheit-schutz-antivirus-265130/
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welche von geschulten Mitarbeitern überwacht und vormoderiert werden. Diese Seiten beinhalten nur jugendgerechte Inhalte und die Unterhaltung einzelner Personen in privaten Chats ist nicht gestattet. Durch diese Maßnahmen können die Jugendlichen vor Mobbing und Erpressung etc. geschützt werden. Missachtet jedoch ein User diese Regel wird er verwarnt oder direkt aus der Community ausgeschlossen.
Desweiteren denken die meisten Menschen, dass sie keine Opfer der Internetkriminalität werden. Dabei ist vielen Internetnutzern nicht klar, wie häufig sie diesen Gefahren im Internet ausgesetzt sind und wie greifbar nah diese doch sein können.
Als Elternteil sollte man versuchen Vertrauen zu seinem Kind aufzubauen. Dauerhafte Verbote machen keinen Sinn, es ist dagegen viel wichtiger die Kinder über die Gefahren in den neuen Medien aufzuklären, damit diese sich rechtzeitig davor schützen können. Die Eltern sollten versuchen dauerhaft auf dem Laufenden zu bleiben und genau wissen auf welchen Plattformen ihr Kind zurzeit alles unterwegs ist.
Weiterhin gehen auch Gefahren aus der Nutzung von Smartphones hervor. Hier lauern vor allem die Gefahren der Abofallen. Ein guter Schutz gegen diese, ist die Aktivierung der Drittanbietersperre, bei dem der Mobilfunkanbieter auf Antrag seines Kunden eine Sperre für Leistungen von Fremdanbietern einrichtet.
Es gibt auf jeden Fall immer einen Ausweg, wenn man früh genug handelt! Man sollte sich stets Hilfe bei der Schule, Familie oder bei den Freunden holen. Darüber hinaus ist es sogar erwünscht eine Anzeige bei der Polizei zu tätigen.

Quellen: Internet-Abc https://www.internet-abc.de/eltern/familie-medien/gefahren-und-schutz-viren-mobbing-werbung-datenschutz/welchen-gefahren-sind-kinder-im-internet-ausgesetzt/ (05.06.2016)

5. Der Elterninformationsabend

In unserem Seminarkurs haben wir sehr viel über den Umgang mit den neuen Medien gelernt und haben uns aufgrund dessen dazu entschieden unser Wissen weiter zu vermitteln.
Die Idee eines Elternabends erschien uns deshalb sinnvoll, weil sich viele Eltern den Gefahren nicht bewusst sind, denen ihr Kind im Netz ausgesetzt ist. Darüber hinaus ist es uns sehr wichtig, dass die Eltern mit ihren Kindern über die im Internet lauernden Gefahren sprechen, um sie darüber aufklären zu können.
Im Vorfeld haben wir an zwei verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen (PZ Pforzheim, Elternabend Uli Sailer (25.06.2016), die sich ebenfalls mit der Thematik der Gefahren in den Medien befasst haben, um einen Einblick in den Ablauf eines Vortrags, bezüglich dieses Themas, zu bekommen.
Der Elternabend hat sehr viel Organisation mit sich gebracht. Angefangen bei der Vereinbarung eines Termins mit der Schulleitung, bis zum Einladen der Eltern.
Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt, da die Anwesenden großes Interesse zu dem Thema unseres Vortrags gezeigt haben.
Anschließend an unseren Elternabend fand eine lange Diskussion bezüglich dem Umgang der Kinder mit den neuen Medien statt.
Hier wurden wir vor allem nach unseren eigenen Erfahrungen gefragt. Das Interesse war besonders für die zahlreichen, neuen Messenger Apps wie Snapchat sehr groß.
Wir wurden beispielsweise gefragt, wie wir diese Apps nutzen und ob wir diese überhaupt für sinnvoll empfinden.
Die Antworten fielen uns allerdings nicht immer so leicht, da wir diese Apps, aufgrund unseres Alters, natürlich nutzen, auch wenn wir sie vielleicht nicht für sehr sinnvoll und ungefährlich halten.
Es ging aber auch um andere Netzwerke wie Instagram und die große Gefahr der inszenierten Selbstdarstellung im Netz.
Den meisten Eltern fällt der richtige Umgang mit ihren Kindern und deren Verhalten mit den neuen Medien sehr schwer, da sie selbst nicht ausreichend aufgeklärt sind und ihnen das nötige Fachwissen fehlt. Wir haben versucht den Eltern, anhand unserer eigenen Erfahrungen, Tipps zu geben, wie sie am besten damit umgehen.
Wir sind letztendlich zu dem Entschluss gekommen, das auch hier das Vertrauen von Eltern und Kindern die größte Rolle spielt. Denn nur so sind die Kinder bereit ihre Eltern an ihrem „Social Media- Leben“ teilhabenzulassen und auch bezüglich der Gefahren mit ihnen darüber zu sprechen.
Was uns sehr überrascht und zugleich auch gefreut hat war, dass manche Erwachsenen sogar bereit sind sich selbst auf die Welt der neuen Medien einzulassen, um neue Erfahrungen zu sammeln. So weiß man natürlich am besten welche Dinge im Internet für Kinder geeignet sind und welche nicht. Dies bezieht sich natürlich vor allem auch auf die neuen Apps.
Wir waren sehr froh, dass die Eltern für unsere Themenauswahl so großes Interesse zeigten, da uns diese sehr schwer viel. Das Thema „Gefahren in den Medien“ ist sehr weitläufig und wir mussten uns somit auf die, uns am wichtigsten scheinenden, Themen beschränken.

Es war für uns sehr interessant und auch eine komplett neue Erfahrung die Gedanken und vor allem auch Ängste der Eltern zu dieser Thematik zu hören.

 

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5.1 Fazit

In den neuen Medien lauern in vielen Ecken zahlreiche Gefahren, über die man sich bewusst sein sollte. Wir hoffen, dass wir mit unserer Arbeit einen kleinen Einblick bezüglich dieser Problematik geben konnten.
Für die Zukunft wünschen wir uns sehr, dass die Aufklärung in diesem Themenbereich noch mehr an Bedeutung gewinnt und eventuell sogar in den Lehrplan integriert wird, um so die Schüler besser vor den Gefahren zu schützen.

 

Mareen & Tamara

 

 

Cybermobbing

Nachdem uns in der Klassenstufe 10 verschiedene Seminarkurse vorgestellt wurden, hat der Kurs „Digitale Kompetenz“ bei mir großes Interesse geweckt und machte mich neugierig, mehr über dieses Thema zu erfahren. Ich denke, dass es in der heutigen digitalen Welt wichtig ist, viele Facetten dieses bedeutenden Themas zu kennen.

Für die jüngere Generation ist ein Leben ohne Handy und Internet kaum mehr vorstellbar. Täglich nutzen Teenager und Jugendliche soziale Netzwerke wie z. Bsp. Facebook, Twitter, Tumblr, Google+, Instagram und Instant-Messenger wie WhatsApp und Snapchat zum Kommunizieren, Austauschen von Informationen, zur Unterhaltung oder Selbstdarstellung. Leider wirft der technische Fortschritt vor allem bei der Internetnutzung Schattenseiten auf.

Über Umwege habe ich mich für das Seminarthema „Cybermobbing“ entschieden.  Nach einem Gespräch mit Frau Strauß (Ende April 2016) hat mich das Thema gleich inspiriert. Bereits am 3. November 2015 besuchte ich eine Veranstaltung im PZ Forum in Pforzheim. Hier wurde über Chancen und Risiken der neuen Medien referiert. An diesem Abend sprach unter anderem der Polizeioberkommissar Dirk Schäfer über Gefahren im Internet. Auch er verdeutlichte in seinem Vortrag wie schwerwiegend die Themen Internet-Kriminalität und Cybermobbing sind. [21]

Hier möchte ich euch auf einen SMEP-Beitrag „Polizei zu Besuch“ am Gymnasium Neuenbürg aufmerksam machen. Experte Polizeioberkommissar Dirk Schäfer war vor Ort. [22]

Polizei zu Besuch

Auch nachfolgende News unterstreicht die Wichtigkeit Cybermobbing einzudämmen:

1[14]

Zuerst werde ich in meinem Blockeintrag Wissenswertes rund um das Thema Cybermobbing einstellen.

Dann beschäftige ich mich mit der Ausarbeitung meiner Umfrage, die ich in zwei Klassen der Klassenstufe 6 im Gymnasium Neuenbürg durchgeführt habe.

Danach folgt eine Sprachaufnahme von meinem Interview mit einem anonymen Cybermobbing-Opfer (vom 13. Mai 2016). Gerne hätte ich eine Sprachnachricht oder eine Stellungnahme von einem Cybermobbing-Täter in meine Arbeit eingestellt. Jedoch ist mir dies nicht gelungen, deshalb werde ich mögliche Gründe für das Nicht-outen der Täter aufführen.

Abschließend folgt ein Ausschnitt von meinem Gespräch mit einer ehemaligen Rektorin einer Werkrealschule (Anfang Juni 2016).

Cybermobbing weiterlesen

Website der Schule

Seminararbeit „Website der Schule -basierend auf WordPress“

Einleitung

Das Internet hat seit seiner Einführung zu einem Modernisierungsschub auf der ganzen Welt in den Bereichen Wirtschaft und Kommunikation geführt. Durch die weltweite Vernetzung ist die Entstehung neuer Wirtschaftszweige, so wie ein Wandel des Kommunikationsverhalten und die Mediennutzung im privaten und beruflichen Bereich ermöglicht worden. Oft wird die kulturelle Bedeutung dieser Entwicklung mit der Erfindung des Buchdrucks gleichgesetzt.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Internet , Stand: 05.05.2016 18:42 Uhr)

Mit der weltweiten Verbindung durch das Internet entstehen im Netzwerk virtuelle Plätze, an welchen Dateien und Ressourcen hinterlegt sind. Diese bieten die Möglichkeit sich innerhalb des Internets durch einen virtuellen Platz, auch Website genannt, zu präsentieren. Eine sogenannte Website dient als Webauftritt, Webpräsenz und Webangebot eines oder mehreren Nutzern und als Medium zur Kommunikation über das Internet.

Eine Website besteht aus meist strukturiertem Text, in welchem Bilder und andere Multimedialelemente eingebunden sind. Der Aufbau einer Website bildet sich aus einer HTML – Datei, welche in einem Verzeichnis eines Pfads einer Domain liegt. Die Weiterentwicklung des Internets und dadurch auch die der Programmiersprachen, hatte zur Folge, dass die HTML Strukturen einer Website immer komplexer und vielzähliger wurden, wodurch durch Hyperlink verknüpfte Pfade einer Domain, eine Website mit mehreren verschiedenen Seiten ermöglicht wurden.

Im Gesamten steigert dies die Anschaulichkeit und Funktionalität einer Website sowie die Möglichkeit komplexere Informationen an die Nutzer im Internet zu übermitteln. Um eine plattformunabhängige Darstellung in allen Browsern zu erlangen wird die Programmiersprache HTML oder XHTML gewählt. Zur einfachen Strukturierung der in HTML oder XHTML festgelegten Informationen und Daten wird CSS als Programmiersprache für die Gestaltung genutzt, da auch diese eine plattformunabhängige Darstellungsmöglichkeit bietet.

Die Dateien und Ressourcen, die die Website bilden, werden auf einem Webserver abgelegt, welcher die Verbindung zu anderen Nutzern im Netzwerk ermöglicht, also die Website im Internet für alle sichtbar macht. Der Webserver befindet sich häufig in einem Rechenzentrum von einem Webhoster, welcher seine Webserverplätze, auch Webspaces genannt, an den Inhaber der Website vermietet.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Website , Stand: 5.05.2016 14:24 Uhr)

Im folgenden wird der Aufbau einer, auf WordPress basierenden Website, anhand des Beispiels einer neu gestalteten Schul – Website für unser Gymnasium erläutert und die einzelnen Arbeitsschritte, sowie Funktionalitäten und Aufbaustrukturen erklärt.

Website, basierend auf WordPress

WordPress ist eine Software, mit welcher sich benutzerfreundlich und einfach eine Website gestalten und sowohl deren Inhalte verwalten, als auch das Erscheinungsbild und Anordnungen einfach koordinieren, verändern und gestalten lässt. Es zählt als Content-Management-System und ist vollständig Open Source, was zur Folge hat, dass es für jeden Nutzer frei und kostenlos zur Verfügung steht.

Durch den Download von WordPress und der Installation auf einem Webserver sind die Bedingungen für eine auf WordPress basierenden Website erfüllt und der Nutzer kann direkt anfangen seine eigene Website zu gestalten (Design), sowie Inhalt (Content) einzufügen und zu verwalten.

WordPress ist die meist Verwendete Software zum einfachen Website erstellen überhaupt. Die Statistiken von http://w3techs.com/technologies/overview/content_management/all (Stand 09.05.2016 19:12 Uhr) sagen aus, dass WordPress bei 61% aller auf Content-Management-System basierenden Websites verwendet wird.

Durch die hohe Interesse an WordPress, welches auch anhand der nach eigenen Angaben von WordPress (http://wordpress.org/download/counter/ , Stand: 09.05.2016 19:14Uhr) über 18 Millionen Downloads der freizugänglichen Software zu bezeugen ist, entsteht innerhalb des Internets eine Community, in welcher über WordPress diskutiert und für WordPress Hilfe gesucht werden kann. Auch dies ist ein weiteres Merkmal welches sowohl Einsteigern den Umgang mit WordPress erleichtert und schnell nahebringt, als auch die Interesse an WordPress steigert. Dadurch entwickelt sich Wordpress zu einer Open Source Content-Managment-System Software mit Potenzial für die Zukunft und hoher Nutzerfreundlichkeit im Web.
Wordpress wird in einer der modernsten Webprogrammierungssprachen „PHP“ (Personal Home Page )  geschrieben und benötigt daher einen Webserver zur Umsetzung sowie eine MySQL Datenbank, in welcher alle Daten und Inhalte der Website gespeichert werden.

Zur Gestaltung einer auf WordPress basierenden Website gibt es verschiedene Themes, welche kostenlos oder für eine bestimmte Summe von verschiedenen Anbietern erworben werden können.

Trotz den vorgeschriebenen Themes ist es möglich, einen Eingriff im Quellcode der Seite vorzunehmen. Dies macht WordPress vorallem für gelernte Informatiker und Webentwickler interessant und individuell.

So lässt sich aus einem vorgegebenem Theme, flexibel durch einfache Codeänderungen, der gewünschte Content der Website verändern und anpassen oder fehlenden Funktionen hinzufügen. Benutzern, die weder Informatik studiert haben noch Webentwickler sind, ist es ebenso möglich, Ergänzungen vorzunehmen, um mehr Funktionen für die eigene Website zu bekommen. Dies funktioniert durch das integrierte Plugin System, welches Benutzer möglich macht, weitere Funktionen, also vorprogrammierte Codes, in die Website einzubinden. Plugins sind wie Themes von externen Anbieter sowohl kostenfrei, als auch für eine gewisse Summe zu erhalten und können durch die Plugin Integration in die WordPress Websites eingebunden werden.

(Quelle: http://wordplus.de/was-ist-wordpress , Stand: 09.05.2016 19:32 Uhr)

Benutzerstruktur für die Schule

Ein weiteres Merkmal, welches WordPress so populär macht, ist der benutzerfreundliche Umgang und die Möglichkeit, eine Website von mehreren Personen, in unterschiedlichen Bereichen verwalten zu lassen.

Bei der Website einer Schule gibt es mehrere Benutzer, die auf die Website Zugriff erhalten und ihre Inhalte der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Hierfür bietet WordPress ein passendes Benutzersystem, welches sowohl den Schutz der Website garantiert, damit keine Bugs entstehen, programmierten Codes verändert oder gelöscht werden können und die Grundstruktur der Website bestehen bleibt.

Jeder Benutzer kann nur durch den Verwalter, auch Administrator genannt, angelegt werden und einen Zugang über seine Email Adresse erhalten. Nach der Registrierung des Nutzerzugangs auf der Website ist es dem Benutzer möglich, sein Passwort selbständig zu ändern und festzulegen, um zukünftig reibungslos die gewünschten Inhalte der Seite ändern zu können.

Das Benutzersystem sieht vor, jedem einzelnen Benutzer eine Rolle zuzuweisen. Diese Rolle legt fest, welche Rechte der Nutzer hat, Inhalte und Einstellungen an der Website zu ändern.

WordPress selbst verfügt über fünf Voreingestellte Benutzerrollen. Der Administrator erhält uneingeschränkte Rechte am Inhalt und den Einstellungen der Website, ihm ist es somit möglich neue Benutzer hinzuzufügen, Einstellungen und Themen zu ändern sowie Plugins zu installieren. Alle anderen Benutzer sind dem Administrator unterstellt, so dass der Administrator Änderungen der Nutzer rückgängig machen oder löschen kann. Bei der Website der Schule übernimmt diese Rolle derjenige der die Website erstellt hat und ein Lehrer oder eine Lehrerin, welche als Hauptverantwortliche für die Website ausgewählt wird und diese verwalten wird. Speziell für die Website der Schule wird die Benutzerrolle Autor für alle Mitwirkenden, die Inhalte einfügen oder ändern wollen, genutzt. Diese Rolle hat eine eingeschränkte Rechteverteilung. Benutzern dieser Rolle ist es möglich neue Beiträge auf der Website zu erstellen, zu veröffentlichen und zu löschen oder die vorhandenen Beiträge zu bearbeiten und zu löschen. Damit wird garantiert, dass an der Grundstruktur der Website und dem Aufbau des ausgewählten Themes nichts verändert werden kann, da dies sonst bis hin zu einem Verzeichnisfehler der Website auf dem Webserver führen kann und die Website im Internet nicht mehr vorhanden ist. Daher wird hier gezielt auf ein Benutzermodell mit zwei verschiedenen Benutzerrollen, welche unterschiedliche Rechte beinhalten, gesetzt. (Quelle: http://wordplus.de/was-ist-wordpress , Stand 09.05.2016 20:06 Uhr)

Inhalte und Editor

In WordPress liegen zwei grundlegende Inhalts-Typen vor, welche zum Einfügen des Inhalts der Website vorgefertigt sind und genutzt werden. Diese Typen nennen sich „Seiten“ und „Beiträge“. Es gibt wesentliche unterschiede zwischen Seiten und Beiträge, während Beiträge chronologisch nach Datum der Veröffentlichung auf der Startseite oder einer festgelegten Seite aufgeführt werden, so ist ein Seite statisch und wird nicht nach dem Datum aufgeführt, sondern ist in der Navigation oder Seitenleiste zu finden. (Quelle: https://de.support.wordpress.com/post-vs-page/ , Stand 10.05.2016 20:33 Uhr).

Außerdem sind Seiten von mehreren Punkten auf der Website erreichbar und der Inhalt bleibt statisch vorhanden, während sich Beiträge dynamisch verhalten und nach dem Datum sortieren. Auf der Website der Schule speziell gestaltet sich eine Navigationszeile aus verschiedenen Seiten. Diese Seiten bringen einen statischen Inhalt und stehen als Oberbegriffe für den dort veröffentlichten Inhalt. Hier wird der Vorteil genutzt, dass von jedem Punkt der Website auf die Seiten zugegriffen werden kann und der Nutzer es einfach hat sein gesuchtes zu finden. Innerhalb der Seiten wird dann der Inhalt durch Beiträge erfasst, damit durch die dynamische Inhaltsveränderung der Seiteninhalt immer aktuell bleibt. (Quelle: http://blogkiste.com/wordpress-seite-beitrag-unterschied/ , Stand 10.5.2016 20:48 Uhr)

Auf der Website der Schule soll über die neusten Ereignisse der einzelnen Fächer informiert werden. So gibt es jeweils eine statische Seite zu jedem Fach, auf welche von allen Punkten auf der Website zugegriffen werden kann, deren Inhalt in Beiträgen ausgegeben wird, damit sich das aktuellste Ereignis für den Besucher immer an oberster Stelle befindet. Die Eingabe des Inhalts erfolgt über den integrierten Webeditor namens „TinyMCE“ der im visuellem Modus oder HTML Modus vorliegt. Im visuellem Modus werden die eingegebnen Inhalte grafisch dargestellt und der Text kann durch einfache Einstellungen, welche sich hinter Schaltflächen, oberhalb des Editors befinden, visuell formatiert werden. Im HTML Modus dagegen wird die Möglichkeit geboten, direkt im Quelltext zu arbeiten und den eingegeben Text mit HTML Befehlen so zu formatieren wie der Nutzer es möchte.

WordPress-Beitrag-bearbeiten
(Quelle: http://wordplus.de/wp-content/uploads/WordPress-Beitrag-bearbeiten.png , Stand 10.05.2016 20:57 Uhr)

 

Bilder einfügen

Um die veröffentlichten Inhalte visuell zu unterstützen, bietet WordPress eine Möglichkeit Bilder in die Inhalte einzufügen. Die Bilder müssen entweder direkt über den Editor hochgeladen werden, oder über den Menüpunkt „Medien“. WordPress speichert diese dann direkt auf dem Webserver und bindet automatisch den Serverpfad des Bildes ein, damit dieses korrekt angezeigt wird. Die Auflösung wird von WordPress automatisch angepasst, damit das Bild auf der Seite korrekt angezeigt wird und die Ladezeit beim Aufrufen der Website für den Besucher nicht zu lange dauert. (Quelle: http://wordplus.de/was-ist-wordpress , Stand: 10.05.2016 21:13 Uhr)

Verwendetes Theme

Das für die Website der Schule verwendete WordPress – Theme trägt den Namen „Enfold“ und wird von Christian Budschedl bereit gestellt. Es profitiert hauptsächlich von den vielen Möglichkeiten und Variationen, die geboten werden um eine Website zu gestalten. Außerdem ist es leistungsstark für Webserver optimiert und bietet durch ständige Updates immer die neusten Sicherheitsmaßnahmen.

Aufbau der Schulwebsite

Die Website wird aus drei wesentlichen Teilen aufgebaut. Angefangen mit dem „Header“, welcher sich immer an oberster Stelle der Website anordnet und den Titel beinhaltet (hier links) so wie rechts die Navigationsleiste, welche durch Hyperlinks auf alle Inhaltsseiten der Website verlinkt. Die Navigation bildet die Überbegriffe der Themen und soll zum schnellen Zugriff des Besuchers auf gewünschte Themen beitragen. Für einzelne Navigationspunkte können Unterpunkte hinzugefügt werden, um die Bereiche zu präzisieren. Der Header ist auf allen Seiten der Website vorhanden und bietet die Möglichkeit durch einen Klick, auf die Schaltfläche des Logos (hier links), zurück auf die statische Startseite zu gelangen oder über die Navigationsleiste zu den gewünschten Themenbereichen weitergeleitet werden. Außerdem befindet sich neben der Navigationsleiste im Header eine Schaltfläche, welche durch eine Lupe gekennzeichnet ist, mit der es möglich ist, gezielte Inhalte auf der Website durch Schlagwörter zu finden. Somit bildet der Header den Orientierungspunkt des Besuchers auf der Website und bietet die Möglichkeit gezielt die gesuchten Informationen zu erlangen oder einen schnellen Überblick über die behandelten Themen zu bekommen.

header
(Quelle: http://www.smv-nbg.de , Stand: 10.05.2015 21:23 Uhr)

 

 

Der zweite Teil der Website nennt sich „Footer“ und befindet sich immer an der untersten Stelle der Website. Er dient zum Abschluss der Website und fasst noch einmal die wichtigsten Punkte der Website zusammen. Hier wurden gezielt mehrere Elemente im Footer eingesetzt. Mit dem Element „Interessante Links“ wird dem Besucher der Website eine Art Leitfaden angeboten, mit welchem er zu aktuellen Informationen, sowie den Hauptinformationen geleitet wird, welche der Betreiber der Website jedem Besucher mitteilen will, oder hilft dem Besucher an einen allgemeinen Informationspunkt der Website zu gelangen, falls er beim anschauen der Website noch nicht die gezielten Informationen gefunden hat und bis zum Ende der Website gelangt ist. Neben „Interessanten Links“ befinden sich noch einmal, wie schon oben in der Navigation, alle Hyperlinks zu den Seiten um den Besucher, wenn er am Ende einer Seite angelangt ist, weiterzuleiten auf die restlichen Seiten der Website. Neben den „Seiten“ gibt es das Element „Kategorien“ worüber auf bestimmte Beiträge zugegriffen werden, welche in Kategorien eingeordnet werden, wie zum Beispiel die einzelnen Fächer. Auch dies bietet dem Besucher einen Überblick über die auf der Website behandelten Themen und einen schnellen Zugriff auf die gewünschten Informationen. Als letztes Element befindet sich das „Archiv“ im Footer, welches dynamisch arbeitet und alle veröffentlichten Beiträge auf der Website, nach Datum in der Zeitangabe von Monaten ordnet. So kann der Besucher gezielt nach Beiträgen, Ereignissen oder Informationen mit einem bestimmten Veröffentlichungsdatum suchen. Außerdem befindet sich eine Schaltfläche mit dem Symbol eines Pfeils im Footer, mit welcher es möglich ist durch einen Klick, vom Ende zum Anfang der Seite zu gelangen, um dem Besucher einen leichten und dynamischen Umgang mit der Seite zu ermöglichen. Den Abschluss des Footers bilden die Urheberrechtsinformationen, welche darüber aussagen wer die Rechte am Aufbau und Inhalt der Website besitzt, in diesem Fall das Gymnasium Neuenbürg, und wer das bereitgestellte Theme entwickelt hat und die Rechte an diesem besitzt.

footer
(Quelle: http://www.smv-nbg.de , Stand: 09.05.2016 21:23 Uhr)

 

 

 

 

Zwischen Header und Footer bildet sich der eigentliche Inhalt der Website, der sogenannte „Content“. Im Content werden alle Informationen die auf einer Seite übermittelt werden sollen ausgegeben. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten von Anordnungen die gewählt werden können, um den Inhalt anzuzeigen. Auf der statischen Startseite der Schulwebsite besteht der Content aus verschiedenen Elementen. Eingeleitet wird er durch eine dynamische Schrift die immer das letzte Wort des Satzes ändert. Darunter befindet sich ein Bildelement der Schule um dem Besucher der Website am Anfang einen anschaulichen Inhalt zu bieten. Damit der Besucher direkt über das Thema der Website informiert wird, befindet sich unterhalb des Bildelementes eine Grundbeschreibung des Gymnasium Neuenbürg, sowie das Schulmotto welches durch drei Boxelemente ausgezeichnet wird, deren Schaltfläche einen Hyperlink enthält, über welchen man zur genauen Beschreibung des auf der Box enthaltenen Schlagwort geführt wird.

Bildschirmfoto 2016-05-11 um 20.10.17
(Quelle: http://www.smv-nbg.de , Stand: 09.05.2016 21.32 Uhr)

Diese Elemente bilden die statische Starseite die beim Aufruf der Website unter der Domain immer als erstes erscheint. Diese Seite wird auch „Homepage“ genannt.

Neben der Startseite als statische Seite befindet sich die Kontaktseite, als weitere statische Seite auf der Website welche, zwei für den Besucher, aktive Elemente enthaltet. Neben den Kontaktdaten befindet sich ein Formular in welches der Besucher direkt seine Daten und persönliche Anfrage eingeben und an den Betreiber der Website abschicken kann. So ist es auch Besuchern möglich, eine Nachricht zu hinterlassen, ohne dafür ein E-Mail Dienstprogramm auf ihrem Endgerät installiert zu haben oder die Website währenddessen verlassen zu müssen. Außerdem befindet sich auf der Kontaktseite eine „Iframe“ Einbindung von Google Maps, mit dem Standpunkt des Gymnasium Neuenbürg, welche es dem Besucher der Website möglich macht, direkt eine Route dorthin planen zu können.

Bildschirmfoto 2016-05-11 um 15.52.49
(Quelle: http://www.smv-nbg.de/kontaktanfahrt , Stand: 09.05.2016 21:35 Uhr)

 

 

 

 

 

 

 

Alle anderen Seiten der Website werden dynamisch gehalten da hier in zeitlichen Abständen immer neue Inhalte veröffentlicht werden, wie zum Beispiel die aktuellsten Neuigkeiten bei den einzelnen Fächern, und sich die Information als Beiträge nach dem neusten Veröffentlichungsdatum sortieren sollen. Dabei muss nur ein neuer Beitrag erstellt werden und im Editor, mit einem Klick, die Seite, auf der der Beitrag veröffentlicht werden soll, ausgewählt werden. Somit kann die Website durch die Autoren immer aktuell gehalten werden und erfordert keine tieferen IT Kenntnisse zum einfügen von neuem Inhalt auf dem Webserver.

Schlusswort

Mit WordPress wurde eine moderne Technik gefunden, die sowohl qualifizierte und ausgebildete Webdesigner viele Möglichkeiten bietet, die zur Ermöglichung einer individuellen Einstellung der Website führt, aber auch Nutzern ohne Vorkenntnisse schnelle und einfache Möglichkeiten bietet eine eigene Website zu erstellen und zu verwalten. Dies wird bei der Website der Schule zum nutzen gemacht. Da eine Vielzahl von Nutzern an den Inhalten der Website mitwirken werden und keine besonderen Vorkenntnisse vorhanden sein müssen. Auch die Sicherheit ist bei WordPress gegeben und wurde daher als weiterer Faktor bei der Auswahl für die Website der Schule ausgewählt, da durch die hohe Nutzung von WordPress künftige Updates mit Verbesserungen der Sicherheit kommen werden. Auch die Leistungsfähigkeit von WordPress ist an den Technischen Stand der heutigen Zeit angepasst und wird ständig verbessert. Mit einem Blick in die Zukunft stellt sich WordPress als geeignete Technik für die Website der Schule heraus, da der Umgang nicht schwer zu erlernen ist und neue Autoren leicht an der Website mitwirken können. Außerdem nimmt die allgemeine Bedeutung und Nutzung von WordPress immer mehr zu, was daran zu erkennen ist das viele Webhoster eine WordPress Seite neben dem Webserver zur Vermietung anbieten. Damit ist eine Zukunftssichere Entwicklung der Website der Schule geschaffen, welche durch künftige Updates und einfache Betreuung stets ihr modernes Design, aktuellen Inhalt, Leistungsfähigkeit und Sicherheit bewahren wird.

Wikipediaeintrag „Runway Festival“

Wikipedia

Was ist das?

Wikipedia ist ein Onlinelexikon, das am 15. Januar 2001 von Jimmy Wales gegründet wurde. Es beinhaltet weltweit 37 Millionen Artikel (Stand: Anfang 2016), die von freiwilligen Autoren in ca. 300 Sprachen verfasst wurden und jedem kostenlos zur Verfügung stehen. Das Wort Wikipedia setzt sich aus den Wörtern „Wiki“ und „Encyclopedia“, zu deutsch „Enzyklopädie“, zusammen. „Wikis sind Hypertext-Systeme für Webseiten, deren Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online im Webbrowser verändert werden können.“ (Quelle: Wikipedia; Name und Logo 10.05.16) Das Wort Enzyklopädie beschreibt ein Nachschlagewerk, das eine überschaubare Anordnung von Wissen darstellt. Wikipedia finanziert sich ausschließlich aus Spenden, die in einer jährlichen Spendensammlung eingenommen werden, an der auch große Firmen wie Google teilnehmen und verzichtet somit auf jegliche Werbung auf ihrer Internetplattform. Der Betreiber dieser Internetplattform ist die Non-Profit-Organisation  „Wikimedia Foundation“, die 2003 in San Francisco gegründet wurde und dort bis heute ihren Hauptsitz hat.

(Quellen: Wikipedia; Wikipedia 09.05.16, Wikipedia; Enzyklopädie 09.05.16)

Funktionsweise von Wikipedia

Die Wikipedia besteht aus mehreren Vereinen, die länderspezifisch arbeiten. Somit gibt es den Verein „Wikimedia Deutschland e.V.“, mit Sitz in Berlin, der speziell in Deutschland arbeitet und bei der Gründung 2004 von der Wikimedia Foundation als erste nationale Länderorganisation (Chapter) anerkannt wurde. Die Wikimedia Foundation wird von einem Kuratorium organisiert. Die Mitglieder setzen sich aus dem Gründer Jimmy Wales, drei von der Community gewählten, zwei von den „Chapter“ entsendeten und fünf mit gewissen Fähigkeiten und Kenntnissen ausgestatteten Personen zusammen. Desweiteren hat die Wikimedia Foundation knapp 100 Mitarbeiter die sich um die technische Bereitstellung, Administration der Server und letztendlich um die Bereitstellung der Leitungen, die dazu notwendig sind, kümmern. Die Server der Wikipedia sind im Hauptsitz in San Francisco untergebracht. Darüber hinaus stehen aber auch in den verschiedenen Ländern, in denen Wikipedia verfügbar ist, weitere Server, die teilweise die gleichen Daten speichern. Somit geht man sicher, dass bei einem Absturz des Hauptsystems die Daten trotzdem weiter verfügbar bleiben. Dadurch kann es sein, dass manche Artikel, die man aufruft, von San Francisco aus über die deutschen Server nach Hause zum Computer kommen.

(Quelle: Wem gehört das Internet?, Wikipedia; Wikimedia Deutschland)

Wie werde ich Autor?

Grundsätzlich kann jeder Mensch ein Autor bei Wikipedia werden, soweit er einen Internetanschluss hat. Man kann den Artikel anonym erstellen oder sich anmelden und hat dadurch beim Aufbau des Artikels Vorteile. Denn beim Erstellen wird unter zwei Methoden unterschieden:

  1. Man entschließt sich, sich anzumelden und somit der Wikipedia-Community beizutreten. Hierzu wird eine E-Mail Adresse verlangt und man kann einen Benutzername und ein Passwort festlegen. Mit dem Bestätigen einer E-mail ist man der Community beigetreten und genießt auf der Wikipedia-Plattform volle Freiheit. Der große Vorteil der Anmeldung beim Erarbeiten eines Beitrages ist der Benutzernamensraum. Hier steht der Artikel nur dem jeweiligen Autor zur Verfügung, der ihn Stück für Stück aufbauen kann. Dies eignet sich für die Erarbeitung eines Artikels über einen längeren Zeitraum. Hierbei kann man immer wieder Veränderungen am Artikel vornehmen und ihn so in Ruhe erstellen.
  2. Wenn man nur schnell einen kleinen Artikel erstellen möchte, muss man sich dazu nicht sofort anmelden, sondern kann ihn im Artikelnamensraum erstellen. Darauf haben jedoch auch andere Nutzer und Administratoren Zugriff und es kann passieren, dass der Artikel schon vor der endgültigen Fertigstellung gelöscht wird.

(Quelle: Wikipedia; neuen Artikel anlegen)

Mein Artikel

Vorbereitung

Ich hatte Wikipedia, wie wahrscheinlich viele Schüler, immer nur als Hilfe für Referate und Vorträge verwendet. Somit hatte ich auch keinerlei Ahnung, wie ich einen Artikel schreiben kann. Um mich darüber schlau zu machen, öffnete ich die Startseite von Wikipedia, in der Hoffnung, ich finde brauchbare Tipps. Ich fand jedoch nicht nur diese, sondern ganze Anleitungen zum Schreiben eines Artikels. Hierfür musste ich mehrere Schritte durchgehen:

  1. Im ersten Schritt prüfte ich meinen Artikelname, also ob für mein Thema schon ein Wikipediaeintrag existiert. Da das Runway Festival noch nicht ganz so groß und populär ist, ging ich auch nicht davon aus, dass es einen Wikipediaeintrag gibt. Um dies auch wirklich zu prüfen, gab ich den Namen in das vorgegebene Feld ein und das System suchte in der ganzen Wikipedia danach. Zur Freude meinerseits gab es keine Übereinstimmungen.
  2. Als zweiten Schritt musste ich herausfinden, ob mein Thema für die Wikipedia relevant ist. Hierzu gibt es verschiedene Kriterien, die mein Thema erfüllen sollte. Dabei überlegte ich mir besonders, dass das Runway Festival bei uns im Enzkreis schon sehr beliebt ist und es auch schon Leute aus einer weiteren Entfernung anzieht. Darum sollte es eine Informationsseite auch für diese Leute geben.
  3. Für Schritt drei sollte ich „Belege“ sammeln, also Informationen, auf denen mein Artikel beruht. Da ich jedoch selbst kein Organisator bin und auch erst einmal auf dem Runway Festival war, hatte ich nicht genug dieser Informationen für meinen Beitrag. Somit kam mein Freund Simon Leitl ins Spiel. Er ist Organisator des Runway Festivals und konnte mir alles für mich Relevante per E-mail zukommen lassen. Somit war dies die Grundlage für meinen Artikel.
  4. Nun konnte ich in Schritt vier zwischen Benutzernamensraum – hierzu musste ich mich anmelden – und Artikelnamensraum – wofür ich keine Anmeldung brauchte – auswählen. Wie schon oben begründet, entschied ich mich für eine Anmeldung und erstellte somit meinen Artikel im Benutzernamesraum.

Diese vier Schritte waren die erste Hürde, da man schon hier an einem Artikel scheitern kann. Meinerseits passte jedoch alles und ich konnte nun mit dem schreiben anfangen. Hierfür wurden mir in Schritt fünf einige Tipps gegeben und auch Links zur Verfügung gestellt, die vor allem Neulingen helfen sollen einen guten Artikel zu verfassen. Anschließend wurde ich am Seitenende auf ein Tutorial aufmerksam. Dort gab es mehrere Videos zum Erstellen eines Artikels, die mir sehr viel weiterhalfen, da ich über ein Video mehr lernen kann als über einen langen Text, den ich mir erst durchlesen muss. Somit war die Vorarbeit abgeschlossen und ich konnte mit dem Verfassen des Artikels anfangen.

(Quelle: Wikipedia; neuen Artikel anlegen)

Ausführung

Ich hatte schon eine Idee wie mein Artikel aussehen sollte, jedoch brauchte ich eine Art Schablone, an der ich mich orientieren konnte. Hierfür nahm ich zum einen das Southside Festival, das in Deutschland stattfindet und eines der größten deutschen Festivals ist, und zum anderen das Tomorrowland, wofür man bis nach Belgien reisen muss, um das größte Festival der Welt zu erleben. Somit recherchierte ich, wie diese zwei Festivals ihre Wikipediaseite gestalteten und ließ mich dadurch für meinen Artikel inspirieren. Hierfür arbeitete ich Stück für Stück die Abschnitte ab, die am Ende meinen ganzen Artikel ausmachten.

„Allgemeine Definition“

Jeder Artikel braucht am Anfang eine kurze Definition, um den Leser darüber zu informieren, was er in dem Artikel finden kann. Somit suchte ich die wichtigsten Daten über das Runway Festival und formulierte sie zu einem kurzen Einleitungssatz.

Wikipedia Definition
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Definition

Jedoch wollte ich hier nun einen anderen Wikipedieintrag in meinem Text verlinken und wusste noch nicht wie der passende Befehl hierfür ist. Nach längerem Suchen in Wikipedia, fand ich eine Tabelle die mir die wichtigsten Befehle zum Verlinken zeigte. Dadurch konnte ich auf verschiedene Wikipediaeinträge verweisen, die dem Leser helfen können, den Text besser zu verstehen. Durch diese allgemeine Definition war der Anfang gemacht und ich konnte mit weiteren Bausteinen fortsetzen.

Wikipediaeintrag Verlinken
Wie verlinke ich auf Wikipedia? (Tabelle)
„Infobox“

Wenn man Wikipediaeinträge vergleicht, fällt einem auf, dass sie alle eine ähnliche Struktur vorweisen. Eines der Merkmale eines Wikipediaeintrages ist die Infobox am rechten Seitenrand. Diese gibt auf einen Blick die wichtigsten Informationen und hilft dem Leser, sich schnell über ein Thema zu informieren. Um diese Infobox zu erstellen suchte ich auf Wikipedia um Hilfe, wurde jedoch nach intensiver Suche nicht fündig. Ich fragte technisch versierte Freunde ob sie mir weiterhelfen könnten, jedoch kennen sie Wikipedia auch nur vom Suchen bestimmter Themen und wussten nicht, wie man einen Wikipediaeintrag erstellt. Anschließend stieß ich auf eine Internetseite „Gute Frage“, auf der man eine Frage an die Community stellen kann und häufig recht schnell eine Antwort bekommt. Also versuchte ich, mein Problem so gut wie möglich zu formulieren und stellte die Frage online. Es dauerte nur wenige Stunden bis ich eine Antwort bekam.

Wikipediaeintrag GuteFrage
Frage auf GuteFrage.net gestellt

Der nette Herr, der mir antwortete, beschrieb mir sehr ausführlich, wie ich eine Infobox erstellen kann. Auf Wikipedia gibt es hundert verschiedene Vorlagen für solche Infoboxen. Ich musste nur ein wenig in den Kategorien herumsuchen, bis ich auf die Kategorie „Festival“ stieß, die mir eine perfekte Vorlage gab und ich nur noch meine Daten eintragen musste. Zusätzlich konnte man ein Bild in die Infobox einfügen, um dem Leser auch eine visuelle Ansicht zu präsentieren. Für Bilder in Wikipedia gibt es jedoch eine spezielle Seite, die „Wikimedia Commons“. Hier kann man jedes beliebige Bild hochladen und es so zum Beispiel mit in einen Artikel setzen. Hierfür verwendete ich ein Bild der Runway-Webseite und fragte zusätzlich den Organisator Simon Leitl, ob ich für dieses ausgewählte Bild Rechte benötige, um es anderweitig zu verwenden. Als Veranstalter gab er mir die Freigabe des Bildes und ich lud es auf Wikimedia Commons hoch, gab jedoch die Internetseite an, von der ich das Bild hatte. Anschließend musste ich nur noch einen schon vorgegebenen Link des Bildes an der richtigen Stelle in meinen Eintrag einfügen und schon hatte mein Artikel ein Bild. Somit war die Infobox erstellt und mein Artikel sah schon fast wie ein richtiger Wikipeidaeintrag aus.

Wikipediaeintrag Infobox
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Vorschau von Definition und Infobox
„Geschichte“

Nun wollte ich die Geschichte und Entwicklung des Runway Festivals in einem weiteren Abschnitt festhalten. Dazu benötigte ich die Informationen von Organisator Simon Leitl und musste sie nur in eine chronologische Reihenfolge setzten. Ich ließ die letzten zwei Jahre des Festivals reflektieren und gab auch schon Informationen über das kommende Festival 2016 und die weiteren Jahre. Zusätzlich gab ich Zukunftsplanungen preis, die in dieser Weise noch nicht an die Öffentlichkeit kamen, was ich jedoch vorab mit Simon Leitl abklärte. Hierbei musste ich mit keinerlei Problemen kämpfen, da es nichts zu verlinken gab.

„Gelände und Angebote“

Da das erste Festival noch im Schulhof und das zweite schon auf dem Sportgelände veranstaltet wurde, konnte ich die zwei Veranstaltungsorte und das jeweils damit verbundene Angebot auf dem Festival vergleichen. Durch die Veränderung von Technik und Bühne, die nun von einer Firma gestellt wurden, wollte ich mit einer Quellenangabe im Text darauf hinweisen, woher ich diese Informationen hatte. Zuerst musste ich mich jedoch darüber informieren, wie ich eine solche Quellenangabe einfüge. Auch hier konnten mir die Videotutorials sehr weiterhelfen. Mit einem kleinen Befehl hinter dem Geschriebenen konnte man am Seitenende drauf hinweisen. Somit wurde wieder eine kleine Hürde geschafft und ich konnte fortfahren.

„Zukunft“

Ein weiteres Mal war ich auf die Informationen von Simon Leitl angewiesen. Wenn Organisatoren jedoch über die Zukunft ihres Festival reden, denken sie oft in überdimensionaler Weise wobei man sie nur schwer bremsen kann. Aus diesem Grund konnte ich die Zukunfvorstellungen von Simon nicht direkt so ausformulieren, sondern musste realistisch denken und eine etwas abgeschwächte Fassung niederschreiben. Hierbei verwies ich auch auf die immer wachsenden Besucherzahlen und das damit verbundene Größerwerden des Festivals. Ebenso erwähnte ich weitere Verbesserungen wie z. B. bekanntere Bands. Somit war auch dieser Abschnitt geschrieben.

„Bands“

Um die Abfolge der Bands in den letzten zwei und dem kommenden Jahr festzuhalten, wählte ich die Tabelle als geeignete Darstellung. Auch hier half mir die Wikipedia mit einer geeigneten Schablone, in die ich wieder nur meine Daten eingeben musste. Nun suchte ich noch für jede einzelne Band in Wikipedia nach einem vorhandenen Eintrag, um diesen dann in meinem Artikel zu verlinken. Jedoch wurde ich erst bei dem Headliner 2016, Lance Butters, fündig, da dieser auch national bekannt ist. Somit war mein Artikel vollständig und ich konnte ihn veröffentlichen.

Wikipediaeintrag Tabelle erstellen
Wie erstelle ich eine Tabelle auf Wikipedia?
„Inhaltsverzeichnis“

Wenn man jeden Abschnitt in einer Überschrift geschrieben hat, entwickelt Wikipedia automatisch ein Inhaltsverzeichnis, mit dem man schnell von Abschnitt zu Abschnitt springen kann. Hierzu benötigte ich jedoch wieder die Hilfe der Videotutorials von Wikipedia.

Veröffentlichung

Nachdem mein Wikipediaeintrag soweit fertig war, ließ ich ihn von meiner Mutter korrekturlesen und sicherte somit ab, dass ich keine Rechtschreibfehler eingebaut hatte. Nun versuchte ich, meinen Text zu veröffentlichen, leider konnte ich dies im Benutzernamesraum nicht. Daraufhin fügte ich meinen Text in einen Artikelnamesraum ein und versuchte es dort. Nachdem es funktioniert hatte, gab ich den Veranstaltern stolz bescheid, dass ihr Festival nun einen Wikipediaeintrag besitzt. Als ich jedoch nach nur zwei Minuten erneut den Artikel öffnete, sah ich, dass er zum Löschen vorgeschlagen wurde. Darüber war ich im ersten Moment sehr enttäuscht, da ich mehrere Tage daran gearbeitet hatte. Der Grund dafür waren die niedrigen Besucherzahlen, wodurch die Wikipedia keine Relevanz sah, den Artikel freizugeben.

Wikipediaeintrag "Runway Festival": Löschvorschlag
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Löschvorschlag
Wikipediaeintrag "Runway Festival": Begründung des Löschvorschlages
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Begründung des Löschvorschlages

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich informierte mich, was ich gegen die Löschung tun könnte. Laut Wikipedia sollte ich unter die Begründung meinen Einspruch mit Gegenbegründung schreiben. Als ich dies getan hatte – nur fünf Minuten nach Löschvorschlag – war der Artikel jedoch schon ganz gelöscht und selbst in meinem Benutzernamensraum konnte ich ihn nicht mehr finden. Somit sind die Screenshot in diesem Beitrag von meinem aller ersten Entwurf des Artikels, da ich diesen mit dokumentierte. Der komplette Artikel ist zusätzlich noch im Anhang mitgeführt. Geschockt suchte ich nach einer anderen Möglichkeit, mich an Wikipedia zu wenden, um doch noch Einspruch einlegen zu können. Auf meiner Diskussionsseite wurde mir detailiert erklärt, wie ich dies machen konnte. Bei Wikipedia gibt es eine Löschprüfungsseite, auf der man viel gelöschte Artikel der letzten zwei Monate mit der jeweiligen Diskussion zwischen Autor und Wikipedia sehen kann. Hier fand ich auch meinen Artikel und brachte zügig meine Argumente für eine Veröffentlichung vor: „Da man davon ausgehen kann, dass die Besucherzahlen dieses und die kommenden Jahre stetig steigen werden, finde ich, ist der Artikel relevant, vorallem für die Menschen, die nicht in der Region wohnen und sich darüber informieren wollen.“ Am nächsten Tag kam schon die Antwort: „Möglich, aber die Community fängt erst an, über Relevanz zu diskutieren, wenn es sich (neben anderen Kriterien) bei den Besucherzahlen den 10.000 p.a. nähert (siehe Wikipedia:Relevanzkriterien#Musikfestivals) und da ist Dein Gymnasium mit 350-500 noch ein Stückchen weg. Bzgl. des Informationsarguments: Eine Enzyklopädie ist kein Veranstaltungskalender. Daher insgesamt: abgelehnt“. Bei meiner Überprüfung der Relevanzkriterien wurde mir nur die allgemeine Seite gezeigt und ich beachtete nicht, dass es für Musikfestivals eine spezielle Seite gibt. Somit ist mein Eintrag ein für alle mal gelöscht.

Fazit

Allgemein kann man sagen, dass die Wikipedia den Autoren und vorallem den neuen Autoren sehr viel Hilfe beim Erstellen eines Artikels leistet. Zum einen gibt sie eine sehr genaue Anleitung zum Erstellungsverfahren und hilft so, die Orientierung zu finden. Darüberhinaus gibt sie Tipps, die bei speziellen Fällen helfen können. Jedoch kommt man manchmal an die Hilfen nur über Umwege. Somit konnte ich diese nicht immer finden und musste auf anderen Internetseiten um Hilfe fragen.

Zu Beginn des Erstellens, wurde immer wieder betont, man solle Mut haben einen Artikel zu schreiben und auch nach einer schnellen Löschung nicht gleich aufgeben, sondern weiter am Ball bleiben. Wenn ich jedoch meinen Fall betrachte, bin ich nun sehr ängstlich, was das Schreiben eines Wikipediaeintrages angeht und habe auch keine Motivation mehr, es weiter zu versuchen, dass mein Eintrag vielleicht doch genommen wird. Klar kann ich nichts an den momentanen Besucherzahlen des Runway Festivals tun; da müsste ich noch ein paar Jahre warten, um den Artikel mit den verlangten Besucherzahlen veröffentlichen zu können. Jedoch hatte ich keinerlei Zeit noch Raum mit der Wikipedia richtig Kontakt aufzunehmen und mich zu der Löschung zu äußern, da der Beitrag schon nach weniger als zehn Minuten gelöscht wurde. Diese Art habe ich zusätzlich bei anderen Artikeln, die gelöscht wurden, feststellen können, wobei sich andere Autoren ebenfalls bei Wikipedia beschwerten, man habe keine Zeit vernünftig auf den Löschvorschlag zu reagieren und somit keinerlei Diskussionsmöglichkeit. Klar kann man auf der Löschprüfungsseite Einspruch einlegen und auch teilweise mit Administratoren der Wikipedia diskutieren, jedoch ist es in diesem Fall sehr schwer, dass ein schon gelöschter Artikel doch wieder veröffentlicht wird, da sich die Administratoren ihrer Sache sehr sicher sind. Zusätzlich braucht man als Autor ein starkes Selbstbewusstsein, da man meistens recht schnell und recht hart abgewiesen wird und man darauf auch kontern sollte. Wobei man nicht gleich aufgeben sollte, sondern seinen Standpunkt vertreten und somit um die Veröffentlichung kämpfen sollte. Wie schon erwähnt, fand ich die Begründung zum Löschantrag sehr ruppig und unvorsichtig. Mir ist jedoch auch klar, dass die Administratoren täglich sehr viel um die Ohren haben und somit nicht immer mit reinster Vorsicht eine solche Begründung schreiben. Dann jedoch auf meine höfliche Bitte, dem Artikel bzw. dem Runway Festival noch einmal eine Chance zu geben, so unsanft zu antworten, finde ich nicht angemessen, da der Tonfall und die Ausdrucksweise falsch gewählt wurden. Immerhin bin ich ein neuer Autor der frisch in die Wikipedia eingestiegen ist. Ich will hier jedoch niemandem Angst machen, einen Artikel zu schreiben, da dies eine neue Erfahrung ist und man viel Neues dazu lernt. Jedoch sollte man, wie ich nun weiß, sehr auf die Relevanz achten. Desweiteren kann man mit einen schon etwas erfahrenen Autor über die speziell eingerichtete Mentorenseite zusammenarbeiten, der spezielle Tipps gibt und den Autor auch nach einem gelöschten Artikel aufbaut. Diese Hilfe habe ich nicht in Anspruch genommen, da ich nicht vor hatte, weitere Artikel in Wikipedia zu veröffentlichen. Jedoch versuche ich in ein paar Jahren, wenn das Festival die benötigten Besucherzahlen erreicht hat, einen neuen Artikel zu verfassen und es erneut ausprobieren. Trotz meiner Erfahrungen mit Wikipedia möchte ich jeden kommenden Autor motivieren einen Beitrag zu verfassen, da ein solches System nie ohne Menschen funktionieren würde, die den Mut und das Talent haben einen perfekten Eintrag zu schreiben und veröffentlichen. Allgemein finde ich Wikipedia eine richtig gute Sache. Nicht nur für Präsentationen oder Vorträge gibt sie genaue und geprüfte Informationen, sondern fördert auch Autoren auf der ganzen Welt, sich auf Wikipedia zu entfalten und Artikel zu erstellen.

 

 

 

Darknet und Deepweb

Was ist das Darknet und Deep Web?

Darknet

Darknets bestehen aus Peer-to-Peer Netzwerken (jeder PC ist gleichberechtigt), in denen private PCs miteinander verknüpft sind und verschlüsselte Daten austauschen. Jeder PC kann dabei Daten abrufen, veröffentlichen und weiterleiten. Anders als im Surfaceweb laufen die Daten nicht über einen zentralen Server. Peer-to-Peer Netzwerke verschaffen den Nutzern in Darknets zum Großteil Anonymität. Da, anders als bei herkömmlichen Netzwerken, keine IP-Adresse bei Datentransaktionen mitgeliefert wird. Dieses Prinzip der Anonymität wird durch das Nutzen von Pseudonymen verstärkt. Um die Anonymität zu wahren werden Darknets meist nur von wenigen Nutzern genutzt. Natürlich gibt es auch Darknets mit vielen Nutzern, doch grundsätzlich gilt: je weniger Nutzer ein Darknet hat, desto sicherer ist es.

„Wir sind überzeugt, dass Darknets wesentlich weiter verbreitet wären, wenn die Einstiegshürden wie Download, Installation und Konfiguration der Software nicht existierten“, sagt Billy Hoffman.
Wären Darknets also einem größeren Personenkreis zugänglich, würden sich laut Hoffman auch schnell legale Anwendungszwecke finden lassen.

Wir können dem Zitat von Billy Hoffman nicht vollständig zustimmen. Denn wenn Darknets in größeren Personenkreisen zugänglich werden, geht das Prinzip der Anonymität verloren. Sollten sich mehrere Personen für die Darknets interessieren, so würde die Leistungsfähigkeit der Netzwerke weiter abnehmen, da es ausschließlich über private PCs gestützt wird. Um die enormen Datenmengen zu verarbeiten bräuchte man zentrale Server und Datenbanken. Durch die vergrößerte Popularität wäre es auch zunehmend bei großen Unternehmen von Interesse, wodurch mit der Zeit Werbung und Kontrolle entstehen würde. Die Darknets würden ihren vorgesehenen Zweck nicht mehr erfüllen, sondern zu weiteren Surface Webs mutieren.

Das Darknet wurde gegründet für militärische Gefahrenabwehr und um Menschen in Ländern, welche von Zensur geprägt sind, eine Möglichkeit zu bieten, das Internet frei zu nutzen.  Für diese haben auch bekannte Soziale Netzwerke Seiten im Darknet. (Facebook)

Deep Web

Anders als das Darknet ist das Deep Web kein anonymes Netzwerk, sondern es beinhaltet Seiten und Daten, welche über herkömmliche Suchmaschinen nicht gefunden werden können. Es besteht zum Großteil aus Datenbanken und Webseiten, welche nicht frei zugänglich sind oder nicht frei zugänglich sein sollen. Viele Organisationen nutzen das Deep Web um sicher Daten zu übertragen. Darunter Geheimdienste, Banken und Kundenbereiche von Webseiten wie Amazon etc.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Web

Wir haben uns entschieden einen Blogbeitrag und ein YouTube Video über das Darknet und Deep Web zu erstellen, da es ein wichtiger Bestandteil des Internets ist und über dieses Thema bei den meisten Menschen nur missverständliches Halbwissen oder Nichtwissen vorhanden ist.


Wir wollen mit unserem Beitrag Fragen und Missverständnisse klären. Dazu wollen wir zeigen, welches Potenzial das Darknet und Deep Web bietet. Aber wir möchten auch die Gefahren und Risiken nicht unerwähnt lassen. Zudem haben wir Kontakte zu Personen, welche sich im Darknet/Deep Web bewegen, welche die enorme Vielseitigkeit der Möglichkeiten nutzen. Der Ursprung dieser vielen Möglichkeiten liegt in der immensen Größe des Deep Webs, welches 400-550 mal größer als das Surfaceweb ist.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Darknet

11.05.2016 http://blog.neon.de/2013/11/der-weg-ins-darknet/

11.05.2016 http://www.chip.de/artikel/Darknet-Der-Zugang-ins-Deep-Web_63227067.html

TOR-Browser

Um das Darknet zu nutzen gibt es mehrere Browsermöglichkeiten, jedoch haben wir unseren Fokus nur auf den bekanntesten Browser gelegt. Der sogenannte TOR-Browser ( The Onion Router) ist fähig die kryptischen URLs zu öffnen. Mit einem Standartbrowser ist es nicht möglich die Seiten zu öffnen, da sie die unbekannte Domain „.Onion“ beinhalten.

Den TOR-Browser kann man über das Surfaceweb downloaden. TOR verschleiert die eigene Identität und verhindert, dass der Nutzer anhand seiner IP Adresse zurück verfolgt werden kann. Dies schafft der TOR-Browser indem er eine Liste von nutzbaren TOR-Knoten herunterlädt. Weltweit gibt es über 4000 Knotenpunkte. Durch diese Knoten soll Anonymität und eine gute Verbindungsmöglichkeit entstehen. Bei der Verbindung zum Netzwerk wird eine zufällige Route über drei TOR-Knoten aufgebaut. Die Datenpakete werden verschlüsselt über die TOR-Knoten zum Exit-Knoten weitergeleitet. Die Route wird alle 10 Minuten geändert (vgl. hier). Allerdings bringt der TOR Browser auch einen Nachteil mit sich. Die Verbindungsgeschwindigkeit verringert sich durch die ausschließliche Nutzung von privaten PCs.

Wer mehr über die Funktionsweise des TOR Browsers auf technischer Basis erfahren möchte, findet hier mehr.

Nachdem man den TOR (Browser installiert hat folgt nun die Frage wie man sich im Darknet bewegt. Da man nicht die Möglichkeit hat wie im Clearweb Standartsuchmaschinen zu nutzen ist man auf die Hilfe von Linksammlungen oder spezielle Suchmaschinen, wie DuckDuckgo oder Torch, angewiesen. Wer sich sicher im Darknet bewegen möchte sollte sich an drei Grundregeln halten:

  • Vertraut niemandem im Darknet
  • Klebt eure Webcam ab
  • Downloadet keine Dateien oder Softwares

Bitcoin – Das Zahlungsmittel des Darknet

Ist man erstmal im Darknet, gibt es fast endlos Möglichkeiten. Jedoch muss man aufpassen, denn es werden viele illegale Dinge angeboten. Um Dinge im Darknet zu erwerben benötigt man den sogenannten Bitcoin.

Bitcoin
Bitcoin

Der Bitcoin fungiert im Darknet als Währung und sicheres Zahlungsmittel. Der Marktwert eines Bitcoins wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Bitcoin wurde von einem Japaner entwickelt und 2008 das erste Mal in einem Forum beschrieben. Die ersten 50 Bitcoins wurden Anfang 2009 erschaffen. Das Bitcoin-Prinzip ähnelt der Zahlungsmethode PayPal. Anders als beim normalen Bankverkehr werden beim Bitcoin-System keine zentralen Datenbanken als Zwischenstation genutzt. Um Bitcoins zu nutzen wird kein spezielles Programm benötigt, da jeder  im Internet Bitcoins kaufen kann. Der Handel mit Bitcoins ist nicht illegal. Alternativ kann man auch über mobile Geräte mit Bitcoins handeln. Dadurch kann man länderübergreifend bezahlen ohne eine Wechselgebühr zu bezahlen. Man benötigt nur eine Internetverbindung.

Auch außerhalb des Darknets können Bitcoins zur Bezahlung genutzt werden. Beispielsweise akzeptieren manche Geschäfte oder Hotels die Bezahlung durch Bitcoins. Diese werden nicht durch Firmen oder Server verwaltet. Dies ist ein Vorteil, da keine Speicher benötigt werden, wie bei Bargeld. Außerdem sind Bitcoins fälschungssicher und die Bezahlung ist schnell und anonym abgeschlossen. Die Zahlungsmethode ist vor einer Inflation geschützt, da es nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins geben wird. Jedoch gibt es auch Nachteile von Bitcoins, beispielsweise können sie gestohlen werden oder verloren gehen. Da die Bitcoins auf dem Computer oder einem mobilen Gerät gespeichert werden, kann es sein, dass die Bitcoins verloren gehen wenn der Computer oder das mobile Gerät kaputt geht. Außerdem kann es eine Deflation geben, was passiert wenn die Nachfrage geringer ist als das Angebot, da der Bitcoins-Kurs sehr stark schwankt. In Deutschland werden Bitcoins von nur rund 100 Geschäften akzeptiert.

Auch wenn Bitcoins legal sind, ist nicht alles was im Darknet geschieht legal.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin

Grundsätze – Rechtliches

Grundsätzlich gilt: Nur schauen nicht anfassen.

Jeder darf sich legal Im Darknet/Deep Web bewegen. So darf man sich auch auf Websites auf denen Drogen zum Verkauf angeboten werden umsehen. Allerdings dürfen keinerlei Drogen oder Ähnliches gekauft oder verkauft werden. Anders sieht es bei Seiten auf denen sich kinderpornographisches Material befindet aus. Dort kann man nur für den Besuch zur Rechenschaft gezogen werden. Denn in Deutschland gilt, der Besitz bestimmter Daten, wie z.B. Kinderpornographischer Materialien, auch unbewusst, als Straftat. Man kann bei falschen TOR-Browser Einstellungen leicht zu einem Mittäter krimineller Machenschaften werden. Da das Darknet so konzipiert ist, dass die Daten über viele PCs geschleust werden, kann man nicht mehr verfolgen was über den eigenen PC weitergeleitet wurde. Durch diesen Aufbau können auch leicht Viren oder Trojaner verbreitet werden. Jedoch ist das Verbreiten von Viren nicht so häufig wie andere illegale Geschäfte. Die verbreitetsten Bereiche decken folgenden Beispiele ab.

  • Händler (Drogen, Waffen, Menschen, Accounts)
  • Fälscher (Geld, Papiere, Spiele, Markenprodukte)
  • Pornographie (Kinder, Gewalt)
  • Illegaler Download von Raubkopien
Eines der größten illegalen Geschäfte ist das Downloaden von Musik und Filmen. Viele „normale Internetnutzer“ downloaden Filme und Musik im Darknet, da sie ein kleineres Risiko darin sehen erwischt zu werden. Doch man darf das illegale downloaden von Filmen und Musik nicht unterschätzen, da der Film- und Musikindustrie Millionen von Euro verloren gehen. Deswegen gibt es auch oftmals sehr hohe Strafen für das illegale downloaden von urheberrechtlich geschützten Filmen und Musik. Jedoch haben die meisten von ihnen kein Interesse an Auftragsmördern, Geldwäsche, Pornographie oder Drogengeschäften.
Shiny Flakes – Der Drogenshop im Kinderzimmer
Einer der bekanntesten Onlinedrogenhändlern im Darknet war Maximilian S.(auch bekannt als Shiny Flakes). Er verkaufte mehrere Jahre von seinem Elternhaus  etwa 1000 Kilogramm verschiedenster Drogen. Die Polizei observierte Maximilian S. über einen längeren Zeitraum und verhaftete ihn als er sich mit seinem Drogenlieferant unweit von seiner Wohnung traf. Die Polizei fand in der Wohnung, in der Maximilian zusammen mit seiner Mutter lebte, 320 Kilogramm Drogen im Wert von ca. 4.1 Millionen €, 48.000€ Bargeld und über 1.100 Bitcoins.


Fund der Polizei bei Maximilian S./ Bild von Theresa Locker
Fund der Polizei bei Maximilian S.

Shiny Flakes verschickte die Drogen vakuum verpackt in Briefen und Paketen. Maximilian S. nutze für seine Drogengeschäfte immer wieder Packstationen. Durch diese Packstationen kam die Polizei im auf die Schliche. Nachdem die Polizei den 20- jährigen verhaftet hatte, wurde die Internetseite geschlossen und von der Polizei bearbeitet.

Bild von Der Polizei auf Shiny Flakes Seite/ Bild von Theresa Locker/ Schriftliche Zustimmung für die Nutzung der Bilder liegt vor
Bild von der Polizei auf Shiny Flakes Seite

Jedoch ist der Polizei unbekannt wie viel Geld Maximilian S. tatsächlich verdient/ umgesetzt hat und wo sich das Geld befindet.

Ein andere Drogendealer, der Shiny kannte, sagt in einem Interview:

„Die Polizei kann hunderte Fehler machen“, „Aber wenn ich als Händler einen Fehler mache, dann ist das tödlich.“

Die Staatsanwaltschaft Leipzig verurteilte den 20- jährigen zu einer 7- jährigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung.

11.05.2016 http://motherboard.vice.com/de/read/der-aufstieg-und-fall-von-shiny-flakes

Aber das Darknet bietet nicht nur illegale Inhalte an, sondern auch Vorteile gegenüber dem Surfaceweb.

  • Anonymität
  • Kaum Werbung/Spam
  • Normale Internetseiten können auch genutzt werden
  • Kritische Beiträge auf Enthüllungsplattformen bleiben anonym

Für Seiten wie Wikileaks bietet das Darknet einen großen Vorteil. Dort können Autoren weltweit anonym Beiträge veröffentlichen, ihre Meinung frei äußern. Oder auch verschlüsselte Daten austauschen. Durch solche Informationen, die durch so genannte Whistleblower wie Eduard Snowden an Journalisten oder oppositionelle Gruppen weitergeleitet werden, ist es möglich totalitäre Regime und Diktatoren zu stürzen.  Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür sind die Aufstände, Proteste und Revolutionen des arabischen Frühlings.

11.05.2016 http://www.bpb.de/internationales/afrika/arabischer-fruehling/

Doch nicht nur Seiten wie Wikileaks tragen zu solchen Ereignissen bei, auch Foren spielen im Darknet ein große Rolle.

Foren – Fluch und Segen zugleich

Einerseits bieten Foren Hilfe für alle möglichen Bereiche an (z.B. Computerhilfe, Rechtshilfe oder Anleitungen/ Tutorials zu fast allem). Foren bieten aber auch Diskussionsraum über Freiheit, Religion oder Erfahrungen. Solche Foren findet man auch im Surfaceweb, jedoch kann man in Zensurländern auf bestimmte Webseiten oder Foren nicht zugreifen. Dafür wird das Darknet benötigt. Denn das TOR-Netzwerk kann nicht nur Anonymität schaffen, sondern auch in Zensurländern Sperren von Foren und Webseiten umgehen (siehe oben). Pseudonyme verstärken die Anonymität bei Nutzung von Foren unter Verwendung des TOR-Netzwerks.

Jedoch bieten solche Foren in Darknets gefährliche Nachteile. Denn dort können auch psychisch Kranke oder geistig gestörte Leute ihre gemeinsamen Gedanken und Vorstellungen teilen und ausleben. Es bestehen Foren, auf denen Menschen andere suchen um sich verspeisen zu lassen oder um Rezepte für Kannibalismus auszutauschen. Nutzer des Darknets können zufällig auf solche Foren stoßen, da sie nicht durch den Namen identifizierbar sind. So könnte man denken, dass es sich bei dem Forum Chefkoch.onion um eine normales Kochforum handelt… allerdings werden dort Rezepte für die Zubereitung von Menschenfleisch angeboten. Andere abartige Foren wären solche, in denen man Tipps zum Morden ohne rechtliche Konsequenzen bekommt oder auch sogenannte Schwarzmarkt-Foren, wo die User Snufffilme, Sexsklavinnen, Körperteile/Organe, exotische Tierarten etc. kaufen oder selber anbieten können.

Wir haben ein Interview mit einer Person geführt, die sich in den verschieden Bereichen des Deep Webs auskennt und dort auch sehr aktiv war.

Bei unsere Recherche trafen wir in einem Forum im Darknet einen Mann, der sich viel mit dem Darknet und Deep Web beschäftigt hat. Wir fragten ihn, ob er bereit wäre uns ein paar Fragen zu unserem Thema zu beantworten. Nach kurzem Zögern willigte er ein. Jedoch wollte er anonym bleiben. Wir nannten ihn Paul.

Wir:“ Wieso hast du dich mit dem Darknet/Deep Web beschäftigt?“

Paul: „Ich wurde durch YouTube und den dadurch entstanden Hype darauf aufmerksam. Es hat mich interessiert und deswegen haben ich mir den TOR-Browser installirt und mich dort ein wenig umgesehen. Ich war so fasziniert, dass ich immer mehr Zeit im Darknet/Deep Web verbrachte“.

Wir: „Wie hast du dich im Darknet/Deep Web bewegt bzw. neue Inhalte entdeckt?“

Paul: „Durch Thehiddenwiki.org und durch geteilte Links in Foren.“

Wir: „Auf was für Seiten hast du dich bewegt?“

Paul: „Zuerst haben ich die verschieden Seiten aus den Foren angeschaut. Darunter waren Seiten mit Drogen, Waffen und anderen illegalen Machenschaften. Anfangs war ich fasziniert von den illegalen Angeboten, von denen man im Surfaceweb nicht viel mitbekommt. Jedoch habe ich mich schnell an die verschieden illegalen Seiten gewöhnt und es wurde immer mehr zur Gewohnheit.“

Wir: „Hat das Deep Web seine Faszination für dich verloren, nachdem es zur Gewohnheit geworden ist?“

Paul: „Nein. Im Gegenteil. Ich versuchte immer weiter in tiefere, für mich neue Bereiche vorzudringen.“

Wir: „Was hast du in den neuen Bereichen getan?“

Paul: „Ich wurde zum stillen Betrachter und beobachtete diverse Forengespräche. Die dort geführten Gespräche schockierten mich teilweise. Dort traf ich auf viele Pädophile, welche oftmals Kinderpornografisches Material anboten. Ich wollte mit solchen Leuten nichts zutun haben. Deswegen haben ich mich auf Foren über Drogen, Waffen und gefälschte Kreditkarten fixiert.“

Wir: „Warst du in diesen Foren auch nur als stiller Betrachter aktiv?“

Paul: „Nein.“

Wir: „Hast du etwas auf diesen Seiten gekauft?“

Paul: „Waffen haben ich keine erworben. Jedoch haben ich mehrmals Drogen und Kreditkarten gekauft.“

Wir: „Hattest du keine Angst, dass du erwischt werden könntest ?“

Paul: „Anfangs schon, aber mit der Zeit legte sich die Angst und es wurde fast wie normales Onlineshopping.“

Wir: „Also wurdest du nicht erwischt?“

Paul: „Doch. Denn durch die Routine wurde ich unvorsichtig.“

Wir: „Wie wurdest du erwischt?“

Paul: „Ein Paket, welches ich auf einer Drogenseite gekauft hatte, wurde von der Polizei abgefangen. Daraufhin wurde ich bei der Polizei vorgeladen und angeklagt.“

Wir: „Was war die Strafe für den Drogenkauf?“

Paul: „Da die Polizei nichts von den anderen Bestellungen wusste, bekam ich nur Sozialstunden, da es nur eine kleine Drogenbestellung war.“

Wir: „Hast du danach noch weitere Bestellungen getätigt? Oder dich weiterhin mit dem Deep Web beschäftig?“

Leider haben wir keine Antworte auf die Frage erhalten. Auch auf weitere Nachrichten haben wir keine Antworten erhalten.

Deep Web – Das verschlossene Web

Das Deep Web besteht zum größten Teil aus verschlossen Webseiten und Fachdatenbanken, welche für Nutzer nicht zugänglich sind. Man kann diese auch nicht über reguläre Suchmaschinen finden, da die Seiten nicht ausreichend genug im World Wide Web verzeichnet sind. Um Inhalte wie z.B. Shoppingportale, Videos, Spiele oder ähnliches im Internet zu finden benötigt man Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo. Alle Inhalte, die die Suchmaschinen nicht finden können, sind Teil des Deep Webs. Auch das Darknet ist ein kleiner Teil des Deep Webs.

Die genaue Größe des Deep Web ist nicht bekannt, es gibt nur grobe Schätzungen. Die Datenmenge der 60. größten Deep Web,Seiten bezieht sich auf ca. 7500 Terabyte an Informationen, das Surface Web dagegen besteht nur aus ca. 170 Terabyte. Die komplette Größe des Deep Web bezieht sich nach Schätzungen auf ca. 91850 Terabyte (Stand 2003). Kein andere Teil des Webs wächst schneller als das Deep Web aufgrund, der Existenz fünf verschiedener Level des Deep Webs. (Laut Sherman & Price)

11.05.2016 https://www.ideals.illinois.edu/bitstream/handle/2142/8528/librarytrendsv52i2h_opt.pdf

Opaque Web (engl. für undurchsichtig)

„Sind Webseiten, die indexiert werden könnten, zurzeit aber aus Gründen der technischen Leistungsfähigkeit oder Aufwand-Nutzen-Relation nicht indexiert werden (Suchtiefe, Besuchsfrequenz)“.

Private Web

beschreibt Webseiten, die indexiert werden könnten, aber auf Grund von Zugangsbeschränkungen des Webmasters nicht indexiert werden. Dies können Webseiten im Intranet (interne Webseiten) sein, aber auch passwortgeschützte Daten (Registrierung und evtl. Passwort und Login), Zugang nur für bestimmte IP-Adressen“.

Proprietary Web

„Sind Webseiten gemeint, die indexiert werden könnten, allerdings nur nach Anerkennung einer Nutzungsbedingung oder durch die Eingabe eines Passwortes zugänglich sind (kostenlos oder kostenpflichtig).

Derartige Webseiten sind üblicherweise erst nach einer Identifizierung abrufbar“.

Invisible Web

„Unter das Invisible Web fallen Webseiten, die rein technisch gesehen indexiert werden könnten, jedoch aus kaufmännischen oder strategischen Gründen nicht indexiert werden – wie zum Beispiel Datenbanken mit einem Webformular“.

Truly Invisibile Web

„Mit Truly Invisible Web werden Webseiten bezeichnet, die aus technischen Gründen (noch) nicht indexiert werden können. Das können Datenbankformate sein, die vor dem WWW entstanden sind (einige Hosts), Dokumente, die nicht direkt im Browser angezeigt werden können, Nicht-Standardformate (zum Beispiel Flash), genauso wie Dateiformate, die aufgrund ihrer Komplexität nicht erfasst werden können (Grafikformate). Dazu kommen komprimierte Daten oder Webseiten, die nur über eine Benutzernavigation, die Grafiken (Image Maps) oder Skripte (Frames) benutzt, zu bedienen sind.“

Da das Deep Web nicht mit „normalen“ Mitteln durchsuchbar ist, und nur wenige wissen was es im Deep Web alles gibt konnten wir leider nicht mehr Informationen dazu heraus finden. Es gibt schlicht und ergreifend nicht mehr was es auf einfachen Wegen zu erfahren gibt. Wie und woher soll man auch zuverlässige Informationen über Seiten finden, die mit Geheimdienstakten etc. auf einer Wellenlänge sind?

11.05.2016 http://www.chip.de/artikel/Darknet-Der-Zugang-ins-Deep-Web_63227067.html

Unsere Erfahrungen während der Seminararbeit

Als Cedrik und ich begannen uns über die Seminararbeit zu informieren wurde uns sofort klar, dass die Informationsbeschaffung schwierig wird, da unser Thema das Dark Net beziehungsweise das Deep Web sowieso ein eher verschlossenes Thema ist. Besonders das Deep Web beschaffte uns Schwierigkeiten, da niemand so genau weiß, was es beinhaltet und wer es alles nutzt etc. Die Arbeit mit der Plattform WordPress war anfangs ebenfalls eher undurchsichtig und wir mussten uns dort erst einmal rein arbeiten, bis wir alle Funktionen raus hatten, die wir benötigten. Auch unsere Präsentation mit Prezi als YouTube Video zu gestalten, war schwierig und sehr zeitaufwendig, da wir uns davor nie mit YouTube beschäftigten, dort nur Videos schauten und keine selbst erstellten. Die Arbeit mit dem Deep Web und dem Dark Net war einerseits faszinierend für uns, da man auf interessanten Seiten war, um sich dort sein eigenes Bild vom dem ganzen Geschehen zu machen. Andererseits war es aber auch schockierend, was es dort für Foren und an sich gestörte Menschen gab, die dort ihre Taten und Fantasien Preis gaben. Während man etwas las über die Freiheit in Deutschland, konnte man einen Klick weiter Gespräche von Pädophilen mitlesen, die sich über ihre Erfahrungen mit Kindern austauschten. Jeder der vor hat, sich sein eigenes Bild vom Darknet oder vom Deep Web zu machen, sollte sich darüber im Klaren sein, was sich dort befindet. Selbst „Hartgesottene“ können dort verstört werden. Wir beide (Moritz, Cedrik) lernten viel neues über das Darknet und das Deep Web. Wir waren uns beide nicht über die gewaltigen Ausmaße des Deep Webs bewusst und dass man wirklich hohe Fähigkeiten benötigt um dorthin zu gelangen.  Das Deep Web wird weiter wachsen und noch immensere Größen annehmen. Es wird noch mehr Möglichkeiten geben, was man dort tun kann und die vorherrschende Kriminalität wird nicht sinken. Wir hoffen wir konnten euer Wissen erweitern und eventuelle Missverständnisse klären. Das Darknet ist sehr nützlich aber auch sehr gestört, wie wir euch in unserem Blogbeitrag erläutert haben. Wer sich für dieses Thema interessiert hat, kann sich sehr gerne selbst auf die Reise ins Deep Web begeben, weitere YouTube-Videos schauen oder sich in Foren informieren.

Wer sich nochmal den Beitrag als Präsentation anschauen möchte findet hier unserer Präsentation.

Danke fürs lesen unseres Blogbeitrags 🙂

Das Darknet ist das Internet, vor dem unsere Eltern uns gewarnt haben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

 

1 Einleitung

2 Hauptteil

         2.1 Warum eine Internetseite?

2.2 Welchen Anbieter nutzen wir zum erstellen unserer Internetseite und warum?

         2.3 Was gilt es beim Erstellen einer Internetseite zu beachten?

         2.4 Die Inhalte der Internetseite – Grundsätze Ernährung

           2.4.1 Kohlenhydrate

           2.4.2 Eiweiße

           2.4.3 Fette

           2.4.4 Mineralstoffe

           2.4.5 Spurenelemente

         2.5 Die Inhalte der Internetseite – Grundsätze Sport

           2.5.1 Was will ich trainieren?

2.5.2 Sport hilft auch gegen Krankheiten

2.5.3 Zum Sport gehört das Dehnen

2.5.4 Gibt es das richtige Training für mich?

3 Schlussteil

 

1 Einleitung

Wir, Samuel Kunrath und Tim Essig, haben uns dazu entschieden, eine Internetseite mit dem Inhalt Ernährung und Fitness zu erstellen. Dies hatte  hauptsächlich zwei Gründe: einerseits hat uns interessiert, wie man eine Internetseite erstellt, was dabei zu beachten ist und wie viele Personen man damit erreichen kann, andererseits interessieren uns die Themen Ernährung und Fitness sehr, da sie unserer Meinung nach die Grundlage für ein gesundes und ausgewogenes Leben sind. Vielen Menschen fehlt einfach das Wissen in diesen Themenbereichen. Da möchten wir Abhilfe schaffen.

Ziel unserer Arbeit ist es, so viele Menschen wie möglich mit unserer Website zu erreichen und sie dadurch zu einem gesünderen Leben zu bewegen. Unsere Website soll durch knappe Texte einen groben Überblick geben, womit sie natürlich eher für Anfänger gedacht ist. Zudem werden Übungen gezeigt, die jeder nachmachen kann, ohne Geld für eine Fitnessclub-Mitgliedschaft oder Geräte ausgeben zu müssen.

In dieser Arbeit soll zudem thematisiert werden, warum wir uns dafür entscheiden haben, eine Internetseite zu erstellen und nicht zum Beispiel eine Facebookseite oder einen Youtube-Kanal. Nachdem diese Frage geklärt ist, wird genauer erläutert, für welchen Anbieter wir uns entschieden haben, um unserer Internetseite zu erstellen und aus welchen Gründen. Anschließend wird beschrieben, was es zu beachten gilt, wenn man eine Internetseite erstellt. Nachdem diese Fragen geklärt sind, werden die Inhalte der Internetseite erläutert.

Am Ende gibt es natürlich noch, wie üblich, ein kurzes Fazit.

2 Hauptteil

2.1 Warum eine Internetseite?

Warum erstellen wir, um Wissen über Ernährung und Fitness zu verbreiten, eine Internetseite? Es gibt viele andere Möglichkeiten in Zeiten des Internets eine große Menge Menschen zu erreichen.

Eine Möglichkeit ist das Erstellen einer Facebookseite. Es gibt allerdings einige Gründe, warum wir uns dagegen entschieden haben. Diese möchten wir im Folgenden etwas genauer erläutern.

Der erste und nicht unwichtige Punkt ist, dass eine Anmeldung bei Facebook erforderlich ist, sowohl wenn man eine Seite erstellen will, als auch wenn man sie “nutzen” möchte. Facebook gibt an, 1,49 Milliarden aktive monafacebook-1138515_640tliche Nutzer (Stand 2015) zu haben. In Deutschland nutzten im Januar 2016 rund 27 Millionen Menschen Facebook¹. Wie viele dieser Personen Facebook aber auch tatsächlich aktiv nutzen ist unklar. In Deutschland leben etwa 81 Millionen Menschen (Stand 2014)². Das würde bedeuten, dass wir mit der Facebookseite theoretisch, so banal es klingen mag, nur ⅓ der deutschen Bevölkerung erreichen könnten. Ein weiterer Grund ist, dass die Gestaltungsmöglichkeiten nur beschränkt sind. Designtechnisch lässt sich bei Facebook quasi nichts anpassen. Zudem sind die Beiträge auf einer Facebookseite chronologisch geordnet. Wichtiges lässt sich nicht hervorheben und ältere Beiträge verschwinden nach einer gewissen Zeit. Als letzten Grund ist zu nennen, dass Facebook derzeit, was die Aktivität der Nutzer betrifft, auf dem absteigenden Ast ist und niemand weiß, wie lange Facebook noch “in” ist und von so viele Menschen genutzt wird.

Eine weitere Möglichkeit, die einem das Internet bietet, um viele Menschenyoutube-1349702_1920
zu erreichen, ist die Video-Plattform YouTube. Der Vorteil gegenüber Facebook ist, dass es keine Anmeldung braucht,  um Videos auf Facebook anschauen zu können, für einige weitere Funktionen wie Kommentieren oder Abonnieren allerdings schon.

 

¹ http://de.statista.com/themen/138/facebook/ (Zugriff am 09.05.2016 um 17:30 Uhr)

² http://data.worldbank.org/country/germany Zugriff am 09.05.2016 um 17:35 Uhr)

 

Doch auch bei YouTube gibt es einige Gründe, warum wir uns dagegen entschieden haben, einen Kanal zu erstellen und unseren Kontent in Form von Videos zu verbreiten. Diese werden wir im Folgenden wieder etwas genauer erläutern.Der Hauptgrund warum wir uns dagegen entschieden haben, Videos zu produzieren ist, dass uns das nötige Equipment fehlt. Dazu
gehört eine Kamera, die in der Lage ist Videos in guter Qualität aufzunehmen, eventuell ein extra Mikrophon für einen angenehmen Ton und natürlich ein Videobearbeitungsprogramm. Diese Dinge sind notwendig, um ein qualitativ hochwertiges und für den Konsumenten angenehmes Video produzieren zu können. Hinzu kommt, dass uns das nötige Wissen für das Produzieren eines Videos fehlt. Eine Kamera muss richtig bedient werden können und Lichtverhältnisse angepasst werden. Ist das Video erstmal aufgezeichnet, muss es natürlich auch noch bearbeitet werden, was ausreichende Software-Kenntnisse voraussetzt. Ein weiterer Grund ist, dass es ein deutlich größerer Aufwand ist, ein YouTube-Video zu produzieren, als einen anschaulichen Artikel für eine Internetseite zu erstellen. Somit kann in einem gewissen Zeitraum mehr Wissen in einem Artikel verpackt werden als in einem Video, was für uns natürlich einen großen Vorteil darstellt, da wir möglichst viele Themen behandeln möchten.

Somit haben wir uns schlussendlich dazu entschieden, eine Internetseite zu erstellen. Die Hauptgründe hierzu möchte ich auch hier wieder erläutern.

Der erste Grund ist, dass keine Anmeldung notwendig ist, um auf die Internetseite zugreifen zu können. Auch Kommentare können ohne weiteres geschrieben werden, lediglich das hinterlassen einer E-Mailadresse wird verlangt. Somit ist es deutlich mehr Personen möglich, die Internetseite zu nutzen, theoretisch, jeder Person, die einen Internetzugang und einen Browser besitzen. Ein weiterer Grund, warum wir uns für die Internetseite entschieden haben, ist der, dass auf einer Internetseite keine Chronologie vorgeschrieben ist. Hinzu kommt, dass das Erstellen einer Homepage kostenlos möglich ist, jedoch mit gewissen Einschränkungen, zumindest bei dem Anbieter, für den wir uns entschieden haben. Das Erstellen einer gewünschten Domain zum Beispiel ist kostenpflichtig. Ich gehe später nochmals darauf ein, warum wir uns für diesen Anbieter entschieden haben. Zusammenfassend möchten wir sagen: der Hauptgrund, warum wir uns für das Erstellen einer Internetseite entschieden haben, sind die quasi unendlich vielen Möglichkeiten, die Seite nach eigenen Ideen günstig zu gestalten.

2.2 Welchen Anbieter nutzen wir zum Erstellen unserer Internetseite und warum?

Zum Erstellen unserer Internetseite nutzen wir den Anbieter “wix.com”. Das Unternehmen wurde im Jahr 2006 gegründet und hat seinen Hauptgeschäftssitz in  Tel Aviv, Israel. Das Unternehmen wird von verschiedenen Investoren getragen. Es hat nach eigenen Angaben mehr als 1000 Mitarbeiter und Büros in Tel Aviv, New York, San Francisco, Dnepropetrovsk und Wilna. Rund 80.000.000 Menschen weltweit besitzen eine Website von Wix.¹ ²

Wir haben uns für den Anbieter Wix entschieden, da dieser sogenannte “Website-Baukasten” uns sehr viele designtechnische Möglichkeiten gibt, die Seite zu gestalten. Zudem ist eine kostenfreie Anmeldung möglich. Die Website kann komplett kostenlos erstellt und gehostet werden. Allerdings sind einige Extras nur gegen monatliche Bezahlung zu erlangen. Durch den Erwerb eines sogenannten Premiumpakets erhält man unter anderem die Möglichkeit, seine eigene Domain mit der Website zu verbinden, die Werbung von der Seite zu entfernen. Außerdem erhält man mehr Speicherplatz und mehr Bandbreite.³ Für uns sind diese Funktionen allerdings (noch) nicht von Bedeutung, daher konnten wir die Internetseite völlig kostenlos erstellen. Ein weiterer Grund, die Internetseite mit Hilfe des Website-Baukastens von Wix zu erstellen war, dass wir mit der Benutzeroberfläche sehr gut zurechtkommen. Die Oberfläche ist sehr übersichtlich und einfach aufgebaut, sodass es uns sehr leicht gefallen ist, mit dem Programm vertraut zu werden. Außerdem hinzuzufügen ist, dass das Programm sehr viele Möglichkeiten bietet, seine Website individuell und nach eigenen Vorstellungen und Träumen zu gestalten. Es stehen alleine über 300 Templates zur Verfügung.

Templates sind Vorlagen, die mit Inhalt gefüllt werden können.⁴ Es gibt unzählige Dinge, die sich einfügen lassen. Am Ende hat uns die sehr einfache und leicht verständliche Benutzeroberfläche in Verbindung mit den unzähligen Elementen zum Gestalten der Seite überzeugt, diesen Anbieter zu wählen.

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Wix.com (Zugriff am 10.05.2016 um 22:00 Uhr)

2 http://de.wix.com/about/us (Zugriff am 10.05.2016 um 22.02 Uhr

3 https://de.wix.com/support/html5/article/vorteile-eines-premiumpakets (Zugriff am 10.05.2016 um 22.06 Uhr)

4  https://de.wikipedia.org/wiki/Template (Zugriff am 10.05.2016 um 22:08 Uhr)

 

2.3 Was gilt es beim Erstellen einer Internetseite zu beachten?

Da bei einer Internetseite sehr viel mit Bildern gearbeitet wird, um Dinge anschaulicher darzustellen und spannender zu gestalten, muss hier besonders aufgepasst werden. Denn Bilder sind sehr häufig urheberrechtlich geschützt, was bedeutet , dass diese entweder gar nicht, oder nicht ohne weiteres genutzt werden können. Daher ist es wichtig, zu schauen woher ein Bild kommt und ob es urheberrechtlich geschützt ist. Die Internetseite “www.pixabay.de” stellt Bilder und Videos zur Verfügung, welche frei von Urheberrechten sind und somit frei verwendbar sind. Diese Bilder und Videos werden unter sogenannten Creative Commons (CC) veröffentlicht.1 Creative Commons ist eine NoN-Profit-Organisation, welche in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für Urheber zur Freigabe rechtlich geschützter Inhalte anbietet. CC bietet sechs verschiedene Standard-Lizenzverträge an, welche bei der Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können, um die rechtlichen Bedingungen festzulegen. Diese sechs Lizenzen stehen derzeit zur Verfügung:

1: Namensnennung 3.0de

2: Namensnennung-KeineBearbeitung 3.0d

3: Namensnennung-NichtKommerziell 3.0de

4: Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0de

5: Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0de  

6: Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 de

creative-commons-783531_1280

Zudem sollten auf der Internetseite natürlich auch keine von Anderen verfassten Texte veröffentlicht werden, da dies zu rechtlichen Schwierigkeiten führen könnte.

 

1 https://pixabay.com/de/ (Zugriff am 11.05.2016 um 18.00 Uhr)

2 http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/ (Zugriff am 11.05.2016 um 18.05 Uhr)

 

2.4 Die Inhalte der Internetseite – Grundsätze der Ernährung
Da wir die Webseite über Ernährung gemacht haben, mussten wir uns zuerst mit diesem Thema auseinandersetzten. Wir haben uns informiert, was der menschliche Körper braucht und welche Lebensmittel diese Nährstoffe enthalten. So haben wir dann herausgefunden, welche Nährstoffe unser Körper benötigt und in welchen Lebensmitteln diese jeweils enthalten sind. Unser Körper benötigt für eine umfangreiche und ausgewogene Ernährung eine Vielzahl an Nährstoffen. Die Nährstoffe die unser Körper braucht sind Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Mineralstoffe und Spurenelemente.


2.4.1 Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind der Energielieferant unseres Körpers. Sie bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Man unterscheidet beim Aufbau zwischen Monosacchariden, Disacchariden und  Polysacchariden. Der Bedarf macht bei einem Menschen 55-75% seiner Gesamtkalorienanzahl aus, was etwa 5g pro kg des Körpergewichts sein sollte. Die Schwankung des Bedarfs ist so groß, da es sehr auf die Tätigkeit der Person ankommt. Macht diese bread-587597_1920Person viel Sport oder ist körperlich aktiv, so benötigt sie mehr Kohlenhydrate. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass Kohlenhydrate die Glucose liefern, welche den Blutzuckerspiegel steigert. Diese wird als Glykogen in Muskel und Leber gespeichert. Dieses wird bei Sport und körperlicher Anstrengung in Glucose zurück verwandelt, so dass der Blutzuckerspiegel ansteigt und man genügend Energie hat, um der Belastung stand zu halten. Allerdings benötigt das Gehirn allein schon 100g Kohlenhydrate am Tag.

http://www.klinikschoensicht.de/InfoWeb/elehre.htm

 

2.4.2 Eiweiße
Eiweiße, auch Proteine genannt, sind der Grundbaustein der Muskeln, des Herz und des Hirns. Sie bestehen aus Aminosäuren, welche aus Kohlenstoff, Stickstoff, Sauersoff und Wasserstoff zusammengesetzt sind. Die Proteine an sich können jedoch auch noch andere Baustoffe wie Metalle oder Kohlenhydrate enthalten. Es gibt im Körper 20 verschiedene Aminosäuren, welche sehrcheese-2785_1920 viele Proteine bilden können, indem sie Ketten bilden. Von diesen 20 Aminosäuren können manche nicht vom Körper hergestellt werden und müssen somit über die Nahrung zugeführt werden. Diese nennt man essentielle Aminosäuren. A
n der Tatsache, dass der Großteil der Muskeln aus diesen essentiellen Aminosäuren besteht, sieht man die Wichtigkeit dieser Aminosäuren und somit  der Proteine. Allerdings regen Proteine nicht das Muskelwachstum an, sondern sind nur der Baustoff für die Muskeln, die entstehen, wenn man Sport betreibt.

Da Proteine wie gesagt für die Muskeln sehr wichtig sind, ist der Bedarf sehr unterschiedlich. Ein “normaler” Bürger benötigt  täglich zwischen 0,8-1,0 g pro kg des Körpergewichts. Ein Sportler hingegen verbraucht bis zu 2,5 g pro kg seines Körpergewichts am Tag. Täglich sollten also 10-20% der Kalorien Proteine sein.

http://www.klinikschoensicht.de/InfoWeb/elehre.htm

 

2.4.3 Fette
Fette, auch bekannt als Lipide, sind der Grundbaustein des Nervensystems. Dieses besteht zu 40% aus Fetten. Außerdem sind Fette Träger von Vitaminen und werden als Organfette benutzt, d.h. sie halten die Organe in ihrer Position.

Unterschieden werden Fette in gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren. Bei den ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man noch zwischen einfach und mehrfach ungesättigten.

Gesättigte Fettsäuren findet man in tierischen Produkten wie Butter oder Fleisch, wohingegen man ungesättigte Fettsäuren in Raps-, sowie Olivenöl besonders häufig vorfindet. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthmeat-1292376_1920alten die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Sie sind wie einige Aminosäuren essentiell und müssen somit über die Nahr
ung aufgenommen werden. Ihre Funktion ist die Regelung des Cholesterinspiegels. Außerdem sind sie für das Wachstum von Kindern von großer Bedeutung. Allerdings sind Fette nicht wasserlöslich, weshalb ein Stoff, das Lipoprotein, im Darm und in der Leber hergestellt wird, das für den Transport der Fette zuständig ist.

Die Chemie der Lipide

 

2.4.4 Mineralstoffe

Mineralstoffe sind vermutlich die wichtigsten Nährstoffe, werden aber in nur sehr geringen Mengen benötigt. Es gibt viele verschiedene, welche fast alle für komplett unterschiedliche Bereiche zuständig sind. Ohne Kalium würde beispielsweise kein Muskel arbeiten und ohne Kalzium würden die Nerven keine Signale ans Gehirn weiterleiten. Außerdem hätten wir ohne Kalzium und Magnesium kein Skelett und auch keine Zähne. Mineralstoffe arbeiten jedoch nur zusammen mit Vitaminen und einigen anderen Nährstoffen.

Unser Körper benötigt sieben verschiedene Mineralstoffe, bei welchen der Bedarf sehr schwankt. Von einem Mineralstoff benötigt man nur 2 mg und von dem anderen schon bis zu 2400 mg am Tag.

Da die Mineralstoffe auf sehr viele unterschiedliche Lebensmittel verteilt sind, ist eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung nötig, dass keine gesundheitlichen Schäden oder Mangelerscheinungen  wie zum Beispiel Muskelkrämpfe, Muskelschwächen, Instabilität von Knochen und Zähnen oder sogar Herzrythmusstörungen auftreten. Die Instabilität der Knochen kann häufige Knochenbrüche zur Folge haben.

http://eatsmarter.de/thema/mineralstoffe/mineralstoffe-tabelle

 

2.4.5 Spurenelemente

Spurenelemente sind Minerale. Sie sind alle zehn im Körper nur in Mengen unter 0,015 g enthalten. Sie haben größtenteils unterschiedliche Aufgaben, aber manche arbeiten in den selben Bereichen. Die wesentliche Aufgabe der Spurenelemente ist aber der Stoffwechsel. Ohne sie könnten Stoffwechselstörungen auftreten. Diese Störungen liegen dann vor allem an Iodmangel, da die Schilddrüse für ihre Funktion Iod benötigt.

Die meisten dieser Spurenelemente sind in Fleisch oder Fisch enthalten, weshalb ein regelmäßiger Fleischkonsum vorhanden sein sollte. Vegetarier müssen darauf achten, die notwendigen Spurenelemente durch Nahrungsergänzungsmittel oder eine sehr ausgewogene Ernährung zuzuführen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Spurenelement

 

2.5 Die Inhalte der Internetseite – Grundsätze Sport

Da ein anderer wichtiger Punkt unserer Website der Punkt Fitness ist, mussten wir uns auch sorgfältig über dieses Thema informieren. Gerade beim Sport ist die korrekte Ausführung der jeweiligen Bewegungsabläufe für  die Gesunderhaltung des Körpers wichtig. Im Bereich Fitness gibt es sehr viele verschiedene Übungen, die, wenn sie falsch ausgeführt werden, sogar gesundheitliche Schäden verursachen können. Daher ist die Einweisung von Fitnesscoaches, sei es im Fitnessstudio oder auch durch Bücher oder das Internet unumgänglich. Die Übungen müssen klar und gut verständlich erklärt werden. Auch gibt es weitere Informationen, die für das korrekte Training wichtig sind, wie z.B. der Tipp, sich möglichst mit Hilfe eines Spiegels auch während der Übungen selbst zu kontrollieren, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Denn vor allem bei Rückenübungen kann die Wirbelsäule bei falscher Belastung Schaden nehmen wie z.B. Bandscheibenvorfälle oder Blockaden.

Diese Informationen, die in den folgenden Punkten ausführlicher erläutert sind, müssen daher auf der Internetseite klar verständlich und anschaulich weitergegeben werden.  

 

2.5.1 Was will ich trainieren?

Da nicht jede Aussage über die Fitnessübungen und auch nicht jede Trainingsmethode zu jedem Körper passt und auch das Trainingsziel unterschiedlich sein kann, ist es auch wichtig, die verschiedenen Methoden kennenzulernen  und zu testen, um das perfekte Programm für sich selbst zu finden.

Zu den möglichen Variablen gehört beispielsweise die Trainingshäufigkeit der unterschiedlichen Muskelgruppen. Möchte man an Muskelmasse zunehmen, sollte zwischen jedem Training eines bestimmten Muskels mindestens 48 Stunden Pause eingerichtet werden. Dies hat den Grund, dass der Muskel nur in den Ruhephasen und nicht während des Trainings wächst. Legt man jedoch mehr Wert auf Kraftausdauer, ist es besser, häufiger den selben Muskel zu trainieren, da er sich dann an die ständige Belastung gewöhnt. Er bekommt dann zwar kein so großes Volumen, dagegen sind Kraft und Ausdauer aber höher.

 

2.5.2 Sport hilft auch gegen Krankheiten

Allerdings wird Sport nicht nur dazu verwendet, um die Fitness zu steigern, sondern auch um Krankheiten vorzubeugen. Bewegungsarmut und Übergewicht, welche häufig durch zu wenig Sport entstehen, können schwerwiegende Folgen für den gesamten Organismus haben. Es können nicht nur Kurzatmigkeit, Gelenk- und Kreuzschmerzen entstehen, sondern auch Krankheiten, die sich schleichend über die Jahre hinweg entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit, eine Herzkrankheit oder auch Arthrose zu bekommen, steigt erheblich. Außerdem ist auch  Krebs eine Folge von fehlender sportlicher Aktivität, da “Bei fast allen Arten von Krebs [sich] der Zusammenhang mit Übergewicht sehr deutlich [zeigt].” *   Dies zeigt nochmal, dass Sport sehr wichtig für die Gesundheit sein kann.

 

2.5.3 Dehnen

Zur Fitness gehört aber nicht nur die sportliche Betätigung an sich, sondern auch das Dehnen. Dieses kann entweder zum Aufwärmen angewandt werden oder auch um die Verkürzung des trainierten Muskels zu verhindern.

Beim Dehnen werden die einzelnen Muskelstränge durch einen leichten Zug über mindestens 15 Sekunden in eine Streckung gebracht. Dadurch verlängert sich der Muskel, der sich beim Training zusammengezogen hat. Verkürzungen der Muskeln durch fehlendes Dehnen können sogar Fehlhaltungen oder andere Beschwerden wie z.B. Verspannungen zur Folge haben.

Da der Halsmuskel, der vordere Brustmuskel und der Oberschenkelmuskel anfällig für Verkürzungen sind, ist bei diesen Muskeln das Dehnen nach dem Training besonders wichtig.

Wenn man sich regelmäßig dehnt, kann dadurch die Beweglichkeit der Gelenke wie auch die Stärke der Sehnen und Bänder verbessert werden. Damit wird auch die Verletzungsgefahr reduziert.

 

2.5.4 Gibt es das richtige Training für mich?

Abschließend möchte ich erwähnen, dass es für jeden Körper und jeden Fitnessstand geeignete Übungen gibt und es sich lohnt, diese sich zeigen zu lassen bzw. in den verschiedenen Medien zu suchen und im eigenen Alltag umzusetzen. Auch hohes Übergewicht oder fortgeschrittenes Alter sind kein Grund, nicht mit sportlichen Übungen zu beginnen. Schon zehn Minuten tägliches Training können das Wohlbefinden erheblich steigern. Der Stoffwechsel kommt in Schwung, die Organe arbeiten besser, der Kreislauf wird angeregt. Das trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung des Körpers bei. Natürlich sollte bei bereits bestehenden Krankheiten wie z.B. Herzproblemen ein Arzt zu Rate gezogen werden, bevor mit dem Sport begonnen wird.

*https://www.med.uni-goettingen.de/de/media/tag_der_medizin/tdm_2006_krebs_unduebergewicht.pdf

3 Schlussteil

Mit unserer Seminararbeit wollten wir über den von uns durchlaufenen Prozess bei der Erstellung unserer Webseite berichten. Von den ersten Ideen über Thema, Gestaltung und Inhalte der Seite bis zur Fertigstellung waren viele Punkte zu beachten, mit denen wir zu Beginn nicht in diesem Maß gerechnet hatten. Es war aber sehr interessant, sowohl die Möglichkeiten des Anbieters und des Programms kennenzulernen und auszuschöpfen, als auch sich über das Thema Fitness und Gesundheit zu informieren.

Wir hoffen, dass viele Menschen auf unsere Internetseite stoßen, davon angesprochen und dadurch bewogen werden, Sport bzw. Fitnessübungen in ihren Alltag zu integrieren.

Zu Beginn, als die Idee entstanden ist, als Seminararbeit eine Internetseite zu erstellen, ist uns nicht bewusst gewesen, was für ein großer Aufwand dahinter stecken würde. Gerade das heraussuchen, geeigneter Bilder welche dazu noch ohne Einschränkungen zu nutzen sind hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Unter anderem aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, selbst Bilder zu erstellen. Nichts desto trotz, war es die richtige Entscheidung eine Internetseite zu erstellen. Durch die Recherechen sowohl über die Inhalte Ernährung und Fitness, als auch über das Erstellen einer Internetseite, hat man immer etwas neues erfahren und dazu gelernt.

Scrennshot Seite

Zur Internetseite: http://kunrathsamuel.wix.com/just2befit

 

Tim Essig und Samuel Kunrath

Anonymous – Ein Kollektiv

 

 

 

Einleitung

Anonymous – Auf der einen Seite betitelt als eine organisierte Hackergruppe, die vor nichts zurück schreckt und deren Ziele durch willkürliche Angriffe auf große Unternehmen und Organisationen bestimmt werden. Auf der anderen Seite gerühmt, als ein Phänomen, das in Folge eines kontinuierlichen Zuwachses an Rechtswidrigkeit und Ungerechtigkeit aufgetreten ist und es sich zur Aufgabe gemacht hat, jene Ungerechtigkeit zu beseitigen.

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, die Frage nach der Identität Anonymous‘ zu klären, desweiteren soll eine Bewertung der Bewegung vorzulegen sein, die anhand ihrer Geschichte und Handlungen zu belegen ist.

Die Frage der Identität ist für Anonymous selbst von großer Bedeutung, auf ihr ruht das Schicksal der gesamten Bewegung, die sich in einer Identitätskrise zu befinden scheint. Dicht verbunden mit der Identitätsfrage ist die Frage nach ihren Handlungsmotiven. Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss darüber, welche Richtung Anonymous in Zukunft einschlagen wird und ob die Bewegung insgemein Bestand haben wird oder durch ihren Identitätsverlust zugrunde geht.

Die Identität bleibt zunächst ungeklärt, doch ihre Taten sind eindeutig: Anonymous schreckt vor keinem mächtigen Gegner zurück. Ihr Kampf gegen die religiöse Bewegung Scientology ist seit Jahren in vollem Gange. Viele bekannte Persönlichkeiten haben sie in ihrem Visier, und sogar dem Islamischen Staat haben sie den Krieg erklärt. Sie erklären Dinge für Unrecht und nutzen ihre Fähigkeiten, um jenes Unrecht zu beseitigen.

 Die Namenlosen setzen sich für jede Art der Freiheit ein. Speziell die Wahrung der Meinungsfreiheit und der Freiheit des Internets liegen in ihrem Interesse. Anonymous setzt sich auch für Einzelpersonen ein. Sie schirmen unrechtmäßige Handlungen von Betroffenen ab und geben ihnen eine Stimme. Auf öffentlichen Plätzen demonstrieren sie, gemäß ihrer Einstellung, vollkommen anonym gegen politische Reformen und mächtige Organisationen.

CC0: https://pixabay.com/de/w%C3%B6rterbuch-fokus-buch-wort-text-1149723/

 

Definition

Zu Beginn ist es nützlich den Begriff Anonymous zu bestimmen. Der Begriff „Anonymous“ selbst stammt vom griechischen „anonymos“ ab und bedeutet soviel wie „namenlos“(Etymologie). Der Name des Phänomens spielt eine große Rolle für die Namenlosen, er spiegelt sich auch in ihren freiheitlich und anonym geprägten Mottos wieder, auf welche im weiteren Verlauf der Arbeit näher eingegangen wird. Es ist zu beobachten, dass die Definitionen für das Phänomen Anonymous in ihren Grundzügen voneinander abzuweichen scheinen.

 Aufgrund dieser Abweichungen ist es ratsam, die Definitionen folgendermaßen zu unterteilen: in die mediale Definition und die intra-subjektive Definition.

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Die mediale Definition bezeichnet die Begriffsbestimmung, die für Anonymous von den Massenmedien ausgehend festgelegt wird. Die in den Medien meist verbreiteten Bezeichnungen für Anonymous lauten: Hackergruppe, Jugend-/Internetbewegung, Kriminelle. Geprägt werden diese stark negativ belasteten Begriffe von den sogenannten Mainstream-Medien¹, die genannte Ausdrücke in zahlreichen Beiträgen und Dokumentationen über Anonymous als Synonyme verwenden. Laut den Medien handelt es sich bei Anonymous um eine organisierte Gruppe, die ihre gemeinsamen Ziele meist mit ihren Hacker-Fähigkeiten durchzusetzen versucht. Ihre Ziele werden meist nicht genannt, währenddessen ihre Vorgehensweise häufig als kriminell eingestuft wird.

¹ moderner Begriff für die Massenmedien.

Gesellschaftliche Wahrnehmung

Aufgrund des „Typus“¹ von Anonymous spielt die gesellschaftliche Wahrnehmung eine große Rolle: Anonymous ist eine progressiv weiter wachsende Bewegung, die immer mehr Leute anspricht, deshalb hängt das Wachstum der Bewegung sichtlich von der Wahrnehmung der Bevölkerung ab. Die gesellschaftliche Wahrnehmung wiederum hängt unmittelbar mit der medialen Definition zusammen, wie im folgenden Abschnitt erläutert wird:

Die meisten Bezeichnungen, die in den Medien für das Phänomen benutzt werden, sind von einer negativen Konnotation begleitet. Oftmals fallen neben weniger harmloseren Bezeichnungen auch Bezeichnungen wie „Internet-Terroristen“, womit dem Konsumenten augenblicklich ein negativer Eindruck der Bewegung suggeriert wird. Konsumenten eines beliebigen Nachrichtenmediums, die sich wenig oder kaum mit dem Thema Anonymous beschäftigen und ihr Wissen lediglich von den Mainstream-Medien beziehen, werden rasch einige der Begriffe in ihrem Gedächtnis verankert haben, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Hinter diesem Verhalten steckt das Vertrauen des Konsumenten in die Berichterstattung, der diese als seriös und sachlich einstuft. Dieses Vertrauen der Menschen kann allerdings missbraucht werden, was den Medien, die als Bindeglied zwischen den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignissen und der Bevölkerung stehen sollten, ermöglicht, als ein Apparat der „Meinungsmache“[1] fungieren zu können. Dies kann vor allem bei erhöhtem Medienkonsum, wie es in Deutschland der Fall ist, auftreten. In der folgenden Statistik wird der durchschnittliche Fernsehkonsum der deutschen Bevölkerung pro Tag veranschaulicht.

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Fernsehkonsum pro Tag in den Jahren 1997 bis 2015

Da sich das Konsumverhalten immer weiter in diese Richtung bewegt, wird dieser Apparat konsequent stärker und gewinnt somit immer mehr an Einfluss. Folge dieser Meinungsmache kann es sein, dass die Meinungen, die in den Medien verbreitet werden, auf kurze oder lange Sicht das Bild der Menschen formen werden. Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die allgemeine mediale Definition in großen Teilen deckungsgleich zur Definition der Konsumenten, also der Bevölkerung ist. Häufig spricht man bei den Massenmedien von der sogenannten „vierten Gewalt“², die neben der legislativen- exekutiven- und judikativen Gewalt ein fester Bestandteil unserer Systemform ist und unter anderem Einfluss auf die Politik nimmt.

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¹ Ausprägung

² informelle Bezeichnung

[1] Müller, Albrecht: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, 2009

 

Intra-subjektive Definition

Die „intra-subjektive Definition“ beschreibt die Definition, die sich die „Anons“¹ selbst geben. Der Begriff leitet sich demnach von der innerhalb (intra) von Anonymous vorkommenden subjektiven Sichtweise ab.

„Anonymous ist keine Gruppe von Hackern. Anonymous ist nicht einmal eine Gruppe. Anonymous ist eine Lebenseinstellung, ein Gedanke, eine Idee. Anonymous ist Meinungsfreiheit. Anonymous ist nicht politisch. Anonymous ist nicht die Verbraucherzentrale.“ (Du bist Anonymous, 03.05.2016, du-bist-anonymous.de/inhalt

Hierbei ist hervorzuheben, dass Anonymous sich grundsätzlich von Begriffen wie Hackergruppe oder Internet-Terroristen distanziert. Begriffe wie Lebenseinstellung, Gedanke oder Idee werden favorisiert und sind deshalb auch meistens anzutreffen.[1]  Dies äußert sich auch in der inneren Struktur – sie ist nicht vorhanden. Anonymous hat keine festgelegte Hierachie. Sie haben sich auch nicht auf eine einheitliche Agenda geeinigt, laut Aussagen der Aktivisten ist es nicht einmal möglich Anonymous beizutreten. „Du bist Anonymous, oder du bist es nicht“ heißt es oft, was soviel bedeutet wie: „Du entscheidest, ob du (ein Teil von) Anonymous sein willst.“ Aufgrund der nicht vorhandenen Hierachie gibt es bei Anonymous keinen Anführer und auch keine Presseabteilung. Aus diesem Grund haben es sich eine große Anzahl an Aktivisten zur Aufgabe gemacht, Informationen über Anonymous und deren Identität beziehungsweise Ziele zu verbreiten. Häufig weichen die verschiedenen Informationen in Details voneinander ab, dennoch sind grundlegenden Informationen einheitlich formuliert: Anhänger von Anonymous sehen sich selbst nicht als einen Teil einer Gruppe, sie beschreiben Anonymous viel mehr als eine Lebenseinstellung, welche die Menschen verbindet. In diesem Gedanken enthalten ist die Vorstellung, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, ohne seine Mitstreiter zu kennen. Hier kommt die Anonymität der Teilnehmenden ins Spiel: Keiner kennt den anderen persönlich. Man weiß zwar, dass man sich im Internet auf andere Gleichgesinnte einlässt, allerdings bleiben die Privatleben eines jeden rätselhaft. In zahlreichen Postings und Blogs veranschaulichen sie diese Anonymität, die innerhalb von Anonymous vorherrscht:

 Anonymous bezeichnet sich selbst also als einen losen Zusammenschluss von Internetnutzern.[2] Insbesondere grenzen sie sich von den stereotypischen Bezeichnungen der Massenmedien ab, wie bereits beobachtet:

„Sicher gibt es auch Hacker, aber ein großer Teil von Anonymous verbreiten Informationen weiter oder beteiligen sich an verschiedenen Aktionen, erstellen Videobotschaften, schreiben Texte, verteilen Flyer.“ (Was genau ist Anonymous?, https://www.youtube.com/watch?v=4BLMDhPWRx0)

Hier werden die Vorgehensweisen der Anonymous Bewegung beschrieben, im Vergleich zu den medialen Aussagen, es handle sich um eine Hacker-Vereinigung, entgegnet Anonymous mit einer gegenteiligen Aussage. Es sei nur ein kleiner Teil der Bewegung tatsächlich in der Lage, Computersysteme zu durchbrechen. Der breite Teil der Bewegung verbringt seine Zeit damit, Informationen zu teilen, um auf Entwicklungen aufmerksam zu machen, die beispielsweise die Freiheit des Internets zu bedrohen scheinen.[3] Desweiteren sprechen sie von Anonymous als eine lose Zusammensetzung von Internetnutzern, die in ihrer Summe eine Gemeinschaft, ein Kollektiv bildet. Die Folgen dieser losen Zusammensetzung, welche unter anderem das Image der Bewegung stark beeinflussen, werden im Kapitel „Facebook Seite ‚Anonymous'“ betrachtet.

 

¹ eine Bezeichnung, die sich Anonymous Aktivisten geben

[1] Nagels, Philipp, Hacker mit geschlossenem Visier: Wer ist Anonymous? Und was wollen die?, 19.11.2015, http://www.businessinsider.de/wer-ist-anonymous-was-wollen-die-2015-11

[2] Jansen, Frank; Sauerbrey, Anna, Hacker stellen Rechte an den Internet-Pranger, Der Tagesspiegel, 04.01.2012, http://www.tagesspiegel.de/politik/anonymous-angriff-hacker-stellen-rechte-an-den-internet-pranger/6016690.html

[3] Anonymous – Was ist ACTA? – #StopACTA, https://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw

 

Soziale Zusammensetzung

Die soziale Zusammensetzung Anonymous‘ ist aufgrund der Anonymität statistisch nicht nachweisbar, daher ist auf die Aussagen der Anonymous Aktivisten zu schauen. Es handelt sich bei Anonymous um einen losen Zusammenschluss von Internetnutzern, was impliziert, dass keine Voraussetzungen vorhanden sind, die das Zugehörigkeitsgefühl einschränken. Man müsse lediglich den Willen und die nötige Motivation mitbringen um sich als Anonymous identifizieren zu können. In zahlreichen Videos, die von Aktivisten hauptsächlich auf der Video-Plattform YouTube hochgeladen werden, berichten sie über die Zusammensetzung:

„Wir kommen aus allen Schichten der Gesellschaft: Wir sind Studenten, Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose, wir sind jung oder alt, wir tragen elegante Kleidung oder 08-15-Klamotten, wir sind Hedonisten, Asketen, Freude, Fahrer oder Aktivisten. Wir kommen aus allen Rassen und Ländern.“ Wir sind viele. (Anonymous – so könnt ihr mitmachen,  https://youtu.be/GAZjholPQwg?t=1m38s)


Jeder kann bei Anonymous mitmachen – so die Aussage dieses Auszuges. Aktivisten, die Anleitungen erstellen, bei denen erklärt wird wie man Anonymous wird, haben sich der „Operation New Blood“ (=Operation neues Blut) angeschlossen. Ziel dieser Operation ist es, auf das Kollektiv aufmerksam zu machen und um die Idee Anonymous‘ zu verbreiten. Auf die Operationen wird in einem der folgenden Kapitel eingegangen.

 

Geschichte

Der Ursprung Anonymous‘ liegt in sogenannten „Imageboards“¹. Die Entstehung des ersten Imageboards mit der Anonymous-Idee ist in Japan zu lokalisieren, allerdings verbreitete sich die Idee schnell und drang somit auch in die englischsprachige Internetwelt ein. Das Imageboard Namens „4chan“ entstand. In diesem Internetforum werden täglich Tausende von Bildern und „GIFs“² zu allen möglichen Themen hochgeladen. 4chan ist in mehrere Foren gegliedert, beispielsweise existiert ein Forum ausschließlich für Essen und Kochen, ein anderes befasst sich mit Geschichte und wiederum ein anderes mit Videospielen. Jeder Nutzer, egal ob Kommentierender oder „OP“³, wird der Titel „Anonymous“ verliehen. Gekennzeichnet werden die Nutzer lediglich mit einer neunstelligen Nummer, die sich mit jedem Beitrag ändert. Es herrscht also absolute Anonymität auf 4chan. 

Die Beiträge selbst handeln oft von sogenannten „Memes“, die ihren Ursprung ebenfalls auf 4chan fanden und das Internet bis heute prägen. Bei einem Mem handelt es sich um ein Phänomen, das die Menschen erreicht und somit zu einer kulturelle Einheit der Menschen führt. Bekannte Beispiele für diese Internetphänomene sind unter anderem Katzenfotos, bei denen beliebige Texte hinzugefügt werden. Sie sind bekannt unter dem Namen „I can haz Cheezburger“. Die Texte sind mit Bedacht grammatikalisch fehlerhaft, das ist eben der Witz, an diesem speziellen Mem.[1] Allerdings können nicht eingeweihte, außenstehende Personen, von so manch einem Mem böse überrascht werden. Nicht wenige dieser humorvollen Bilder schaffen es aus der Welt des Internets zu entkommen, indem sie beispielsweise auf Klamotten, oder Taschen gedruckt und verkauft werden.

Im Jahr 2007 entstand ein Mem in den USA, das einen schwarzen Mann im Anzug und mit einem Afro-Look darstellt. Auf dem Bild stand ein Text mit den Worten „Pool’s closed“ (= der Pool ist geschlossen). Ursprung des Mems war eine, von 4chan eingeleitete Aktion, die sich in einem Internetspiel Namens „Habbo Hotel“ abgespielt hatte. Die Zielgruppe von Habbo richtet sich an Kinder, was der Gemeinschaft von 4chan den Anreiz gab, sich einen Spaß mit den Kindern zu erlauben. Habbo Hotel erlaubt es dem Spieler, seinen Charakter individuell zu gestalten, also kam es dazu, dass sich Personen, die sich der Aktion angeschlossen hatten einen schwarzen Charakter mit Afro und Anzug erstellten. Anschließend besuchten sie zu Hunderten das im Spiel vorhandene Schwimmbad und erklärten den virtuellen Pool für geschlossen. Nach dieser Aktion breitete sich das Mem des schwarzen Mannes immer weiter aus, was unter anderem dazu führte, dass einige das Bild, samt des Textes ausdruckten und es an Pools in ihrere Nachbarschaft aufhingen.

Aufregung in den Medien erlangte das Mem, als eine Frau das Bild fehlinterpretierte. Sie kannte den Ursprung des Bildes nicht und nahm an, es handle sich um eine rassistische Botschaft an schwarze Menschen, das ihnen das Baden im Pool untersagen würde.[2] Die Inhalte auf 4chan unterscheiden sich drastisch, trotz der hohen Anzahl an pornographischen Inhalten und Hassbeiträgen, gibt es zahlreiche Beiträge, die sich zu brisanten politischen Diskussionen entwickeln.

¹ Diskussionsforum, auf dem vor allem Bilder geteilt werden

² Graphics Interchange Format (Bilderformat, das Animationen ermöglicht)

³ Original Poster (Ersteller eines Beitrags)

[1] Müller, Sarah, Internet Memes – Erklärung, http://www.helpster.de/internet-memes-erklaerung_188517

[2] Frau fehlinterpretiert Internetmem als rassistisch, https://www.youtube.com/watch?v=qAo7kRDrUmU

 

Ziele

 Aufgrund der nicht vorhandenen Rangordnung des Kollektivs, gibt es keine Persönlichkeit, keine Autorität oder Gruppe, die über die Ziele entscheidet. Die Ziele gehen von einer jeden Person aus, die sich als Anonymous betrachtet. Jede Person setzt sich seine eigenen Ziele, macht das, was sie für richtig hält und lässt, was sie für falsch hält. Trotz dessen weisen sich grundlegende Parallelen der verschiedenen Absichten auf. Die Ziele der Namenlosen lassen sich unter den folgenden Punkten zusammenfassen:

Die Sicherung der Freiheit und der Abschaffung der Zensur. Letzteres richtet sich gegen jegliche Zensur, sei es die Zensur im Internet, oder die Zensur in der Presse.

Anonymous hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Zensor, Zensurunterstützer, oder Zensurbefürworter zu bekämpfen. So ergab es sich bereits einige Male, dass Anonymous Aktivisten zu einem deutschlandweiten Medienboykott aufriefen. Grund des letzten großen Aufrufs im Jahr 2014, ausgehend von der Facebook-Seite „Anonymous“, war die einseitige Berichterstattung und das schüren des Feindbilds Russlands.[1]

Die Sicherung der Freiheit fixiert sich insbesondere auf die Freiheit des Internets, dem Zuhause der Anonymous Bewegung. Die Freiheit des Internets ist vor allem durch Gesetzesänderungen bedroht, die zum Beispiel vorgeben, dem Schutz des geistigen Eigentums zu dienen.

Im Jahr 2012 wollten eine Vielzahl an Staaten das Handelsabkommen „ACTA“¹ unterzeichnen. Die Formulierungen des Abkommens waren allerdings so vage formuliert, dass man daraus unter anderem eine partielle Zensur des Internets rechtfertigen konnte. Anonymous wehrte sich gegen dieses Abkommen und rief zu Demonstrationen auf, was dazu führte, dass die Verhandlungen über das Abkommen eingestellt wurden.[2]

¹ Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen, nach Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

[1] Anonymous ruft zu Medienboykott auf, 21.März 2014, https://www.contra-magazin.com/2014/03/anonymous-ruft-zum-medienboykott-auf/

[2] Anonymous – Was ist ACTA? – #StopACTA, https://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw

 

Operationen

Als Operationen werden die geplanten Zusammenschlüsse zu einem einheitlichen Ziel bezeichnet. Der Begriff wird meist in der Militärsprache verwendet, um einen offensiven Militäreinsatz zu beschreiben. Das Kollektiv benutzt diesen Ausdruck, um eine aggressive, kampfbereite Stimmung zu erzeugen. Meist sind die Operationen aktive Gegenbewegungen oder Widerstände gegen politische und gesellschaftliche Gruppierungen. Dieses Kapitel beschränkt sich dabei auf eine der zahlreichen Operationen von Anonymous, auf die Operation „Projekt Chanology“.

Im Februar des Jahres 2008 wurde ein Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sich der berühmte Schauspieler Tom Cruise positiv über die kontroverse Bewegung „Scientology“ äußert. Scientology reagierte auf das Video, indem sie die Betreiber von YouTube aufforderten, das Video aufgrund einer Urheberrechtsverletzung zu beseitigen. Anonymous sah das Vorgehen auf Seiten von Scientology als ein Versuch der Zensur an, woraufhin das „Projekt Chanology“ geboren wurde. Mitglieder des Projekts legten anfangs einige Dienste der Scientology Webseite lahm, als sich Scientology dagegen schützen lies, gingen die Aktivisten einen Schritt weiter und demonstrierten gegen die Scientologen, zunächst lediglich vor den Gebäuden der Scientology. Die Demonstrationen gewannen schnell an Aufmerksamkeit und verbreiteten sich dementsprechend schnell. In nur wenigen Tagen breiteten sich die Demonstrationen auf über 10 Länder aus. Die Folgen der Demonstrationen sind bis heute spürbar für die Scientologen, der Ruf der religiösen Bewegung verschlechterte sich immer mehr. Bei den Demonstranten trugen die Teilnehmer durchgehend Masken, um ihre Identität geheim zu halten, da sie Angst vor Verfolgung der Scientology-Kirche hatten. Eine der meist getragenen Maske während der Demonstrationen war die „Guy Fawkes Maske“.[1]

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Guy Fawkes Maske

Sie ist das Markenzeichen der Anonymous-Bewegung.  Der Ursprung der Maske ist auf den englischen Widerstandskämpfer Guy Fawkes zurückzuführen, der am 5. Mai 1605 die Sprengung des britischen Parlaments durchführen wollte, um den damaligen König Jakob I. zu stürzen.

Die heutige Version der Maske entspricht der, des Antihelden aus dem Film „V wie Vendetta“. Im Film benutzt die Hauptfigur „V“ die Maske, um die nötige Anonymität zu gewährleisten, die ihm helfen solle, einen Putsch gegen den totalitären Staat durchzuführen.

In beiden Fällen steht die Maske für die Macht der Anonymität, mit der sich politische Widerstände einleiten lassen können. Allerdings identifizieren sich die Demonstranten nicht mit den Verbrechern, wie Guy Fawkes, lediglich die Symboliken der Anonymität und der Zusammengehörigkeit stehen im Vordergrund.[2]

Der Kampf gegen die Scientology Kirche hat aber auch seine Schattenseiten, so erklärte Scientology in einem Video, sie haben tausende Morddrohungen erhalten. Auf diese Anschuldigungen reagierte Anonymous gelassen und bezeichnete die Anschuldigungen als übertrieben.

Ziel der Operation ist bis heute, die Organisation Scientology zu zerschlagen. Weitere Kritikpunkte an der Ideologie der Scientologen sind unter anderem die „geplante Zerstörung der Familienstruktur“, und die gezielte Verbreitung falscher Informationen.[3]

[1] Anonymous (Kollektiv), Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, https://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Projekt_Chanology

[2] Guy Fawkes Maske, http://www.fawkes-maske.de/

[3] Projekt Chanology, http://chanology-wiki.info/

 

Facebookseite „Anonymous“[1]

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Screenshot der Anonymous Facebook-Seite (10.05.2016)

Die auf dem sozialen Netzwerk aufrufbare Seite „Anonymous“ ist mit knapp zwei Millionen „Gefällt mir“ – Angaben eine der größten deutschsprachigen Seiten auf Facebook. Täglich teilen die Betreiber bis zu fünf Zeitungsartikel, Videos, Blogs, oder sonstige Inhalte. Viele dieser geteilten Beiträge erlangen wiederum durch das „Media-Sharing“² der einzelnen Leser eine sehr große Aufmerksamkeit.

Betrachtet man die Beiträge zwischen dem 25. April und 5. Mai des Jahres 2016, so ist eine klare Tendenz der geteilten Inhalte zu erkennen. Insgesamt wurden 25 Inhalte geteilt, welche man in drei Kategorien unterteilen kann.

Die erste zu beobachtende Kategorie ist die regierungskritische Kategorie: Sie ist mit elf der beobachteten 25 geteilten Beiträge die größte Kategorie. Häufig angesprochene Themen sind politische Änderungen, wie „TTIP“³, oder der Umgang mit dem Waffenhandel in Krisengebieten und die deutsche Kriegspolitik im Allgemeinen.

Weitere acht Beiträge waren mit kritischen Inhalten in Bezug auf die Medien geprägt, häufig mit Anschuldigungen der Zensur. Die restlichen sechs Beiträge handelten von sonstigen Dingen, wie zum Beispiel einer Buchempfehlung. Bei der Beobachtung ist ein klarer Trend zu erkennen, die Facebook Seite widmet sich mit großer Aufmerksamkeit der Kritik von politischen und medialen Ereignissen.

Es erregt den Anschein, als stünden Anonymous Aktivisten hinter dieser Seite, doch aufgrund der Tatsache, dass jeder sich als ein Anonymous Mitglied identifizieren kann, können auch Probleme, wie in diesem Fall entstehen:

Einige Anonymous Anhänger, die seit der Geburtsstunde der Bewegung aktiv sind, bezeichnen die Facebook-Gruppe als fern der eigentlichen Idee, die hinter Anonymous steht. In einem YouTube-Video erklärte das Kollektiv, es distanziere sich von den Inhalten der Facebook Seite.[2] Grund dafür sei die von den Betreibern falsche Vorstellung des Kollektivs, die sich unter anderem den Antihelden aus dem Film „V wie Vendetta“ zum Vorbild nehmen, um hinter dem Deckmantel der Anonymität politische Veränderungen zu bewirken. 

Mit dieser Stellungnahme wurde eine schwere Entscheidung gefällt:

Das Kollektiv musste sich von anderen Personen distanzieren, die sich ebenfalls mit dem  Kollektiv identifizieren. In Anbetracht der Reichweite der Seite wird der Ruf der Bewegung stark geprägt, vor allem politische Fragen werden mit der Seite in Verbindung gebracht. 

Die Anonymous Bewegung ist also in sich selbst gespalten, die alten Ideen der Bewegung beginnen an Popularität zu verlieren, während neue Ideen mit der Zeit immer mehr Zustimmung erlangen und die Bewegung in die Richtung einer politischen Bewegung drängen. 

Um Verwechslungen zu vermeiden wird die Anonymous Bewegung, die sich mit den neuen, politischen Grundgedanken identifiziert „Neo-Anonymous Bewegung“ genannt.

² das Teilen von Inhalten in sozialen Medien

³ Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, nach Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Transatlantisches_Freihandelsabkommen

[1] Facebook: Anonymous, https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv

[2] Youtube: Anonymous Deutschland – Stellungnahme zur Facebook Seite, https://www.youtube.com/watch?v=GTm-jvxhN-M


Fazit

Anonymous ist eine in sich gespaltene Bewegung, zum einen existiert die konservative Bewegung, die ihre Grundlagen auf den Ideen der Anonymität, der Freiheit und der Gerechtigkeit festlegt und sich für die Sicherung ihrer Werte einsetzt – zum anderen eine Neo-Bewegung, die alte Prinzipien übernimmt, sich allerdings in die politischen Geschehnisse, außerhalb der konservativen Anonymous Überzeugungen einmischt.

„Durch das, was wir tun, erfahren wir bloß, was wir sind.“ [1]

Man erfährt die Identität eines Menschen, beziehungsweise einer Gemeinschaft, indem man ihre Taten beobachtet. Überträgt man diesen Gedanken auf die konservative Anonymous-Bewegung, so ist eine Bewertung anhand geschehener Ereignisse auszumachen. Die Grundgedanken der konservativen Bewegung seien zu schützen, so lautet das Ziel. Durch ihre zahlreiche Taten wurden diese Ziele bestätigt, wie etwa die Proteste, die aus dem Projekt Chanology hervorgingen.

Die Bewegung mischt sich lediglich in politische Geschehnisse ein, wenn eine dringende Notwendigkeit besteht. diese Notwendigkeit besteht, wenn eine ihrer genannten Prinzipien bedroht werden. Allerdings handelt es sich um eine führerlose Bewegung, die kein niedergeschriebenes Manifest besitzt, auf die sie sich berufen kann.

Die Folge davon ist eine ständige Bedrohung eines Wandels in der Bewegung, wie dies im Moment der Fall ist.

Es bleibt die Frage offen, welche Richtung die Neo-Anonymous Bewegung in Zukunft einschlagen wird.

Die immer weiter ansteigende Popularität der Neo-Anonymous Bewegung könnte dazu führen, dass man in Zukunft von einer politisch geprägten Bewegung spricht, wenn der Name „Anonymous“ fällt. Diese Entwicklung ist nicht ganz auszuschließen, dennoch wird Anonymous nicht verschwinden, denn Anonymous beschreibt einen Grundgedanken, und keine Gruppierung.

Bemüht man sich also, die Bewegung Anonymous zu bewerten, so scheint die Differenzierung der Bewegung in neu und alt unausweichlich. Demonstrationen, wie gegen die Scientology Kirche, haben gezeigt, welche Macht hinter einer anonymen Bewegung stecken kann, vor allem, wenn sie eine politische Richtung einschlagen sollte.

[1] Schopenhauer, Arthur: Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841

 

Quellenverzeichnis

 

21.04.2014, https://www.contra-magazin.com/2014/03/anonymous-ruft-zum-medienboykott-auf/

Schopenhauer, Arthur: Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841

Du bist Anonymous, 03.05.2016, du-bist-anonymous.de/inhalt

Reissman, Ole; Stöcker, Christian; Lischka, Konrad: We are Anonymous. Die Maske des Protests, Wer sie sind, was sie antreibt, was sie wollen, München 2012 (1. Auflage von 2012)

Jansen, Frank; Sauerbrey, Anna, Hacker stellen Rechte an den Internet-Pranger, Der Tagesspiegel, 04.01.2012, http://www.tagesspiegel.de/politik/anonymous-angriff-hacker-stellen-rechte-an-den-internet-pranger/6016690.html

Müller, Albrecht: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, 2009

Nagels, Philipp, Hacker mit geschlossenem Visier: Wer ist Anonymous? Und was wollen die?, 19.11.2015, http://www.businessinsider.de/wer-ist-anonymous-was-wollen-die-2015-11

Frau fehlinterpretiert Internetmem als rassistisch, https://www.youtube.com/watch?v=qAo7kRDrUmU

Müller, Sarah, Internet Memes – Erklärung, http://www.helpster.de/internet-memes-erklaerung_188517

Guy Fawkes Maske, http://www.fawkes-maske.de/

Anonymous, https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv

letzter Besuch aller Weblinks: 11.05.2016

 

Bildquellen

Statista: Durchschnittliche tägliche Fernsehdauer, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/118/umfrage/fernsehkonsum-entwicklung-der-sehdauer-seit-1997/

Pixabay:

Titelbild, Anonymous, https://pixabay.com/de/maske-internet-anonymous-globus-1249929/#

Guy Fawkes Maske, https://pixabay.com/de/fawkes-fawkes-maske-mann-anonym-157941/

Wörterbuch, https://pixabay.com/de/w%C3%B6rterbuch-fokus-buch-wort-text-1149723/

Fernseher, https://pixabay.com/de/icon-shannon-fernsehen-rohr-tv-1293234/

Nachwort

Die Beschaffung der Quellen stellten sich aus folgenden Gründen als großes Problem dar: Bei Anonymous handelt es sich um ein Internetphänomen, Aussagen von Anonymous Aktivisten sind deshalb meist nur im Internet auffindbar. Aus diesem Grund musste ich häufig auf Internetquellen zurückgreifen. Die meisten Aktivisten veröffentlichen Informationen in Form von Blogs oder in Form von Videos und legen oft Wissenssammlungen, sogenannte Wikis an.

Außerdem kann aufgrund des losen Zusamenschlusses jeder im Namen von Anonymous Webseiten erstellen und Informationen verbreiten. Die Seriosität der Quellen ist dabei mit Recht zu hinterfragen. Aus diesem Grund mussten Aussagen mehrmals verifiziert werden, um falsche Informationen zu vermeiden. Ein weiteres Problem stellte das mangelnde Spektrum an Literatur zum Thema dar.

 

Benjamin Karadeniz

Wie baue ich einen Computer?

Wer einen Computer nach eigenen Ansprüchen haben möchte, kann sich einen solchen am besten gleich selbst zusammenbauen, denn das ist wirklich nicht schwer, wenn man nur ein klein Wenig Interesse an Technik hat.

Bevor ich mit dem Thema beginne möchte ich zuerst zusammenfassen, worum es in diesem Blog geht. Ich möchte über folgende Punkte aufklären:

  • Verschiedene Computer
  • Wozu brauche ich einen Computer?
  • Die Komponenten des Computers
  • Der selbstgebaute Computer im Überblick
    • Die Komponenten
    • Videotutorial
    • Leistungstest am eigenen Produkt
  • Fazit

Wie baue ich einen Computer? weiterlesen

YouTube Kanal über Fitness, Muskelaufbau und Ernährung

Unser Kanal heißt „EasyGains“, was soviel bedeutet wie „einfacher Fortschritt“. Mit diesem Kanalnamen wollen wir den potentiellen Zuschauern vermitteln, dass man durch den Inhalt unserer Videos einfache Fortschritte im Bezug auf den Muskelaufbau erzielen kann.

In unserer Seminararbeit geht es um das Erstellen eines YouTube Kanals, bezogen auf den Themenbereich Fitness. Wir haben uns damit beschäftigt, was Fitness überhaupt bedeutet, warum man Fitnesssport betreiben sollte und welche Vorteile der Sport mit sich bringt. Weiterhin haben wir uns mit folgenden Fragestellungen auseinandergesetzt: mit welcher Richtung des Fitnesssports wollen wir uns beschäftigen, und wer soll durch uns angesprochen werden.

Fitness im Allgemeinen ist ein umfassender Begriff. Prinzipiell bedeutet er, aktiv, gesund und belastbar zu sein. 9620349803_21e4ed8418_oFitness ist jedoch nicht nur ein Sport, indem man versucht, sich stetig zu verbessern, sondern auch ein Sport, indem man präventiv seine Gesundheit stärkt. Gerade der gesundheitliche Aspekt sollte Erwachsene motivieren, denn durch Fitnesssport kann man sich eine höhere Lebensqualität im Alter sicher. Nachweislich hat es einen vorbeugenden bzw. rehabilitativen Nutzen gegenüber einer Vielzahl von Erkrankungen, wie Rückenleiden, Übergewicht, Bluthochdruck, Stress, Diabetes etc [1]. Damit hat sich die Frage, warum man Fitnesssport betreiben sollte, eigentlich bereits erübrigt. Allgemein kann man Fitness in verschiedene Bereiche unterteilen: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination [2].

In unserer Seminararbeit möchten wir uns auf eine Methode des Krafttrainings fokussieren;
Die Muskulatur an sich und wie man diese vergrößert ist die Grundlage für jeden Fitnessbereich – das wollen wir euch zeigen.
Wir beide legen im Training den Schwerpunkt hauptsächlich und ganz bewusst, wie die meisten Jugendlichen, auf diesen Bereich, da wir primär ästhetische Ziele verfolgen.

Mit der Videoplattform YouTube wollen wir vor allem sportinteressierte Jugendliche und Erwachsene erreichen, informieren, zum Muskelaufbautraining und zu einer darauf abgestimmten Ernährung motivieren. Ohne diese sportgerechte Ernährung ist der biologische Prozess des Muskelaufbaus nicht möglich. Dazu haben wir einige Videos produziert, in denen wir über die Basics des Muskelaufbaus und einer dazu passenden Ernährung Informationen liefern. In der Seminararbeit selbst gehen wir detaillierter auf diese Themengebiete ein und erläutern diese. Außerdem berichten wir über unsere Erfahrungen beim Erstellen eines Youtubekanals. Youtube selbst haben wir gewählt, weil es die populärste Videoplattform ist, in der man selbst Videos produzieren und veröffentlichen kann. Einen Großteil unseres Wissens zum Thema Fitnesssport haben wir uns selbst über dieses soziale Medium angeeignet.

Im Folgenden gehen wir zuerst auf die Grundlagen der Ernährung des Muskelaufbaus ein, dabei erläutern wir näher Makro- und Mikronährstoffe, sowie den Kalorienbedarf. Anschließend beleuchten wir das Hypertrophietraining (Muskelaufbau) und setzen uns mit der Frequenz, der Intensität und dem benötigten Reiz bzw. Arbeitsvolumen auseinander. Hiernach wird das Thema YouTube verdeutlicht. Warum wir YouTube ausgewählt haben und unsere Erfahrungen mit dem Produzieren der Videos werden hier dargelegt.


 

[1] vgl. http://www.fitnwell.de/seiten/infothek/vorurteile.htm (9.05.2016)

[2] vgl. Dr. Friedmann, Karl: Trainingslehre. Sporttheorie für die Schule, Lichtenstein 2015 (3.überarbeitete Auflage)

 

Ernährungsgrundlagen des Muskelaufbaus

Wieso ist die Ernährung überhaupt so wichtig für den Muskelaufbau?

„Muskelwachstum ist ein Wachstumsprozess auf zellulärer Ebene. Krafttraining setzt diesen Wachstumsprozess sehr effektiv in Gang, effektiver als jede andere Methode. Die nötigen Baustoffe, die anschließend für das Wachstum der Muskelzellen benötigt werden, müssen über die Nahrung zugeführt werden“ [3].

Der wichtigste Punkt um Muskulatur aufzubauen ist die Energiebilanz. Sie ist das Ergebnis von Energiezufuhr und Energieverbrauch und entscheidend darüber, ob man zu- oder abnimmt. Die Energiebilanz ergibt sich aus dem Grundumsatz, den „Aktivkalorien“ und zum kleinen Teil aus den „Verdauungskalorien“. Kilokalorie oder Kalorie ist eine physikalische Einheit für Energie, in der beispielsweise unsere Nahrungsmittel angegeben werden. Der Grundumsatz sind die Kalorien, die der Körper ohne jegliche körperliche Aktivität benötigt, also der Grundbedarf an Kalorien, die der Mensch braucht, um zu überleben [4]. Diese Kalorien sind essenziell für den Körper, um seine Vitalfunktionen aufrecht zu erhalten. Die „Aktivkalorien“ sind die Kalorien, die die jeweilige Person durch Aktivitäten jeglicher Art verbrennt. Dieser Wert kann sehr stark variieren. Die „Verdaungskalorien“ entstehen durch die aufgenommene Nahrung, die in unserem Körper verarbeitet wird. Die Energiebilanz ist im Allgemeinen sehr wichtig für den Muskelaufbau, da der Körper keine oder wenig Muskulatur aufbauen wird, wenn er zu wenig Energie durch die Nahrung erhält. Daher sollte die Energiebilanz positiv ausfallen, das heißt, es sollten mehr Kalorien aufgenommen werden als benötigt. Diese positive Bilanz braucht der Körper um neues Muskelgewebe aufzubauen. Trainingsanfänger können am Anfang jedoch gleichzeitig Muskulatur aufbauen und Fettgewebe verlieren. Dies ist bei fortgeschritteneren Kraftsportlern so gut wie nicht mehr möglich. Dazu benötigen sie eine negative Energiebilanz, das bedeutet, weniger Kalorien aufzunehmen als der Körper benötigt. Um maximale Muskulaturzuwächse in kürzester Zeit zu erzielen, sollte man jedoch mehr Energie bzw. Kalorien aufnehmen als man braucht.

Coca Cola, Flasche, Strand, Retro, Jahrgang, Sommer
Mit Wasser ist wirklich Wasser gemeint 😀

Ebenso wichtig ist das Thema Wasser bzw. die Hydration unseres Körpers, denn Wasser ist der wichtigste Bestandteil unseres Körpers. Es macht ungefähr 60% unserer Gesamtmasse aus. Hydration bedeutet, dass dem Organismus genügend Flüssigkeit zur Verfügung steht. Wenn dies nicht der Fall ist und der Körper nur leicht dehydriert ist, kann die Muskulatur weniger Leistung erbringen. Außerdem besteht die Muskulatur bis zu 80% aus Wasser, daher ist es empfehlenswert und für die Muskulatur äußerst wichtig, genügend Wasser zu trinken. Die Empfehlungen variieren von 1,5 bis 4 Liter pro Tag und mehr.

Nun gehen wir etwas genauer ins Detail und schauen uns an, aus welchen Makronährstoffen wir unsere Energie gewinnen sollten, um am effektivsten Muskulatur aufzubauen.

„Bei Makronährstoffen handelt es sich um Proteine, Lipide (Fette) und Kohlenhydrate. Diese sind gleichzeitig die hauptsächlichen Nahrungsbestandteile sowie das Basismaterial, aus dem sich der menschliche Körper zusammensetzt“ [5].

Die Muskulatur selber besteht zu 80% aus Wasser und 20% aus Proteinen, dadurch wird deutlich, dass Proteine ein wichtiger Makronährstoff für die Muskulatur sind [6]. Allgemein liefert uns ein Gramm Eiweiß ungefähr 4 Kilokalorien. Insgesamt sind Eiweiße bzw. Proteine ein essenzieller Makronährstoff für den menschlichen Körper, da sie beispielsweise notwendig sind für die Reproduktion der Körperzellen. Sie sind die Bausteine der Zellen. Der Organismus besteht aus unendlich vielen Zellen, welche milliardenfach täglich absterben und somit dauerhaft neu produziert werden müssen. Die Funktionen der Proteine im Körper sind zahlreich:

  • Als Strukturproteine sorgen sie für Festigkeit und Elastizität (z.B. Kreatin der Haut/Haare, Kollagen des Bindegewebes).
  • Als kontraktile Proteine ermöglichen sie Bewegung (z.B. Aktin und Myosin der Muskelzellen).
  • Als Enzyme katalysieren sie Stoffwechselreaktionen (z.B. Verdauungsenzyme Amylase, Pepsin und Lipase).
  • Als Transportproteine ermöglichen sie den Transport verschiedenster Moleküle (Hämoglobin -> Sauerstofftransport).
  •  Als Antikörper sind sie für Immunabwehr verantwortlich.
  •  Als Hormone übermitteln sie Informationen zwischen Organen, z. B. bewirkt Insulin die Aufnahme von Glucose aus dem Blut.

Insgesamt bestehen 45% der Trockenmasse, also unserer Körpermasse ohne Wasser, aus Proteinen.

Die allgemeine Verzehrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt bei knapp 1 g/Kg Körpergewicht/Tag [7]. Für Leute, die Muskeln aufbauen wollen, liegen die Empfehlungen zwischen 1,7 bis 2,5 g/Kg Körpergewicht/Tag und höher. Diese Empfehlungen kommen daher zustande, dass es biologisch notwendig ist, mehr Protein zu verzehren, wenn der Körper Muskelmasse aufbauen soll. Wenn Proteine fehlen, fehlt der Baustein für neues Muskelgewebe. Außerdem bieten uns Proteine das meiste Sättigungsgefühl aller Makronährstoffe.

Nahrungsmittel mit viel Eiweiß:

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Proteinreiche Lebensmittel
  • Fleisch/Fisch
  • Eier
  • Milchprodukte (Quark und Käse)
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte (Soja, Bohnen)
  • Tofu usw. [8]


 

 

 

 

 

Ein weiterer essenzieller Makronährstoff sind die Fette bzw. Lipide. Sie liefern uns ungefähr 9 Kilokalorien pro Gramm. Diese sind für die Hormonproduktion in unserem Körper verantwortlich. Besonders wichtig für den Muskelaufbau ist hierbei die Testosteronproduktion. Weiterhin sind sie nicht zuletzt ein wichtiger Energiespeicher sowie Energielieferant.

„Im Körper gespeichertes Fett versorgt den Körper mit Energie, wenn dieser sie benötigt, Fett polstert, schützt lebenswichtige Organe und isoliert den Körper“ [9].

Fette sind strukturelle Bestandteile der Zellen und Membranen unseres Körpers. So besteht beispielsweise unser Gehirn zum größten Teil aus Fetten. In unserer Nahrung existieren auch fettlöslichen Vitamine, welche ohne Fette keinen Trägerstoff besitzen würden. Wie man sieht, sind Fette für viele essenzielle, biologische Prozesse in unserem Organismus notwendig, daher sind sie auch unverzichtbar für den Muskelaufbau. Vor allem ungesättigte Fettsäuren benötigt der Köper aus der Nahrung, da er sie nicht selber herstellen kann. Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sind z. B. Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl, Distelöl, Rapsöl und Maisöl sowie auch Avocados, Samen, Nüsse und fettreiche Seefische wie Makrele, Lachs, Hering, Forelle und Thunfisch [10]. Die Verzehrempfehlungen für Sportler liegen bei 0.8 bis 1 g/kg Körpergewicht/Tag.

Der dritte und damit letzte Makronährstoff sind die Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind hauptsächlich für die Bereitstellung von Energie wichtig. Sie liefern dem Körper ungefähr 4 Kilokalorien pro Gramm. Auch wenn dieser Makronährstoff nicht essenziell ist, haben Kohlenhydrate einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt. Sie helfen als Energielieferant durch das Training und füllen das Muskelglykogen, den Kohlenhydratspeicher in den Muskeln, nach dem Training wieder auf. Außerdem sind sie wichtig für das Wohlbefinden. Für Kohlenhydrate allgemein gibt es keine Verzehrempfehlungen. Man sollte sich als erstes seinen persönlichen Energiebedarf ausrechnen, entsprechend dem gewünschten Ziel: kontrollierter Muskelaufbau. Dies kann man am einfachsten durch einen Kalorienrechner ermitteln, den wir auch in unserem Video erwähnen. Dann sollte man die Makronährstoffe so aufteilen wie empfohlen: ungefähr 2g/kg Körpergewicht/Tag an Eiweiß, ungefähr 0,9g/kg Körpergewicht/Tag an Fetten und die Kohlenhydrate decken dann den restlichen Energiebedarf ab.

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Vollkornbrot

Allgemein ist es wichtig, dass man komplexe Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln oder Vollkornprodukten wie Vollkornbrot, Vollkornspaghetti, Vollkornreis usw. zu sich nimmt, da diese viele Mineralien und Spurenelemente enthalten. Weiterhin ist es auch wichtig, Kohlenhydrate in Form von Gemüse und Obst zu sich zunehmen, um den Körper ausreichend mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen. Warum dies so ist, wird im folgenden Abschnitt verdeutlicht – beim Thema Mikronährstoffe.

 

Mit den Mikronährstoffen sind wir beim letzten wichtigen Ernährungspunkt angelangt. Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind essenziell für Auf- wie auch Abbauprozesse in unserem Organismus.

„Mikronährstoffe sind am Stoffwechsel innerhalb der Zellen und damit an den Grundfunktionen des biologischen Körpers beteiligt, etwa dem Zellwachstum und der damit verbundenen Erneuerung von Haut, Knochen, Muskulatur, Blutkörperchen, der Nervenreizleitung sowie der Bildung von Sekreten und Botenstoffen“ [11].

Weiterhin haben Vitamine und Mineralien beinahe ein unendliches Spektrum an Aufgaben in unserem Körper. Sie schützen uns durch Antioxidantien vor Eindringlingen wie Bakterien, Parasiten, Pilzen, Umweltgiften und vielem mehr. Außerdem werden sie als Bausteine benutzt (z. B. Eisen bei der Blutbildung, Calcium für die Knochenbildung) [12].

„Sie stabilisieren unsere Nerven (z. B. B-Vitamine). Sie sind an den meisten Körperfunktionen beteiligt (z. B. Vitamin K an der Blutgerinnung), und sämtliche Stoffwechselprozesse wären ohne Mikronährstoffe undenkbar. Allein Vitamin C ist aktiver Teilnehmer an 15.000 Stoffwechselprozessen“ [13].

Da Mikronährstoffe diese enorme Anzahl an Funktionen übernehmen und Sportler einen höheren Bedarf aufweisen als Untrainierte, sollten sie ausreichend mit der Nahrung zugeführt werden. 25281965540_59ee12af3c_oSie sind hauptsächlich in Vollkornprodukten, Kartoffeln, Obst und Gemüse vorhanden. Daher empfiehlt die DGE 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag und ausreichend Getreideprodukte wie Kartoffeln und/oder Vollkornprodukte im Allgemeinen [14].

Die Quellen [15] [16] [17] [18] beziehen sich auf das gesamte Thema Ernährung.


 

[3] Kierdorf, Christian: Krafttraining. Schneller Muskelaufbau, Aachen 2015

[4] vgl. https://www.micsbodyshop.de/kalorienrechner (9.6.2016)

[5] “European Food Information Council” (EUFIC), 04.05.2016, Neuenbürg – http://www.eufic.org/article/de/artid/ernahrung-2

[6] vgl. http://www.ironsport.de/Grundlagen-Muskulatur.htm (08.06.2016)

[7] vgl. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/protein/ (07.06.2016)

[8] vgl. Biologie- und Chemieordner, Gymnasium Neuenbürg, Schuljahr 2015/2016

[9] “European Food Information Council” (EUFIC), 07.05.2016, Neuenbürg -http://www.eufic.org/article/de/ernahrung/fette/expid/Tatsachen_ueber_Fette_Grundwissen/

[10] vgl. http://www.joggen-online.de/gesunde-ernaehrung/lebensmittel/fette/fettsaeuren/ungesaettigte-fettsaeuren.html (04.06.2016)

[11] https://de.wikipedia.org/wiki/Mikron%C3%A4hrstoff_%28Medizin%29 (07.06.2016)

[12] vgl. http://www.zentrum-der-gesundheit.de/mikronaehrstoffe.html (07.05.2016)

[13] http://www.zentrum-der-gesundheit.de/mikronaehrstoffe.html (07.05.2016)

[14] vgl. https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/ (05.06.2016)

[15] vgl. https://www.youtube.com/watch?v=tvmDKPEOcTI

[16] vgl. https://www.youtube.com/watch?v=BnRVzeh1z10

[17] cgl. https://www.youtube.com/watch?v=T5YhzrXtQWE

[18] vgl. https://www.youtube.com/watch?v=tMnJoVKzIN0

Trainingsgrundlagen des Muskelaufbaus:

Zum Muskelaufbautraining (Hypertrophietraining) gehören drei wichtige Faktoren: Das Training, die Ernährung und die Regeneration. Im folgenden Teil gehen wir auf das Training und die Regeneration ein.

„Das Muskelaufbautraining ist die Haupttrainingsmethode des allgemeinen Krafttrainings und dient in allen Bereichen (Gesundheitsbereich, Fitnessbereich und im Leistungssport) der Maximalkraftsteigerung durch Hypertrophie“ [19].

Hypertrophie ist der Fachbegriff für Muskelfaserverdickung und hat insgesamt das Ziel der Muskelquerschnittsvergrößerung und damit der Maximalkraftsteigerung.

Der Trainingsplan, welchen wir euch im Trainingsplanvideo für Anfänger vorgestellt haben, basiert auf den folgenden drei Aspekten:

  1. Frequenz:

In diesem Punkt geht es darum, wie oft man eine Muskelgruppe pro Woche trainieren sollte.

Allgemein benötigt die Muskulatur ca. 48 – 72 Stunden Erholung nach einer Trainingseinheit. Durch das Training erhöht sich die Proteinsynthese in der Muskulatur. Die Proteinsynthese generell ist der Aufbau von Proteinen (Eiweißen) im Organismus. Finden mehr Aufbau- als Abbauprozesse in der Muskulatur statt, sammeln sich im Muskel mehr Proteine und sorgen für mehr Muskelaktivität und mehr Muskelmasse [20]. Dies erreicht man durch Muskelaufbautraining und eine erhöhte Proteinzufuhr, denn dadurch wird die Proteinsynthese stimuliert. Die Stimulation bzw. Erhöhung dieser Synthese hält, nachdem der entsprechende Muskel trainiert wurde, ungefähr 1-3 Tage an. In dieser Zeit werden die durch das Training beschädigten Muskelfasern repariert und „verstärkt“. Anschließend sollte die Muskulatur wieder trainiert werden um das Prinzip der Superkompensation zu nutzen.

Superkompensationsmodell:

Superkompensation
Superkompensationsmodell aus [19]
Wie die Grafik verdeutlicht, ermüdet die Muskulatur durch den Trainingsreiz. Nach dem Training beginnt die Regenerationsphase, in der sich der trainierte Muskel erholt und leistungsfähiger wird. Hierbei spricht man von der Superkompensation. Den nächsten Trainingsreiz sollte man also beim Höhepunkt der Superkompensation setzten. Wie schnell sich nun die Muskulatur erholt, hängt vom Leistungsstadium und vom „Regenerationstyp“ des Einzelnen ab. Dies bedeutet, dass sich ein fortgeschrittener Athlet schneller erholt als ein Anfänger, da der Körper diese Belastungen gewohnt ist.

„Regenerationstyp“  heißt, dass sich eine Person mit schwerer körperlicher Arbeit langsamer erholt als eine, die nicht körperlich arbeitet, da die Muskulatur während der Arbeit erneut beansprucht wird [21]. Die Regeneration hängt jedoch auch von der Schlaflänge wie auch der Schlafqualität ab, da sich der Körper hauptsächlich im Schlaf regeneriert. Entscheidend für die Regeneration sind ebenfalls die Faktoren Stress, Ernährung und Volumen. Je mehr Stress man ausgesetzt ist, umso mehr schüttet der Körper das Hormon Cortisol aus, welches das Gegenstück zum Hormon Testosteron ist. Da Testosteron maßgeblich für den Aufbau und Erhalt von Muskelmasse ist, sollte mindestens ein ausgeglichenes Verhältnis der beiden Hormone herrschen [22] . Die Ernährung ist deshalb so wichtig für die Regeneration, weil der Körper Bausteine (Proteine) und viele weitere Dinge benötigt, damit sich die Muskulatur erholen und wachsen kann. Doch das hatten wir ja bereits an anderer Stelle genauer erläutert, während der Themenbereich „Volumen“ zu einem späteren Zeitpunkt angesprochen wird.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es sinnvoll ist, die einzelnen Muskelgruppen 2 – 3 mal pro Woche in Abständen von 2 – 3 Tagen (48 – 72 Stunden) zu trainieren.

  1. Intensität:

Hier stellt sich die Frage, wie schwer man trainieren sollte.

Sport, Übung, Fitness-Studio, Die Muskeln, Gesundheit

Beim Erlernen einer Übung sollte man zunächst mit geringen Gewichten starten.  Entscheidend ist die richtige Technik, mit der diese Übungen ausgeführt werden. Nachdem man den Bewegungsablauf korrekt erlernt hat, sollte man sich langsam an eine Steigerung der Gewichte wagen. Die Intensität hängt von dem Gewicht ab, welches man mit richtiger Technik bei einer Wiederholung bewältigen kann. Dieses Gewicht entspricht der Intensität von 100%. Für den Hypertrophieeffekt sollte man in einem mittleren Intensitätsbereich, also 65% – 85%, trainieren. Man benötigt eine Mischung aus genügend Spannungsstärke in Form von Gewicht, und ausreichender Spannungsdauer in Form von Wiederholungen. Diese Intensität erreicht man mit den Wiederholungszahlen von 5 bis 12.

Wdh. 1 3 5 8 10 12
% 1RM 100% 90% 85% 75% 70% 65%

 

Wdh. = Wiederholungen

1RM = One rep max = eine Wiederholung mit dem maximalen Gewicht [23].

 

  1. Benötigter Reiz bzw. Arbeitsvolumen:

In dem von uns vorgestellten Trainingsplan für Anfänger haben wir einen Ganzkörpertrainingsplan (GK-Trainingsplan) gewählt. Dies ist für den Neueinsteiger im Bereich Fitnesssport genau das Richtige, da der benötigte Reiz zum Aufbau neuer Muskulatur noch sehr gering ist. Der benötige Reiz ist der Hauptfaktor für den Muskelaufbau. Dieser Reiz wird benötigt, um der Muskulatur bzw. dem Körper zu signalisieren, dass er stärker werden bzw. den Muskelquerschnitt vergrößern muss. Wenn dieser Reiz zu hoch gesetzt wird, beispielsweise durch eine Aufteilung der trainierenden Muskeln auf unterschiedliche Tage, kommt der Körper eines Anfängers mit der Regeneration nicht hinterher, und man hat über Tage hinweg Muskelkater. Wie bereits erwähnt, sollte man jedoch jede Muskelgruppe 2 bis 3-mal pro Woche in Abständen von 2-3 Tagen trainieren. Das ist bei tagelangem Muskelkater nicht möglich bzw. nicht sinnvoll. Ist dieser Reiz zu gering wird sich der Körper jedoch überhaupt nicht anpassen. Wir empfehlen daher einen GK-Trainingsplan, da jede größere Muskelgruppe mit nur einer oder maximal zwei Übungen beansprucht wird. Dadurch wird kein übertrieben hoher Reiz gesetzt. Am effektivsten ist es, diesen Plan 3-mal pro Woche durchzuführen. Insgesamt ergibt sich der benötigte Reiz durch das Arbeitsvolumen, welches im Training erbracht wurde. Das Arbeitsvolumen kann man ausrechnen, indem man die Serien (Sätze) x Wiederholungen x Gewicht ausrechnet.

Die Muskeln, Der Muskel, Diät, Gesundheit, Gymnastik

Ein Beispiel: Eine Person macht 60 kg Bankdrücken mit 10 Wiederholungen a 3 Sätzen. Nun rechnet man 3 x 10 x 60 = 1800. Diese 1800 sind nun das Arbeitsvolumen der Person für das Bankdrücken und damit hauptsächlich für die Brustmuskulatur. Dieses Volumen sollte zunehmen je fortgeschrittener jemand ist, da sich der Körper durch das Training auf die Belastung einstellt, Muskulatur aufbaut und dadurch besser regeneriert, denn ansonsten ist der Reiz zu klein und überschreitet nicht mehr die nötige Schwelle ab dem sich der Körper anpasst. Das Volumen kann man durch mehr Gewicht, welches man bei der gleichen Anzahl an Wiederholungen pro Muskelgruppe bewegt, steigern. Weiterhin ist es möglich, pro Muskelgruppe mehr Wiederholungen zu absolvieren, indem man entweder mehr Sätze oder mehr Wiederholungen pro Satz (Durchgang) macht. Als letztes kann man sein Volumen auch durch einen anderen Trainingsplan steigern, jedoch sollte man bei jeder Volumensteigerung  die zwei Faktoren Intensität und Frequenz beachten und nicht anfangen, auf einmal jede Muskelgruppe 5-mal pro Woche mit 25 Wiederholungen pro Satz zu trainieren.

Für das GK-Training haben wir insgesamt 6 Übungen ausgewählt, wovon 3 dieser Übungen als Grundübungen gelten: Kreuzheben, Kniebeugen und Bankdrücken. Sie beanspruchen gleichzeitig eine Vielzahl von Muskeln. Deswegen sind sie im Gegensatz zu Isolationsübungen, welche oft nur eine einzige Muskelgruppe trainieren, zeitlich viel effizienter. Weiterhin haben diese Übungen komplexe Bewegungsabläufe, wodurch man das Zusammenspiel der Muskeln mit den Muskelsträngen und damit die Muskelkoordination verstärkt. Diese Koordination ist für den Alltag wie auch zur Verletzungsprävention wichtig. Wenn im Alltag Kraftaufwendungen gefragt sind, dann kommen zum größten Teil mehrere Muskeln gleichzeitig zum Einsatz, wie z.B. Kisten tragen. Dabei ist eine verbesserte Muskelkoordination von Vorteil. Zur Verletzungsprävention, beispielsweise bei einem Sturz, kann der Muskelapparat besser gegensteuern, die Hilfs- und Stabilisationsmuskeln sind gestärkt und verhindern somit eine schlimmere Verletzung. Denn genau diese Hilfs- und Stabilisationsmuskeln werden bei den Grundübungen mittrainiert. Zur Veranschaulichung nehmen wir das Bankdrücken. Beim Bankdrücken benötigen wir nicht nur die Brustmuskulatur sondern auch den Trizeps, die vordere Schulter, den vorderen Sägemuskel, die Handgelenksmuskulatur zur Stabilisation und korrekten Haltung des Handgelenks und natürlich die Körperspannung [24].

Die weiteren drei Übungen – Schulterdrücken, Rudern und Situps – dienen dazu, Muskeln, welche noch nicht ausgiebig genug oder noch gar nicht beansprucht wurden, zu trainieren.

Die Quelle [25] bezieht sich auf den ganzen Abschnitt Arbeitsvolumen.


[19] Dr. Friedmann, Karl: Trainingslehre. Sporttheorie für die Schule, Lichtenstein 2015 (3.überarbeitete Auflage)

[20] vgl. https://www.peak.ag/de/classic/peak-blog/proteinsynthese-einer-der-machtigsten-begriffe-des-bodybuildings-teil-2 (04.06.2016)

[21] vgl. http://bodybuilding-ratgeber.com/2014/04/wie-oft-sollte-man-trainieren/ (04.06.2016)

[22] vgl. https://www.youtube.com/watch?v=QUFhBv09DPc

[23] vgl. https://www.youtube.com/watch?v=fqzTfH3dKRU

[24] vgl. http://www.uebungen.ws/die-grunduebungen/ (04.06.2016)

[25] vgl. https://www.youtube.com/watch?v=6tyAuUCAg-E

Um auf die Bildquellen zu gelangen einfach die Bilder anklicken.

 

3. Youtube
youtube

Was ist Youtube?                                                                                                                           
YouTube ist eine Videoplattform im Internet, die am 15. Februar 2005 in Amerika gegründet wurde und mittlerweile eine Tochtergesellschaft von Google ist. Auf YouTube kann man Videos hochladen, kommentieren, bewerten und natürlich auch ansehen, weshalb es auch ein soziales Netzwerk ist, da man mit anderen Nutzern interagieren kann. Seit 2007 ist es auch möglich, dass man mit YouTube Geld verdienen kann, indem man YouTube-Partner wird [26].


[26] https://de.wikipedia.org/wiki/YouTube (5.05.2016)

 

Warum haben wir Youtube ausgewählt?   

Wir haben YouTube als Plattform für unsere Seminararbeit ausgewählt, da wir selbst täglich auf YouTube unsere Freizeit verbringen und uns schon etwas damit auskennen. YouTube kennt auch jeder es ist einfach einen Kanal zu finden oder ein bestimmtes Video. Andere Videoplattformen wie z.B. MyVideo und Clipfish sind dagegen relativ unbekannt und schlecht um sich selber zu repräsentieren. Bei YouTube kann man nämlich z.B. sein Kanalbild, Kanalbanner und Playlisten selber erstellen. Viele Jugendliche in unserem Alter benutzen YouTube tagtäglich, was auch ein Grund ist warum wir YouTube ausgewählt haben, da wir genau diese Altersgruppe und auch junge Erwachsene ansprechen wollen.

Das Produzieren von Videos:                                                                                                   
Bevor man überhaupt anfängt zu Videos zu drehen, muss man sich ein Konzept oder ein Skript überlegen und erstellen, damit man genau weiß, über was man in dem Video reden oder was man zeigen will. Natürlich braucht man dann zum Drehen eine geeignete Kamera, im idealen Fall eine Kamera, die auch in High Definition (HD) filmt. Nach dem Filmen braucht man ein gutes Schnittprogramm um die aufgenommenen Videos zu schneiden und zu einem Video zusammenzuführen oder um die irrelevanten Teile zu entfernen. Ist das Video fertig produziert, kann man noch Musik in den Hintergrund hinzufügen um die Atmosphäre stimmig zu machen. Um das Video dann auf Youtube hochladen zu können, muss man das Video in das gewünschte Format rendern, am besten in „Full HD“. Doch für das Rendern (auch Rendering [27] genannt) benötigt man einen leistungsfähigen Computer, ansonsten kann dies eine lange Zeit beanspruchen. Zu guter Letzt muss das fertige Video auf YouTube hochgeladen werden, wozu man eine gute und stabile Internetverbindung benötigt.


[27] https://de.wikipedia.org/wiki/Rendern_(Design) (11.05.2016)

Dieses Gerüst haben wir aufgebaut, damit die Kamera auf der richtigen Höhe ist, da wir kein Stativ besitzen :D
Dieses Gerüst haben wir aufgebaut, damit die Kamera auf der richtigen Höhe ist, da wir kein Stativ besitzen 😀

 

Unsere Erfahrungen mit dem Produzieren von Videos:                                                        
Das Produzieren von Videos ist schwieriger und aufwendiger als die meisten Leute bzw. die Zuschauer der Videos denken, da diese nur das Produkt, das Video sehen. Aber nicht in die ganze Arbeit, die dahinter steckt.
Bei dem Produzieren unserer Videos war es vor allem schwer die Kamera in die richtige Position zu stellen, da wir eine GoPro Kamera (Action Kamera) benutzt haben und man sich dabei nicht selbst sehen kann, während man filmt.

 

Die von uns benutzte Kamera: GoProHero3
Die von uns benutzte Kamera: GoPro Hero 3 [28]

[28] https://pixabay.com/de/ (11.05.2016)

Auch das richtige Schnittprogramm zu finden war nicht leicht, da die meisten kostenlose Programme nicht unseren Ansprüchen genügten, entschieden wir uns für die Testversion von Sony Vegas Pro 13. Das Programm war anfangs schwer zu verstehen und zu benutzen, aber es hat uns enorm weiter geholfen, nachdem wir etwas Erfahrung im Umgang damit gesammelt hatten. Doch alleine das Schneiden der Videos hat mehrere Stunden Zeit in Anspruch genommen.

Screenshot während dem Schneiden von unserem Trainingsplanvideo.
Hier ein Screenshot während dem Schneiden von unserem Trainingsplanvideo.

 

Die passende Hintergrundmusik zu finden viel uns auch sehr schwer, da bei vielen Lieder, die uns gefielen, es nicht zu 100% eindeutig war, ob das Lied lizenzfrei ist oder welche CreativeCommons Lizenzen für das Lied vorgesehen waren. Letztendlich haben wir einen guten Youtubekanal gefunden, dessen Musik wir problemlos verwenden durften.

Da wir beide keine Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung haben, dauerte das „Uploaden“ der Videos ziemlich lange, unser zweites Videos haben wir über die Nacht hochgeladen, da es mehrere Stunden dauerte.

 

Schlusswort:

Zusammenfassend ist zu sagen, dass eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig im Bereich Fitness ist und man vor allem reichlich Eiweiß zu sich nehmen sollte. Doch auch auf die anderen Makronährstoffe, Mikronährstoffe und die Kohlenhydrate sollte geachtet werden, wenn sich ein Sportler/In gesund ernähren will. Sie sind für den menschlichen Körper essentiell, nicht nur, wenn man Fitnesssport betreibt.

Beim Training ist die Kontinuität am Wichtigsten! Das heißt, die Muskeln regelmäßig zu trainieren um den benötigten Reiz zu setzten. Das Aufbauen einer Grundmuskulatur ist auch sehr wichtig am Anfang, weshalb wir einen Ganzkörpertrainingsplan empfehlen. Egal, ob bei dem von uns ausgewählten Hypertrophietraining oder beim Ausdauersport, welcher unser Thema übersteigt, aber auch zum Fitnesssport dazugehört.

Wie an diesem Beitrag zu bemerken ist, interessieren wir uns sehr für das Thema Fitness und Ernährung und das Schneiden und Drehen der Videos hat uns auch sehr viel Spaß gemacht. Das Schneiden ist zwar zeitaufwendig, aber wir schauen optimistisch in die Zukunft und wollen uns vor allem in diesem Bereich weiterbilden.

Aus diesem Grund haben wir uns auch überlegt den Kanal nach dem Seminarkurs weiterzuführen, da wir auch bereits ca. 10 Minuten nach dem Hochladen unseres Einführungsvideos  zwei Abonnenten bekamen, zwei Likes und einen positiven Kommentar. Doch die Konkurrenz auf YouTube ist groß, es gibt bereits einige YouTubekanäle, die Fitness und Ernährung thematisieren. Dadurch ist es schwierig, sich zu etablieren und durchzusetzen.

Das Thema Fitness ist gerade sehr in einem „Hype“ und auch sehr viele junge Menschen in unserem Alter fangen gerade damit an, egal ob Junge oder Mädchen. Was vermutlich auch ein Hauptgrund dafür ist, dass zurzeit immer mehr Fitnesskanäle auf YouTube gegründet werden. Inzwischen gibt es auch Fitnessarmbänder und Fitnesstracker, welche z.B. die Schritte zählen oder die Herzfrequenz anzeigen. Die weltgrößte Messe für Fitness, Gesundheit und Wellnes, die FIBO findet jährlich in Köln statt und wird  immer häufiger in den letzten Jahren besucht, was auch an dem Fitness „Hype“ liegt.

 

 

Jonas und Raphael.