SMEP-Jugendmedienschutz-Kurs

Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Uhland-Schule Heimsheim und des Gymnasium Neuenbürg nahmen in den letzten Monaten an der Ausbildung zum SMEPer (Jugendmedienschutz) teil. Die Ausbildung fand in den Räumen der Sparkasse in Pforzheim und im Medienzentrum Pforzheim – Enzkreis statt.

von oben links: Luisa, Melanie, Celine, Lysann, Alessio, Lia, Paul, Steffen, Bjarne, Nick, Sarah, Sina, o.N.

Hier einige Einblicke in die Ausbildung:

 

Gefahren im Netz – Cybermobbing

Viel Spaß bei unserem Beitrag 😉

Wie ihr an unseren Begrüßungsvideos, die mithilfe von Snapchat gemacht wurden, erkennen konntet, ging es bei unserem selbst gestalteten Unterricht um das Thema ,,Cybermobbing“. Für uns war es besonders wichtig, dass wir unseren Klassenkameraden näher bringen können, was Cybermobbing überhaupt bedeutet da sich dabei ja um ein relativ neues ,,Phänomen“ handelt. Was vor allem daran liegt, dass sich in der heutigen Zeit das soziale Leben immer mehr im Internet abspielt.

 

Unsere Präsentation haben wir mit einer Prezi unterstützt, auf die ihr hier einsehen könnt:
https://prezi.com/embed/mad_mths_kzw/?bgcolor=ffffff&lock_to_path=0&autoplay=0&autohide_ctrls=0&landing_data=bHVZZmNaNDBIWnNjdEVENDRhZDFNZGNIUE43MHdLNWpsdFJLb2ZHanI0am1UQzRpZ2Q5VVY2OU4xdW50WlhpY2tRPT0&landing_sign=k5mkEC6b0y6XqCQKHZzUsmcNmWORaTXi_K-SfacmLqk

Da wir in unseren Unterricht noch ein Interview mit Frau Dr. Elke Höfler, eine Mitgestalterin von Imoox hatten, wollten wir noch vor unserem eigentlichen Unterricht über Cybermobbing, das Gedächtnis unserer Mitschüler auffrischen und erzählten ihnen erst einmal ein paar grundlegende Informationen über die Lernplattform Imoox, in der wir im ersten Schulhalbjahr einen Onlinekurs mit dem Namen ,,Soziale Medien & Schule: für wen, wieso, wozu?“ belegt haben. Den Link dazu findet ihr hier: https://imoox.at/wbtmaster/startseite/. Frau Dr. Höfler hat diesen Kurs mitentwickelt und so war sie die perfekte Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund ums Thema Internet. Damit wir auf das Interview gut vorbereitet sind, haben wir uns im Voraus schon selbst Fragen überlegt  und unsere Klassenkameraden ebenfalls um interessante Fragen gebeten. Jedoch kam von ihnen nur wenig Rückmeldung, mit Ausnahme unserer Lehrerin.

 

 

 

Hier ein kleiner Ausschnitt aus „Edmodo“ welches wir nutzen um uns innerhalb unseres Kurses austauschen zu können auch außerhalb des Unterrichts

 

 

 

Doch jetzt zurück zum Thema Cybermobbing.

Da sich unser Leben immer mehr im Internet abspielt und wir dort auch sehr viel mehr Zeit verbringen als früher, ist es wichtig zu erkennen, wo die Grenze zwischen ,,Spaß“ und ,,Ernst“ liegt.

Was meint ihr wo hört bei euch der Spaß auf?  

 

Auch wenn die meisten so grob wissen, was Cybermobbing ist, wollten wir den Schülern zu Beginn eine genaue Definition von Cybermobbing geben, damit es keine Unstimmigkeiten zwischen uns und den Schülern gibt. Als nächstes klärten wir sie dann über die Unterschiede zwischen „normalem“ Mobbing, wie es zum Beispiel in der Schule oder Arbeit existiert, und dem Mobbing im Netz auf.
Damit wollten wir erreichen, dass die Schüler verstehen, dass Cybermobbing um einiges verehrender als das typische Mobbing sein kann, da das Internet keine Grenzen, wie Hauswände oder Hemmungen kennt.
Die Mobber können einen also auch bis in sein eigentlich sicheres Zuhause folgen und  sind dabei durch ihre Anonymität viel aggressiver. Nachdem wir danach noch geklärt haben, wie es überhaupt zu Mobbing im Internet gekommen ist, wollten wir durch eine Fragerunde zu den  Folgen von Mobbing, von den Schülern wissen, welches Vorwissen zu diesem Thema vorhanden ist. Dabei stellten wir schnell fest, dass die Schüler relativ gut informiert waren, speziell was die Folgen für das „Opfer“ sind. Jedoch waren sie sich nicht bewusst, dass die Folgen für den Täter mehr als nur eine Geldstrafe mit sich führen kann, je nach Härte des Vergehens.

Da die Schülerinnen und Schüler über dieses Thema schon gut Bescheid wussten, ging es sofort weiter mit sinnvollen und weniger sinnvollen Lösungsvorschlägen falls man mit Mobbing konfrontiert wird und was dagegen als Folge zu tun ist. Dabei hieß es für die Schüler und auch für unsere beiden Lehrer „Learning by doing“. Wir hatten die Schüler schon im Voraus in verschiedene Gruppen eingeteilt, für die wir unterschiedliche Karten vorbereitet hatten, auf welchen unsere Lösungsvorschläge geschrieben wurden, wie man als Opfer auf Mobbing reagieren sollte. Die Schüler hatten dabei die Aufgabe, diese mehr oder weniger sinnvollen Vorschläge nachzuspielen und mit den Ipads aufzunehmen. Da sich alle viel Mühe dabei gegeben haben, hat das Drehen der Kurzfilme viel Zeit in Anspruch genommen, die wir aus Erfahrung, von den Unterrichtsstunden zuvor eingeplant hatten.

Jedoch können wir diese Videos leider nicht einbinden was vor allem darin liegt, dass in den Videos die Klarnamen unserer Klassenkameraden zu sehen sind und im Hintergrund Musik läuft für welche wir keine Veröffentlichungsrechte besitzen. Was wir im Voraus hätten berücksichtigen sollen.

 

Diese Filme dienten als Grundlage zu einer kleinen Diskussion darüber was denn nun geeignet ist, um Mobbing zu bekämpfen. Dabei durften die Schüler abstimmen ob sinnvoll oder nicht und ihre Meinung begründen. Das Ganze haben wir in einem Tafelbild festgehalten, das ihr euch hier anschauen könnt:

Vor der Diskussion fand allerdings noch das Interview mit Frau Dr.  Höfler statt, da wir mit ihr eine Uhrzeit ausgemacht haben, an der wir mit ihr über Skype reden. Wie eben schon genannt haben wir uns dabei zwar auf das Interview vorbereitet, trotzdem waren wir im Voraus ziemlich nervös, da es für uns alle in der Gruppe, das erste Interview war. Jedoch war diese Nervosität völlig umsonst, denn Frau Höfler stellte sich als eine sehr sympathische und redegewandte Frau heraus. Im Voraus müsste jedoch abgeklärt werden ob Frau Dr. Höfler mit der Veröffentlichung dieses Videos einverstanden war.

Das komplette Video könnt ihr dabei unter diesem Abschnitt sehen. Verpasst dabei nicht die Frage wie man Imoox ausspricht da die Antwort darauf einen wirklich überrascht!

Nach einem kurzen Vortrag unsererseits, wobei wir hauptsächlich auf die Methoden, wie man Cybermobbing verhindert eingingen, war geplant mit einem Statement Video gegen Cybermobbing langsam zum Ende der Unterrichtseinheit zu kommen. Leider reichte uns dazu in gewisser Weise jedoch die Zeit nicht mehr, da der Aufbau für das Interview und auch das Interview selbst länger gedauert hat als wir einkalkuliert hatten. Deshalb mussten wir am Ende noch einmal improvisieren, was uns ein bisschen aus der Bahn geworfen hat.

Es lief dann darauf hinaus, dass wir noch eine Diskussion über das ganze Thema Cybermobbing hatten, die hauptsächlich von unseren Lehrern eingeleitet wurde. Diesen war nämlich aufgefallen, dass es auch in unserem Seminarkurs immer wieder ein paar Sticheleien gab, die man als Schüler schon ausgeblendet hat, da man sie schon zum Teil gewöhnt war und man sich bei den meisten sicher sein kann, das sie nicht böse gemeint sind.
Natürlich kann man dabei nicht allgemein sprechen, denn auch wenn man selbst es als Spaß versteht, kann es für einen anderen eine ganz andere Bedeutung haben, besonders wenn dieser nicht so viel Selbstbewusstsein hat wie man selbst. Genau deshalb fanden wir es dann gut und auch wichtig, dass es zum Ende diese Diskussion anstatt der Videos gab, damit jedem noch einmal klar wurde, wie solche meist nicht böse gemeinten Stichelleien und Witze auch aufgefasst werden können. An den Reaktionen der Schüler hat man schließlich auch gemerkt, dass jeder zumindest noch einmal über sein Verhalten nachgedacht hat.

Als Letzten Punkt war zudem noch ein Kahoot-Quiz gedacht, was jedoch auch nicht mehr in den Zeitplan gepasst hat. Da wir dieses jedoch schon erstellt hatten, wäre es schade gewesen, wenn das jetzt weggelassen werden würde, weshalb wir es hier drunter noch verlinken, damit jeder nochmal sein Wissen über Cybermobbing testen kann. Wenn ihr euer Wissen generell auffrischen wollt könnt ihr euch gerne auch noch unsere Prezi dazu anschauen, die wir schon am Anfang unseres Beitrags verlinkt haben.  

Falls euch die Quellen interessieren die wir in unserer Präsentation verwendet haben könnt ihr diese gerne am Ende unserer Prezi anschauen.

Ich hoffe euch hat unser kleiner Einblick über das Thema Cybermobbing gefallen

 

Jan, Gloria und Jana:)

Kahoot! – Make Learning Awesome!

Was ist Kahoot?

Die Web-App Kahoot“ ist eine kostenlose Lernplattform. Sie wurde im August 2013 in Norwegen gestartet und wird inzwischen weltweit von über 50 Millionen Menschen genutzt. Mit ihr lassen sich Wissensüberprüfungen durch ein Quiz, einer Diskussion oder einer Umfrage erstellen.


Wie funktioniert Kahoot?

Wenn man die Webseite http://kahoot.it öffnet stößt man nur auf die Seite, auf welcher man sich für ein „Kahoot“ einwählen kann:2016-11-27_194058

Falls man ein „Kahoot“ spielen möchte und eine „Game Pin“ erhalten hat vom Host, ist man auf dieser Seite richtig. Wenn man die „Game Pin“ eingegeben hat und auf die Taste „Enter“ gedrückt hat, muss man sich nur noch einen Nicknamen ausdenken und schon ist man in der Lobby des „Kahoots“:kahoottest

Falls man aber ein „Kahoot“ selbst erstellen möchte, muss man die Seite http://getkahoot.com öffnen.


Wie erstellt man denn selbst ein „Kahoot“?

Je nachdem wie man das „Kahoot“ gestalten und nutzen möchte, kann man ein Quiz, eine Umfrage oder eine Diskussion erstellen:2016-10-11_195954

In diesem Falle habe ich ein Quiz erstellt. Zuerst wählt man einen Titel, die Sprache, den Verwendungsort und die Sichtbarkeit für andere Nutzer und eine Beschreibung. Optional kann man noch ein Titelbild oder ein Intro Video einfügen. Wenn man in die Beschreibung einen Hashtag (#) einfügt, lässt sich das Erstellte „Kahoot“ auch von anderen Nutzern finden. Dies kann sehr Nützlich sein, wenn man zum Beispiel ein Quiz zu einem bestimmten Thema spielen möchte, es aber nicht selbst erstellen will.2016-10-11_200040

Im nächsten Schritt kann man eine Frage erstellen. Auf diese Frage kann man mit bis zu 4 Antworten antworten. Es kann auch mehr als eine Richtig sein. Zusätzlich lassen sich noch die Zeit zur Beantwortung der Frage und eine Auswertung durch Punkte einstellen. Je früher die Frage beantwortet wird desto mehr Punkte erhält man. Zu der Frage lässt sich natürlich noch ein Bild oder ein Video einbinden.2016-10-12_170341

Wenn man das „Kahoot“ (in diesem Falle das Quiz) fertiggestellt hat, hat man die Möglichkeit es wieder zu editieren, es selbst auszuprobieren (Preview) oder es gleich zu Spielen mit mehreren Teilnehmern.2016-10-12_170937


Welche Vorteile sehen wir in „Kahoot“?

  • Teilnahme am Quiz ist fast auf jedem Gerät möglich
  • Lernen auf neuem Level
  • Motivierend für die Schüler/Teilnehmer
  • Kostenlos
  • Leicht bedienbar
  • Auswertung durch Punkte

Unser Statement

Unserer Meinung nach ist „Kahoot ein wunderbares Tool um Zuhörer, Schüler oder Teilnehmer einzubinden. Unter Anderem eignet es sich auch gut zum lernen. Für die Schule sollte „Kahoot“ in den Unterricht eingebracht werden, da es sich vor allem dort wunderbar eignet und Abwechslung bringt.


Mit unserem Seminarkurs haben wir auch ein paar „Kahoots“ erstellt, diese finden sich hier oder unter #Neuenbürg.


Lieber Grüße, Yannick Mamingi und Jan Schmid

Cybermobbing

Nachdem uns in der Klassenstufe 10 verschiedene Seminarkurse vorgestellt wurden, hat der Kurs „Digitale Kompetenz“ bei mir großes Interesse geweckt und machte mich neugierig, mehr über dieses Thema zu erfahren. Ich denke, dass es in der heutigen digitalen Welt wichtig ist, viele Facetten dieses bedeutenden Themas zu kennen.

Für die jüngere Generation ist ein Leben ohne Handy und Internet kaum mehr vorstellbar. Täglich nutzen Teenager und Jugendliche soziale Netzwerke wie z. Bsp. Facebook, Twitter, Tumblr, Google+, Instagram und Instant-Messenger wie WhatsApp und Snapchat zum Kommunizieren, Austauschen von Informationen, zur Unterhaltung oder Selbstdarstellung. Leider wirft der technische Fortschritt vor allem bei der Internetnutzung Schattenseiten auf.

Über Umwege habe ich mich für das Seminarthema „Cybermobbing“ entschieden.  Nach einem Gespräch mit Frau Strauß (Ende April 2016) hat mich das Thema gleich inspiriert. Bereits am 3. November 2015 besuchte ich eine Veranstaltung im PZ Forum in Pforzheim. Hier wurde über Chancen und Risiken der neuen Medien referiert. An diesem Abend sprach unter anderem der Polizeioberkommissar Dirk Schäfer über Gefahren im Internet. Auch er verdeutlichte in seinem Vortrag wie schwerwiegend die Themen Internet-Kriminalität und Cybermobbing sind. [21]

Hier möchte ich euch auf einen SMEP-Beitrag „Polizei zu Besuch“ am Gymnasium Neuenbürg aufmerksam machen. Experte Polizeioberkommissar Dirk Schäfer war vor Ort. [22]

Polizei zu Besuch

Auch nachfolgende News unterstreicht die Wichtigkeit Cybermobbing einzudämmen:

1[14]

Zuerst werde ich in meinem Blockeintrag Wissenswertes rund um das Thema Cybermobbing einstellen.

Dann beschäftige ich mich mit der Ausarbeitung meiner Umfrage, die ich in zwei Klassen der Klassenstufe 6 im Gymnasium Neuenbürg durchgeführt habe.

Danach folgt eine Sprachaufnahme von meinem Interview mit einem anonymen Cybermobbing-Opfer (vom 13. Mai 2016). Gerne hätte ich eine Sprachnachricht oder eine Stellungnahme von einem Cybermobbing-Täter in meine Arbeit eingestellt. Jedoch ist mir dies nicht gelungen, deshalb werde ich mögliche Gründe für das Nicht-outen der Täter aufführen.

Abschließend folgt ein Ausschnitt von meinem Gespräch mit einer ehemaligen Rektorin einer Werkrealschule (Anfang Juni 2016).

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Website der Schule

Seminararbeit „Website der Schule -basierend auf WordPress“

Einleitung

Das Internet hat seit seiner Einführung zu einem Modernisierungsschub auf der ganzen Welt in den Bereichen Wirtschaft und Kommunikation geführt. Durch die weltweite Vernetzung ist die Entstehung neuer Wirtschaftszweige, so wie ein Wandel des Kommunikationsverhalten und die Mediennutzung im privaten und beruflichen Bereich ermöglicht worden. Oft wird die kulturelle Bedeutung dieser Entwicklung mit der Erfindung des Buchdrucks gleichgesetzt.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Internet , Stand: 05.05.2016 18:42 Uhr)

Mit der weltweiten Verbindung durch das Internet entstehen im Netzwerk virtuelle Plätze, an welchen Dateien und Ressourcen hinterlegt sind. Diese bieten die Möglichkeit sich innerhalb des Internets durch einen virtuellen Platz, auch Website genannt, zu präsentieren. Eine sogenannte Website dient als Webauftritt, Webpräsenz und Webangebot eines oder mehreren Nutzern und als Medium zur Kommunikation über das Internet.

Eine Website besteht aus meist strukturiertem Text, in welchem Bilder und andere Multimedialelemente eingebunden sind. Der Aufbau einer Website bildet sich aus einer HTML – Datei, welche in einem Verzeichnis eines Pfads einer Domain liegt. Die Weiterentwicklung des Internets und dadurch auch die der Programmiersprachen, hatte zur Folge, dass die HTML Strukturen einer Website immer komplexer und vielzähliger wurden, wodurch durch Hyperlink verknüpfte Pfade einer Domain, eine Website mit mehreren verschiedenen Seiten ermöglicht wurden.

Im Gesamten steigert dies die Anschaulichkeit und Funktionalität einer Website sowie die Möglichkeit komplexere Informationen an die Nutzer im Internet zu übermitteln. Um eine plattformunabhängige Darstellung in allen Browsern zu erlangen wird die Programmiersprache HTML oder XHTML gewählt. Zur einfachen Strukturierung der in HTML oder XHTML festgelegten Informationen und Daten wird CSS als Programmiersprache für die Gestaltung genutzt, da auch diese eine plattformunabhängige Darstellungsmöglichkeit bietet.

Die Dateien und Ressourcen, die die Website bilden, werden auf einem Webserver abgelegt, welcher die Verbindung zu anderen Nutzern im Netzwerk ermöglicht, also die Website im Internet für alle sichtbar macht. Der Webserver befindet sich häufig in einem Rechenzentrum von einem Webhoster, welcher seine Webserverplätze, auch Webspaces genannt, an den Inhaber der Website vermietet.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Website , Stand: 5.05.2016 14:24 Uhr)

Im folgenden wird der Aufbau einer, auf WordPress basierenden Website, anhand des Beispiels einer neu gestalteten Schul – Website für unser Gymnasium erläutert und die einzelnen Arbeitsschritte, sowie Funktionalitäten und Aufbaustrukturen erklärt.

Website, basierend auf WordPress

WordPress ist eine Software, mit welcher sich benutzerfreundlich und einfach eine Website gestalten und sowohl deren Inhalte verwalten, als auch das Erscheinungsbild und Anordnungen einfach koordinieren, verändern und gestalten lässt. Es zählt als Content-Management-System und ist vollständig Open Source, was zur Folge hat, dass es für jeden Nutzer frei und kostenlos zur Verfügung steht.

Durch den Download von WordPress und der Installation auf einem Webserver sind die Bedingungen für eine auf WordPress basierenden Website erfüllt und der Nutzer kann direkt anfangen seine eigene Website zu gestalten (Design), sowie Inhalt (Content) einzufügen und zu verwalten.

WordPress ist die meist Verwendete Software zum einfachen Website erstellen überhaupt. Die Statistiken von http://w3techs.com/technologies/overview/content_management/all (Stand 09.05.2016 19:12 Uhr) sagen aus, dass WordPress bei 61% aller auf Content-Management-System basierenden Websites verwendet wird.

Durch die hohe Interesse an WordPress, welches auch anhand der nach eigenen Angaben von WordPress (http://wordpress.org/download/counter/ , Stand: 09.05.2016 19:14Uhr) über 18 Millionen Downloads der freizugänglichen Software zu bezeugen ist, entsteht innerhalb des Internets eine Community, in welcher über WordPress diskutiert und für WordPress Hilfe gesucht werden kann. Auch dies ist ein weiteres Merkmal welches sowohl Einsteigern den Umgang mit WordPress erleichtert und schnell nahebringt, als auch die Interesse an WordPress steigert. Dadurch entwickelt sich Wordpress zu einer Open Source Content-Managment-System Software mit Potenzial für die Zukunft und hoher Nutzerfreundlichkeit im Web.
Wordpress wird in einer der modernsten Webprogrammierungssprachen „PHP“ (Personal Home Page )  geschrieben und benötigt daher einen Webserver zur Umsetzung sowie eine MySQL Datenbank, in welcher alle Daten und Inhalte der Website gespeichert werden.

Zur Gestaltung einer auf WordPress basierenden Website gibt es verschiedene Themes, welche kostenlos oder für eine bestimmte Summe von verschiedenen Anbietern erworben werden können.

Trotz den vorgeschriebenen Themes ist es möglich, einen Eingriff im Quellcode der Seite vorzunehmen. Dies macht WordPress vorallem für gelernte Informatiker und Webentwickler interessant und individuell.

So lässt sich aus einem vorgegebenem Theme, flexibel durch einfache Codeänderungen, der gewünschte Content der Website verändern und anpassen oder fehlenden Funktionen hinzufügen. Benutzern, die weder Informatik studiert haben noch Webentwickler sind, ist es ebenso möglich, Ergänzungen vorzunehmen, um mehr Funktionen für die eigene Website zu bekommen. Dies funktioniert durch das integrierte Plugin System, welches Benutzer möglich macht, weitere Funktionen, also vorprogrammierte Codes, in die Website einzubinden. Plugins sind wie Themes von externen Anbieter sowohl kostenfrei, als auch für eine gewisse Summe zu erhalten und können durch die Plugin Integration in die WordPress Websites eingebunden werden.

(Quelle: http://wordplus.de/was-ist-wordpress , Stand: 09.05.2016 19:32 Uhr)

Benutzerstruktur für die Schule

Ein weiteres Merkmal, welches WordPress so populär macht, ist der benutzerfreundliche Umgang und die Möglichkeit, eine Website von mehreren Personen, in unterschiedlichen Bereichen verwalten zu lassen.

Bei der Website einer Schule gibt es mehrere Benutzer, die auf die Website Zugriff erhalten und ihre Inhalte der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Hierfür bietet WordPress ein passendes Benutzersystem, welches sowohl den Schutz der Website garantiert, damit keine Bugs entstehen, programmierten Codes verändert oder gelöscht werden können und die Grundstruktur der Website bestehen bleibt.

Jeder Benutzer kann nur durch den Verwalter, auch Administrator genannt, angelegt werden und einen Zugang über seine Email Adresse erhalten. Nach der Registrierung des Nutzerzugangs auf der Website ist es dem Benutzer möglich, sein Passwort selbständig zu ändern und festzulegen, um zukünftig reibungslos die gewünschten Inhalte der Seite ändern zu können.

Das Benutzersystem sieht vor, jedem einzelnen Benutzer eine Rolle zuzuweisen. Diese Rolle legt fest, welche Rechte der Nutzer hat, Inhalte und Einstellungen an der Website zu ändern.

WordPress selbst verfügt über fünf Voreingestellte Benutzerrollen. Der Administrator erhält uneingeschränkte Rechte am Inhalt und den Einstellungen der Website, ihm ist es somit möglich neue Benutzer hinzuzufügen, Einstellungen und Themen zu ändern sowie Plugins zu installieren. Alle anderen Benutzer sind dem Administrator unterstellt, so dass der Administrator Änderungen der Nutzer rückgängig machen oder löschen kann. Bei der Website der Schule übernimmt diese Rolle derjenige der die Website erstellt hat und ein Lehrer oder eine Lehrerin, welche als Hauptverantwortliche für die Website ausgewählt wird und diese verwalten wird. Speziell für die Website der Schule wird die Benutzerrolle Autor für alle Mitwirkenden, die Inhalte einfügen oder ändern wollen, genutzt. Diese Rolle hat eine eingeschränkte Rechteverteilung. Benutzern dieser Rolle ist es möglich neue Beiträge auf der Website zu erstellen, zu veröffentlichen und zu löschen oder die vorhandenen Beiträge zu bearbeiten und zu löschen. Damit wird garantiert, dass an der Grundstruktur der Website und dem Aufbau des ausgewählten Themes nichts verändert werden kann, da dies sonst bis hin zu einem Verzeichnisfehler der Website auf dem Webserver führen kann und die Website im Internet nicht mehr vorhanden ist. Daher wird hier gezielt auf ein Benutzermodell mit zwei verschiedenen Benutzerrollen, welche unterschiedliche Rechte beinhalten, gesetzt. (Quelle: http://wordplus.de/was-ist-wordpress , Stand 09.05.2016 20:06 Uhr)

Inhalte und Editor

In WordPress liegen zwei grundlegende Inhalts-Typen vor, welche zum Einfügen des Inhalts der Website vorgefertigt sind und genutzt werden. Diese Typen nennen sich „Seiten“ und „Beiträge“. Es gibt wesentliche unterschiede zwischen Seiten und Beiträge, während Beiträge chronologisch nach Datum der Veröffentlichung auf der Startseite oder einer festgelegten Seite aufgeführt werden, so ist ein Seite statisch und wird nicht nach dem Datum aufgeführt, sondern ist in der Navigation oder Seitenleiste zu finden. (Quelle: https://de.support.wordpress.com/post-vs-page/ , Stand 10.05.2016 20:33 Uhr).

Außerdem sind Seiten von mehreren Punkten auf der Website erreichbar und der Inhalt bleibt statisch vorhanden, während sich Beiträge dynamisch verhalten und nach dem Datum sortieren. Auf der Website der Schule speziell gestaltet sich eine Navigationszeile aus verschiedenen Seiten. Diese Seiten bringen einen statischen Inhalt und stehen als Oberbegriffe für den dort veröffentlichten Inhalt. Hier wird der Vorteil genutzt, dass von jedem Punkt der Website auf die Seiten zugegriffen werden kann und der Nutzer es einfach hat sein gesuchtes zu finden. Innerhalb der Seiten wird dann der Inhalt durch Beiträge erfasst, damit durch die dynamische Inhaltsveränderung der Seiteninhalt immer aktuell bleibt. (Quelle: http://blogkiste.com/wordpress-seite-beitrag-unterschied/ , Stand 10.5.2016 20:48 Uhr)

Auf der Website der Schule soll über die neusten Ereignisse der einzelnen Fächer informiert werden. So gibt es jeweils eine statische Seite zu jedem Fach, auf welche von allen Punkten auf der Website zugegriffen werden kann, deren Inhalt in Beiträgen ausgegeben wird, damit sich das aktuellste Ereignis für den Besucher immer an oberster Stelle befindet. Die Eingabe des Inhalts erfolgt über den integrierten Webeditor namens „TinyMCE“ der im visuellem Modus oder HTML Modus vorliegt. Im visuellem Modus werden die eingegebnen Inhalte grafisch dargestellt und der Text kann durch einfache Einstellungen, welche sich hinter Schaltflächen, oberhalb des Editors befinden, visuell formatiert werden. Im HTML Modus dagegen wird die Möglichkeit geboten, direkt im Quelltext zu arbeiten und den eingegeben Text mit HTML Befehlen so zu formatieren wie der Nutzer es möchte.

WordPress-Beitrag-bearbeiten
(Quelle: http://wordplus.de/wp-content/uploads/WordPress-Beitrag-bearbeiten.png , Stand 10.05.2016 20:57 Uhr)

 

Bilder einfügen

Um die veröffentlichten Inhalte visuell zu unterstützen, bietet WordPress eine Möglichkeit Bilder in die Inhalte einzufügen. Die Bilder müssen entweder direkt über den Editor hochgeladen werden, oder über den Menüpunkt „Medien“. WordPress speichert diese dann direkt auf dem Webserver und bindet automatisch den Serverpfad des Bildes ein, damit dieses korrekt angezeigt wird. Die Auflösung wird von WordPress automatisch angepasst, damit das Bild auf der Seite korrekt angezeigt wird und die Ladezeit beim Aufrufen der Website für den Besucher nicht zu lange dauert. (Quelle: http://wordplus.de/was-ist-wordpress , Stand: 10.05.2016 21:13 Uhr)

Verwendetes Theme

Das für die Website der Schule verwendete WordPress – Theme trägt den Namen „Enfold“ und wird von Christian Budschedl bereit gestellt. Es profitiert hauptsächlich von den vielen Möglichkeiten und Variationen, die geboten werden um eine Website zu gestalten. Außerdem ist es leistungsstark für Webserver optimiert und bietet durch ständige Updates immer die neusten Sicherheitsmaßnahmen.

Aufbau der Schulwebsite

Die Website wird aus drei wesentlichen Teilen aufgebaut. Angefangen mit dem „Header“, welcher sich immer an oberster Stelle der Website anordnet und den Titel beinhaltet (hier links) so wie rechts die Navigationsleiste, welche durch Hyperlinks auf alle Inhaltsseiten der Website verlinkt. Die Navigation bildet die Überbegriffe der Themen und soll zum schnellen Zugriff des Besuchers auf gewünschte Themen beitragen. Für einzelne Navigationspunkte können Unterpunkte hinzugefügt werden, um die Bereiche zu präzisieren. Der Header ist auf allen Seiten der Website vorhanden und bietet die Möglichkeit durch einen Klick, auf die Schaltfläche des Logos (hier links), zurück auf die statische Startseite zu gelangen oder über die Navigationsleiste zu den gewünschten Themenbereichen weitergeleitet werden. Außerdem befindet sich neben der Navigationsleiste im Header eine Schaltfläche, welche durch eine Lupe gekennzeichnet ist, mit der es möglich ist, gezielte Inhalte auf der Website durch Schlagwörter zu finden. Somit bildet der Header den Orientierungspunkt des Besuchers auf der Website und bietet die Möglichkeit gezielt die gesuchten Informationen zu erlangen oder einen schnellen Überblick über die behandelten Themen zu bekommen.

header
(Quelle: http://www.smv-nbg.de , Stand: 10.05.2015 21:23 Uhr)

 

 

Der zweite Teil der Website nennt sich „Footer“ und befindet sich immer an der untersten Stelle der Website. Er dient zum Abschluss der Website und fasst noch einmal die wichtigsten Punkte der Website zusammen. Hier wurden gezielt mehrere Elemente im Footer eingesetzt. Mit dem Element „Interessante Links“ wird dem Besucher der Website eine Art Leitfaden angeboten, mit welchem er zu aktuellen Informationen, sowie den Hauptinformationen geleitet wird, welche der Betreiber der Website jedem Besucher mitteilen will, oder hilft dem Besucher an einen allgemeinen Informationspunkt der Website zu gelangen, falls er beim anschauen der Website noch nicht die gezielten Informationen gefunden hat und bis zum Ende der Website gelangt ist. Neben „Interessanten Links“ befinden sich noch einmal, wie schon oben in der Navigation, alle Hyperlinks zu den Seiten um den Besucher, wenn er am Ende einer Seite angelangt ist, weiterzuleiten auf die restlichen Seiten der Website. Neben den „Seiten“ gibt es das Element „Kategorien“ worüber auf bestimmte Beiträge zugegriffen werden, welche in Kategorien eingeordnet werden, wie zum Beispiel die einzelnen Fächer. Auch dies bietet dem Besucher einen Überblick über die auf der Website behandelten Themen und einen schnellen Zugriff auf die gewünschten Informationen. Als letztes Element befindet sich das „Archiv“ im Footer, welches dynamisch arbeitet und alle veröffentlichten Beiträge auf der Website, nach Datum in der Zeitangabe von Monaten ordnet. So kann der Besucher gezielt nach Beiträgen, Ereignissen oder Informationen mit einem bestimmten Veröffentlichungsdatum suchen. Außerdem befindet sich eine Schaltfläche mit dem Symbol eines Pfeils im Footer, mit welcher es möglich ist durch einen Klick, vom Ende zum Anfang der Seite zu gelangen, um dem Besucher einen leichten und dynamischen Umgang mit der Seite zu ermöglichen. Den Abschluss des Footers bilden die Urheberrechtsinformationen, welche darüber aussagen wer die Rechte am Aufbau und Inhalt der Website besitzt, in diesem Fall das Gymnasium Neuenbürg, und wer das bereitgestellte Theme entwickelt hat und die Rechte an diesem besitzt.

footer
(Quelle: http://www.smv-nbg.de , Stand: 09.05.2016 21:23 Uhr)

 

 

 

 

Zwischen Header und Footer bildet sich der eigentliche Inhalt der Website, der sogenannte „Content“. Im Content werden alle Informationen die auf einer Seite übermittelt werden sollen ausgegeben. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten von Anordnungen die gewählt werden können, um den Inhalt anzuzeigen. Auf der statischen Startseite der Schulwebsite besteht der Content aus verschiedenen Elementen. Eingeleitet wird er durch eine dynamische Schrift die immer das letzte Wort des Satzes ändert. Darunter befindet sich ein Bildelement der Schule um dem Besucher der Website am Anfang einen anschaulichen Inhalt zu bieten. Damit der Besucher direkt über das Thema der Website informiert wird, befindet sich unterhalb des Bildelementes eine Grundbeschreibung des Gymnasium Neuenbürg, sowie das Schulmotto welches durch drei Boxelemente ausgezeichnet wird, deren Schaltfläche einen Hyperlink enthält, über welchen man zur genauen Beschreibung des auf der Box enthaltenen Schlagwort geführt wird.

Bildschirmfoto 2016-05-11 um 20.10.17
(Quelle: http://www.smv-nbg.de , Stand: 09.05.2016 21.32 Uhr)

Diese Elemente bilden die statische Starseite die beim Aufruf der Website unter der Domain immer als erstes erscheint. Diese Seite wird auch „Homepage“ genannt.

Neben der Startseite als statische Seite befindet sich die Kontaktseite, als weitere statische Seite auf der Website welche, zwei für den Besucher, aktive Elemente enthaltet. Neben den Kontaktdaten befindet sich ein Formular in welches der Besucher direkt seine Daten und persönliche Anfrage eingeben und an den Betreiber der Website abschicken kann. So ist es auch Besuchern möglich, eine Nachricht zu hinterlassen, ohne dafür ein E-Mail Dienstprogramm auf ihrem Endgerät installiert zu haben oder die Website währenddessen verlassen zu müssen. Außerdem befindet sich auf der Kontaktseite eine „Iframe“ Einbindung von Google Maps, mit dem Standpunkt des Gymnasium Neuenbürg, welche es dem Besucher der Website möglich macht, direkt eine Route dorthin planen zu können.

Bildschirmfoto 2016-05-11 um 15.52.49
(Quelle: http://www.smv-nbg.de/kontaktanfahrt , Stand: 09.05.2016 21:35 Uhr)

 

 

 

 

 

 

 

Alle anderen Seiten der Website werden dynamisch gehalten da hier in zeitlichen Abständen immer neue Inhalte veröffentlicht werden, wie zum Beispiel die aktuellsten Neuigkeiten bei den einzelnen Fächern, und sich die Information als Beiträge nach dem neusten Veröffentlichungsdatum sortieren sollen. Dabei muss nur ein neuer Beitrag erstellt werden und im Editor, mit einem Klick, die Seite, auf der der Beitrag veröffentlicht werden soll, ausgewählt werden. Somit kann die Website durch die Autoren immer aktuell gehalten werden und erfordert keine tieferen IT Kenntnisse zum einfügen von neuem Inhalt auf dem Webserver.

Schlusswort

Mit WordPress wurde eine moderne Technik gefunden, die sowohl qualifizierte und ausgebildete Webdesigner viele Möglichkeiten bietet, die zur Ermöglichung einer individuellen Einstellung der Website führt, aber auch Nutzern ohne Vorkenntnisse schnelle und einfache Möglichkeiten bietet eine eigene Website zu erstellen und zu verwalten. Dies wird bei der Website der Schule zum nutzen gemacht. Da eine Vielzahl von Nutzern an den Inhalten der Website mitwirken werden und keine besonderen Vorkenntnisse vorhanden sein müssen. Auch die Sicherheit ist bei WordPress gegeben und wurde daher als weiterer Faktor bei der Auswahl für die Website der Schule ausgewählt, da durch die hohe Nutzung von WordPress künftige Updates mit Verbesserungen der Sicherheit kommen werden. Auch die Leistungsfähigkeit von WordPress ist an den Technischen Stand der heutigen Zeit angepasst und wird ständig verbessert. Mit einem Blick in die Zukunft stellt sich WordPress als geeignete Technik für die Website der Schule heraus, da der Umgang nicht schwer zu erlernen ist und neue Autoren leicht an der Website mitwirken können. Außerdem nimmt die allgemeine Bedeutung und Nutzung von WordPress immer mehr zu, was daran zu erkennen ist das viele Webhoster eine WordPress Seite neben dem Webserver zur Vermietung anbieten. Damit ist eine Zukunftssichere Entwicklung der Website der Schule geschaffen, welche durch künftige Updates und einfache Betreuung stets ihr modernes Design, aktuellen Inhalt, Leistungsfähigkeit und Sicherheit bewahren wird.

Wikipediaeintrag „Runway Festival“

Wikipedia

Was ist das?

Wikipedia ist ein Onlinelexikon, das am 15. Januar 2001 von Jimmy Wales gegründet wurde. Es beinhaltet weltweit 37 Millionen Artikel (Stand: Anfang 2016), die von freiwilligen Autoren in ca. 300 Sprachen verfasst wurden und jedem kostenlos zur Verfügung stehen. Das Wort Wikipedia setzt sich aus den Wörtern „Wiki“ und „Encyclopedia“, zu deutsch „Enzyklopädie“, zusammen. „Wikis sind Hypertext-Systeme für Webseiten, deren Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online im Webbrowser verändert werden können.“ (Quelle: Wikipedia; Name und Logo 10.05.16) Das Wort Enzyklopädie beschreibt ein Nachschlagewerk, das eine überschaubare Anordnung von Wissen darstellt. Wikipedia finanziert sich ausschließlich aus Spenden, die in einer jährlichen Spendensammlung eingenommen werden, an der auch große Firmen wie Google teilnehmen und verzichtet somit auf jegliche Werbung auf ihrer Internetplattform. Der Betreiber dieser Internetplattform ist die Non-Profit-Organisation  „Wikimedia Foundation“, die 2003 in San Francisco gegründet wurde und dort bis heute ihren Hauptsitz hat.

(Quellen: Wikipedia; Wikipedia 09.05.16, Wikipedia; Enzyklopädie 09.05.16)

Funktionsweise von Wikipedia

Die Wikipedia besteht aus mehreren Vereinen, die länderspezifisch arbeiten. Somit gibt es den Verein „Wikimedia Deutschland e.V.“, mit Sitz in Berlin, der speziell in Deutschland arbeitet und bei der Gründung 2004 von der Wikimedia Foundation als erste nationale Länderorganisation (Chapter) anerkannt wurde. Die Wikimedia Foundation wird von einem Kuratorium organisiert. Die Mitglieder setzen sich aus dem Gründer Jimmy Wales, drei von der Community gewählten, zwei von den „Chapter“ entsendeten und fünf mit gewissen Fähigkeiten und Kenntnissen ausgestatteten Personen zusammen. Desweiteren hat die Wikimedia Foundation knapp 100 Mitarbeiter die sich um die technische Bereitstellung, Administration der Server und letztendlich um die Bereitstellung der Leitungen, die dazu notwendig sind, kümmern. Die Server der Wikipedia sind im Hauptsitz in San Francisco untergebracht. Darüber hinaus stehen aber auch in den verschiedenen Ländern, in denen Wikipedia verfügbar ist, weitere Server, die teilweise die gleichen Daten speichern. Somit geht man sicher, dass bei einem Absturz des Hauptsystems die Daten trotzdem weiter verfügbar bleiben. Dadurch kann es sein, dass manche Artikel, die man aufruft, von San Francisco aus über die deutschen Server nach Hause zum Computer kommen.

(Quelle: Wem gehört das Internet?, Wikipedia; Wikimedia Deutschland)

Wie werde ich Autor?

Grundsätzlich kann jeder Mensch ein Autor bei Wikipedia werden, soweit er einen Internetanschluss hat. Man kann den Artikel anonym erstellen oder sich anmelden und hat dadurch beim Aufbau des Artikels Vorteile. Denn beim Erstellen wird unter zwei Methoden unterschieden:

  1. Man entschließt sich, sich anzumelden und somit der Wikipedia-Community beizutreten. Hierzu wird eine E-Mail Adresse verlangt und man kann einen Benutzername und ein Passwort festlegen. Mit dem Bestätigen einer E-mail ist man der Community beigetreten und genießt auf der Wikipedia-Plattform volle Freiheit. Der große Vorteil der Anmeldung beim Erarbeiten eines Beitrages ist der Benutzernamensraum. Hier steht der Artikel nur dem jeweiligen Autor zur Verfügung, der ihn Stück für Stück aufbauen kann. Dies eignet sich für die Erarbeitung eines Artikels über einen längeren Zeitraum. Hierbei kann man immer wieder Veränderungen am Artikel vornehmen und ihn so in Ruhe erstellen.
  2. Wenn man nur schnell einen kleinen Artikel erstellen möchte, muss man sich dazu nicht sofort anmelden, sondern kann ihn im Artikelnamensraum erstellen. Darauf haben jedoch auch andere Nutzer und Administratoren Zugriff und es kann passieren, dass der Artikel schon vor der endgültigen Fertigstellung gelöscht wird.

(Quelle: Wikipedia; neuen Artikel anlegen)

Mein Artikel

Vorbereitung

Ich hatte Wikipedia, wie wahrscheinlich viele Schüler, immer nur als Hilfe für Referate und Vorträge verwendet. Somit hatte ich auch keinerlei Ahnung, wie ich einen Artikel schreiben kann. Um mich darüber schlau zu machen, öffnete ich die Startseite von Wikipedia, in der Hoffnung, ich finde brauchbare Tipps. Ich fand jedoch nicht nur diese, sondern ganze Anleitungen zum Schreiben eines Artikels. Hierfür musste ich mehrere Schritte durchgehen:

  1. Im ersten Schritt prüfte ich meinen Artikelname, also ob für mein Thema schon ein Wikipediaeintrag existiert. Da das Runway Festival noch nicht ganz so groß und populär ist, ging ich auch nicht davon aus, dass es einen Wikipediaeintrag gibt. Um dies auch wirklich zu prüfen, gab ich den Namen in das vorgegebene Feld ein und das System suchte in der ganzen Wikipedia danach. Zur Freude meinerseits gab es keine Übereinstimmungen.
  2. Als zweiten Schritt musste ich herausfinden, ob mein Thema für die Wikipedia relevant ist. Hierzu gibt es verschiedene Kriterien, die mein Thema erfüllen sollte. Dabei überlegte ich mir besonders, dass das Runway Festival bei uns im Enzkreis schon sehr beliebt ist und es auch schon Leute aus einer weiteren Entfernung anzieht. Darum sollte es eine Informationsseite auch für diese Leute geben.
  3. Für Schritt drei sollte ich „Belege“ sammeln, also Informationen, auf denen mein Artikel beruht. Da ich jedoch selbst kein Organisator bin und auch erst einmal auf dem Runway Festival war, hatte ich nicht genug dieser Informationen für meinen Beitrag. Somit kam mein Freund Simon Leitl ins Spiel. Er ist Organisator des Runway Festivals und konnte mir alles für mich Relevante per E-mail zukommen lassen. Somit war dies die Grundlage für meinen Artikel.
  4. Nun konnte ich in Schritt vier zwischen Benutzernamensraum – hierzu musste ich mich anmelden – und Artikelnamensraum – wofür ich keine Anmeldung brauchte – auswählen. Wie schon oben begründet, entschied ich mich für eine Anmeldung und erstellte somit meinen Artikel im Benutzernamesraum.

Diese vier Schritte waren die erste Hürde, da man schon hier an einem Artikel scheitern kann. Meinerseits passte jedoch alles und ich konnte nun mit dem schreiben anfangen. Hierfür wurden mir in Schritt fünf einige Tipps gegeben und auch Links zur Verfügung gestellt, die vor allem Neulingen helfen sollen einen guten Artikel zu verfassen. Anschließend wurde ich am Seitenende auf ein Tutorial aufmerksam. Dort gab es mehrere Videos zum Erstellen eines Artikels, die mir sehr viel weiterhalfen, da ich über ein Video mehr lernen kann als über einen langen Text, den ich mir erst durchlesen muss. Somit war die Vorarbeit abgeschlossen und ich konnte mit dem Verfassen des Artikels anfangen.

(Quelle: Wikipedia; neuen Artikel anlegen)

Ausführung

Ich hatte schon eine Idee wie mein Artikel aussehen sollte, jedoch brauchte ich eine Art Schablone, an der ich mich orientieren konnte. Hierfür nahm ich zum einen das Southside Festival, das in Deutschland stattfindet und eines der größten deutschen Festivals ist, und zum anderen das Tomorrowland, wofür man bis nach Belgien reisen muss, um das größte Festival der Welt zu erleben. Somit recherchierte ich, wie diese zwei Festivals ihre Wikipediaseite gestalteten und ließ mich dadurch für meinen Artikel inspirieren. Hierfür arbeitete ich Stück für Stück die Abschnitte ab, die am Ende meinen ganzen Artikel ausmachten.

„Allgemeine Definition“

Jeder Artikel braucht am Anfang eine kurze Definition, um den Leser darüber zu informieren, was er in dem Artikel finden kann. Somit suchte ich die wichtigsten Daten über das Runway Festival und formulierte sie zu einem kurzen Einleitungssatz.

Wikipedia Definition
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Definition

Jedoch wollte ich hier nun einen anderen Wikipedieintrag in meinem Text verlinken und wusste noch nicht wie der passende Befehl hierfür ist. Nach längerem Suchen in Wikipedia, fand ich eine Tabelle die mir die wichtigsten Befehle zum Verlinken zeigte. Dadurch konnte ich auf verschiedene Wikipediaeinträge verweisen, die dem Leser helfen können, den Text besser zu verstehen. Durch diese allgemeine Definition war der Anfang gemacht und ich konnte mit weiteren Bausteinen fortsetzen.

Wikipediaeintrag Verlinken
Wie verlinke ich auf Wikipedia? (Tabelle)
„Infobox“

Wenn man Wikipediaeinträge vergleicht, fällt einem auf, dass sie alle eine ähnliche Struktur vorweisen. Eines der Merkmale eines Wikipediaeintrages ist die Infobox am rechten Seitenrand. Diese gibt auf einen Blick die wichtigsten Informationen und hilft dem Leser, sich schnell über ein Thema zu informieren. Um diese Infobox zu erstellen suchte ich auf Wikipedia um Hilfe, wurde jedoch nach intensiver Suche nicht fündig. Ich fragte technisch versierte Freunde ob sie mir weiterhelfen könnten, jedoch kennen sie Wikipedia auch nur vom Suchen bestimmter Themen und wussten nicht, wie man einen Wikipediaeintrag erstellt. Anschließend stieß ich auf eine Internetseite „Gute Frage“, auf der man eine Frage an die Community stellen kann und häufig recht schnell eine Antwort bekommt. Also versuchte ich, mein Problem so gut wie möglich zu formulieren und stellte die Frage online. Es dauerte nur wenige Stunden bis ich eine Antwort bekam.

Wikipediaeintrag GuteFrage
Frage auf GuteFrage.net gestellt

Der nette Herr, der mir antwortete, beschrieb mir sehr ausführlich, wie ich eine Infobox erstellen kann. Auf Wikipedia gibt es hundert verschiedene Vorlagen für solche Infoboxen. Ich musste nur ein wenig in den Kategorien herumsuchen, bis ich auf die Kategorie „Festival“ stieß, die mir eine perfekte Vorlage gab und ich nur noch meine Daten eintragen musste. Zusätzlich konnte man ein Bild in die Infobox einfügen, um dem Leser auch eine visuelle Ansicht zu präsentieren. Für Bilder in Wikipedia gibt es jedoch eine spezielle Seite, die „Wikimedia Commons“. Hier kann man jedes beliebige Bild hochladen und es so zum Beispiel mit in einen Artikel setzen. Hierfür verwendete ich ein Bild der Runway-Webseite und fragte zusätzlich den Organisator Simon Leitl, ob ich für dieses ausgewählte Bild Rechte benötige, um es anderweitig zu verwenden. Als Veranstalter gab er mir die Freigabe des Bildes und ich lud es auf Wikimedia Commons hoch, gab jedoch die Internetseite an, von der ich das Bild hatte. Anschließend musste ich nur noch einen schon vorgegebenen Link des Bildes an der richtigen Stelle in meinen Eintrag einfügen und schon hatte mein Artikel ein Bild. Somit war die Infobox erstellt und mein Artikel sah schon fast wie ein richtiger Wikipeidaeintrag aus.

Wikipediaeintrag Infobox
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Vorschau von Definition und Infobox
„Geschichte“

Nun wollte ich die Geschichte und Entwicklung des Runway Festivals in einem weiteren Abschnitt festhalten. Dazu benötigte ich die Informationen von Organisator Simon Leitl und musste sie nur in eine chronologische Reihenfolge setzten. Ich ließ die letzten zwei Jahre des Festivals reflektieren und gab auch schon Informationen über das kommende Festival 2016 und die weiteren Jahre. Zusätzlich gab ich Zukunftsplanungen preis, die in dieser Weise noch nicht an die Öffentlichkeit kamen, was ich jedoch vorab mit Simon Leitl abklärte. Hierbei musste ich mit keinerlei Problemen kämpfen, da es nichts zu verlinken gab.

„Gelände und Angebote“

Da das erste Festival noch im Schulhof und das zweite schon auf dem Sportgelände veranstaltet wurde, konnte ich die zwei Veranstaltungsorte und das jeweils damit verbundene Angebot auf dem Festival vergleichen. Durch die Veränderung von Technik und Bühne, die nun von einer Firma gestellt wurden, wollte ich mit einer Quellenangabe im Text darauf hinweisen, woher ich diese Informationen hatte. Zuerst musste ich mich jedoch darüber informieren, wie ich eine solche Quellenangabe einfüge. Auch hier konnten mir die Videotutorials sehr weiterhelfen. Mit einem kleinen Befehl hinter dem Geschriebenen konnte man am Seitenende drauf hinweisen. Somit wurde wieder eine kleine Hürde geschafft und ich konnte fortfahren.

„Zukunft“

Ein weiteres Mal war ich auf die Informationen von Simon Leitl angewiesen. Wenn Organisatoren jedoch über die Zukunft ihres Festival reden, denken sie oft in überdimensionaler Weise wobei man sie nur schwer bremsen kann. Aus diesem Grund konnte ich die Zukunfvorstellungen von Simon nicht direkt so ausformulieren, sondern musste realistisch denken und eine etwas abgeschwächte Fassung niederschreiben. Hierbei verwies ich auch auf die immer wachsenden Besucherzahlen und das damit verbundene Größerwerden des Festivals. Ebenso erwähnte ich weitere Verbesserungen wie z. B. bekanntere Bands. Somit war auch dieser Abschnitt geschrieben.

„Bands“

Um die Abfolge der Bands in den letzten zwei und dem kommenden Jahr festzuhalten, wählte ich die Tabelle als geeignete Darstellung. Auch hier half mir die Wikipedia mit einer geeigneten Schablone, in die ich wieder nur meine Daten eingeben musste. Nun suchte ich noch für jede einzelne Band in Wikipedia nach einem vorhandenen Eintrag, um diesen dann in meinem Artikel zu verlinken. Jedoch wurde ich erst bei dem Headliner 2016, Lance Butters, fündig, da dieser auch national bekannt ist. Somit war mein Artikel vollständig und ich konnte ihn veröffentlichen.

Wikipediaeintrag Tabelle erstellen
Wie erstelle ich eine Tabelle auf Wikipedia?
„Inhaltsverzeichnis“

Wenn man jeden Abschnitt in einer Überschrift geschrieben hat, entwickelt Wikipedia automatisch ein Inhaltsverzeichnis, mit dem man schnell von Abschnitt zu Abschnitt springen kann. Hierzu benötigte ich jedoch wieder die Hilfe der Videotutorials von Wikipedia.

Veröffentlichung

Nachdem mein Wikipediaeintrag soweit fertig war, ließ ich ihn von meiner Mutter korrekturlesen und sicherte somit ab, dass ich keine Rechtschreibfehler eingebaut hatte. Nun versuchte ich, meinen Text zu veröffentlichen, leider konnte ich dies im Benutzernamesraum nicht. Daraufhin fügte ich meinen Text in einen Artikelnamesraum ein und versuchte es dort. Nachdem es funktioniert hatte, gab ich den Veranstaltern stolz bescheid, dass ihr Festival nun einen Wikipediaeintrag besitzt. Als ich jedoch nach nur zwei Minuten erneut den Artikel öffnete, sah ich, dass er zum Löschen vorgeschlagen wurde. Darüber war ich im ersten Moment sehr enttäuscht, da ich mehrere Tage daran gearbeitet hatte. Der Grund dafür waren die niedrigen Besucherzahlen, wodurch die Wikipedia keine Relevanz sah, den Artikel freizugeben.

Wikipediaeintrag "Runway Festival": Löschvorschlag
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Löschvorschlag
Wikipediaeintrag "Runway Festival": Begründung des Löschvorschlages
Wikipediaeintrag „Runway Festival“: Begründung des Löschvorschlages

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich informierte mich, was ich gegen die Löschung tun könnte. Laut Wikipedia sollte ich unter die Begründung meinen Einspruch mit Gegenbegründung schreiben. Als ich dies getan hatte – nur fünf Minuten nach Löschvorschlag – war der Artikel jedoch schon ganz gelöscht und selbst in meinem Benutzernamensraum konnte ich ihn nicht mehr finden. Somit sind die Screenshot in diesem Beitrag von meinem aller ersten Entwurf des Artikels, da ich diesen mit dokumentierte. Der komplette Artikel ist zusätzlich noch im Anhang mitgeführt. Geschockt suchte ich nach einer anderen Möglichkeit, mich an Wikipedia zu wenden, um doch noch Einspruch einlegen zu können. Auf meiner Diskussionsseite wurde mir detailiert erklärt, wie ich dies machen konnte. Bei Wikipedia gibt es eine Löschprüfungsseite, auf der man viel gelöschte Artikel der letzten zwei Monate mit der jeweiligen Diskussion zwischen Autor und Wikipedia sehen kann. Hier fand ich auch meinen Artikel und brachte zügig meine Argumente für eine Veröffentlichung vor: „Da man davon ausgehen kann, dass die Besucherzahlen dieses und die kommenden Jahre stetig steigen werden, finde ich, ist der Artikel relevant, vorallem für die Menschen, die nicht in der Region wohnen und sich darüber informieren wollen.“ Am nächsten Tag kam schon die Antwort: „Möglich, aber die Community fängt erst an, über Relevanz zu diskutieren, wenn es sich (neben anderen Kriterien) bei den Besucherzahlen den 10.000 p.a. nähert (siehe Wikipedia:Relevanzkriterien#Musikfestivals) und da ist Dein Gymnasium mit 350-500 noch ein Stückchen weg. Bzgl. des Informationsarguments: Eine Enzyklopädie ist kein Veranstaltungskalender. Daher insgesamt: abgelehnt“. Bei meiner Überprüfung der Relevanzkriterien wurde mir nur die allgemeine Seite gezeigt und ich beachtete nicht, dass es für Musikfestivals eine spezielle Seite gibt. Somit ist mein Eintrag ein für alle mal gelöscht.

Fazit

Allgemein kann man sagen, dass die Wikipedia den Autoren und vorallem den neuen Autoren sehr viel Hilfe beim Erstellen eines Artikels leistet. Zum einen gibt sie eine sehr genaue Anleitung zum Erstellungsverfahren und hilft so, die Orientierung zu finden. Darüberhinaus gibt sie Tipps, die bei speziellen Fällen helfen können. Jedoch kommt man manchmal an die Hilfen nur über Umwege. Somit konnte ich diese nicht immer finden und musste auf anderen Internetseiten um Hilfe fragen.

Zu Beginn des Erstellens, wurde immer wieder betont, man solle Mut haben einen Artikel zu schreiben und auch nach einer schnellen Löschung nicht gleich aufgeben, sondern weiter am Ball bleiben. Wenn ich jedoch meinen Fall betrachte, bin ich nun sehr ängstlich, was das Schreiben eines Wikipediaeintrages angeht und habe auch keine Motivation mehr, es weiter zu versuchen, dass mein Eintrag vielleicht doch genommen wird. Klar kann ich nichts an den momentanen Besucherzahlen des Runway Festivals tun; da müsste ich noch ein paar Jahre warten, um den Artikel mit den verlangten Besucherzahlen veröffentlichen zu können. Jedoch hatte ich keinerlei Zeit noch Raum mit der Wikipedia richtig Kontakt aufzunehmen und mich zu der Löschung zu äußern, da der Beitrag schon nach weniger als zehn Minuten gelöscht wurde. Diese Art habe ich zusätzlich bei anderen Artikeln, die gelöscht wurden, feststellen können, wobei sich andere Autoren ebenfalls bei Wikipedia beschwerten, man habe keine Zeit vernünftig auf den Löschvorschlag zu reagieren und somit keinerlei Diskussionsmöglichkeit. Klar kann man auf der Löschprüfungsseite Einspruch einlegen und auch teilweise mit Administratoren der Wikipedia diskutieren, jedoch ist es in diesem Fall sehr schwer, dass ein schon gelöschter Artikel doch wieder veröffentlicht wird, da sich die Administratoren ihrer Sache sehr sicher sind. Zusätzlich braucht man als Autor ein starkes Selbstbewusstsein, da man meistens recht schnell und recht hart abgewiesen wird und man darauf auch kontern sollte. Wobei man nicht gleich aufgeben sollte, sondern seinen Standpunkt vertreten und somit um die Veröffentlichung kämpfen sollte. Wie schon erwähnt, fand ich die Begründung zum Löschantrag sehr ruppig und unvorsichtig. Mir ist jedoch auch klar, dass die Administratoren täglich sehr viel um die Ohren haben und somit nicht immer mit reinster Vorsicht eine solche Begründung schreiben. Dann jedoch auf meine höfliche Bitte, dem Artikel bzw. dem Runway Festival noch einmal eine Chance zu geben, so unsanft zu antworten, finde ich nicht angemessen, da der Tonfall und die Ausdrucksweise falsch gewählt wurden. Immerhin bin ich ein neuer Autor der frisch in die Wikipedia eingestiegen ist. Ich will hier jedoch niemandem Angst machen, einen Artikel zu schreiben, da dies eine neue Erfahrung ist und man viel Neues dazu lernt. Jedoch sollte man, wie ich nun weiß, sehr auf die Relevanz achten. Desweiteren kann man mit einen schon etwas erfahrenen Autor über die speziell eingerichtete Mentorenseite zusammenarbeiten, der spezielle Tipps gibt und den Autor auch nach einem gelöschten Artikel aufbaut. Diese Hilfe habe ich nicht in Anspruch genommen, da ich nicht vor hatte, weitere Artikel in Wikipedia zu veröffentlichen. Jedoch versuche ich in ein paar Jahren, wenn das Festival die benötigten Besucherzahlen erreicht hat, einen neuen Artikel zu verfassen und es erneut ausprobieren. Trotz meiner Erfahrungen mit Wikipedia möchte ich jeden kommenden Autor motivieren einen Beitrag zu verfassen, da ein solches System nie ohne Menschen funktionieren würde, die den Mut und das Talent haben einen perfekten Eintrag zu schreiben und veröffentlichen. Allgemein finde ich Wikipedia eine richtig gute Sache. Nicht nur für Präsentationen oder Vorträge gibt sie genaue und geprüfte Informationen, sondern fördert auch Autoren auf der ganzen Welt, sich auf Wikipedia zu entfalten und Artikel zu erstellen.

 

 

 

Darknet und Deepweb

Was ist das Darknet und Deep Web?

Darknet

Darknets bestehen aus Peer-to-Peer Netzwerken (jeder PC ist gleichberechtigt), in denen private PCs miteinander verknüpft sind und verschlüsselte Daten austauschen. Jeder PC kann dabei Daten abrufen, veröffentlichen und weiterleiten. Anders als im Surfaceweb laufen die Daten nicht über einen zentralen Server. Peer-to-Peer Netzwerke verschaffen den Nutzern in Darknets zum Großteil Anonymität. Da, anders als bei herkömmlichen Netzwerken, keine IP-Adresse bei Datentransaktionen mitgeliefert wird. Dieses Prinzip der Anonymität wird durch das Nutzen von Pseudonymen verstärkt. Um die Anonymität zu wahren werden Darknets meist nur von wenigen Nutzern genutzt. Natürlich gibt es auch Darknets mit vielen Nutzern, doch grundsätzlich gilt: je weniger Nutzer ein Darknet hat, desto sicherer ist es.

„Wir sind überzeugt, dass Darknets wesentlich weiter verbreitet wären, wenn die Einstiegshürden wie Download, Installation und Konfiguration der Software nicht existierten“, sagt Billy Hoffman.
Wären Darknets also einem größeren Personenkreis zugänglich, würden sich laut Hoffman auch schnell legale Anwendungszwecke finden lassen.

Wir können dem Zitat von Billy Hoffman nicht vollständig zustimmen. Denn wenn Darknets in größeren Personenkreisen zugänglich werden, geht das Prinzip der Anonymität verloren. Sollten sich mehrere Personen für die Darknets interessieren, so würde die Leistungsfähigkeit der Netzwerke weiter abnehmen, da es ausschließlich über private PCs gestützt wird. Um die enormen Datenmengen zu verarbeiten bräuchte man zentrale Server und Datenbanken. Durch die vergrößerte Popularität wäre es auch zunehmend bei großen Unternehmen von Interesse, wodurch mit der Zeit Werbung und Kontrolle entstehen würde. Die Darknets würden ihren vorgesehenen Zweck nicht mehr erfüllen, sondern zu weiteren Surface Webs mutieren.

Das Darknet wurde gegründet für militärische Gefahrenabwehr und um Menschen in Ländern, welche von Zensur geprägt sind, eine Möglichkeit zu bieten, das Internet frei zu nutzen.  Für diese haben auch bekannte Soziale Netzwerke Seiten im Darknet. (Facebook)

Deep Web

Anders als das Darknet ist das Deep Web kein anonymes Netzwerk, sondern es beinhaltet Seiten und Daten, welche über herkömmliche Suchmaschinen nicht gefunden werden können. Es besteht zum Großteil aus Datenbanken und Webseiten, welche nicht frei zugänglich sind oder nicht frei zugänglich sein sollen. Viele Organisationen nutzen das Deep Web um sicher Daten zu übertragen. Darunter Geheimdienste, Banken und Kundenbereiche von Webseiten wie Amazon etc.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Web

Wir haben uns entschieden einen Blogbeitrag und ein YouTube Video über das Darknet und Deep Web zu erstellen, da es ein wichtiger Bestandteil des Internets ist und über dieses Thema bei den meisten Menschen nur missverständliches Halbwissen oder Nichtwissen vorhanden ist.


Wir wollen mit unserem Beitrag Fragen und Missverständnisse klären. Dazu wollen wir zeigen, welches Potenzial das Darknet und Deep Web bietet. Aber wir möchten auch die Gefahren und Risiken nicht unerwähnt lassen. Zudem haben wir Kontakte zu Personen, welche sich im Darknet/Deep Web bewegen, welche die enorme Vielseitigkeit der Möglichkeiten nutzen. Der Ursprung dieser vielen Möglichkeiten liegt in der immensen Größe des Deep Webs, welches 400-550 mal größer als das Surfaceweb ist.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Darknet

11.05.2016 http://blog.neon.de/2013/11/der-weg-ins-darknet/

11.05.2016 http://www.chip.de/artikel/Darknet-Der-Zugang-ins-Deep-Web_63227067.html

TOR-Browser

Um das Darknet zu nutzen gibt es mehrere Browsermöglichkeiten, jedoch haben wir unseren Fokus nur auf den bekanntesten Browser gelegt. Der sogenannte TOR-Browser ( The Onion Router) ist fähig die kryptischen URLs zu öffnen. Mit einem Standartbrowser ist es nicht möglich die Seiten zu öffnen, da sie die unbekannte Domain „.Onion“ beinhalten.

Den TOR-Browser kann man über das Surfaceweb downloaden. TOR verschleiert die eigene Identität und verhindert, dass der Nutzer anhand seiner IP Adresse zurück verfolgt werden kann. Dies schafft der TOR-Browser indem er eine Liste von nutzbaren TOR-Knoten herunterlädt. Weltweit gibt es über 4000 Knotenpunkte. Durch diese Knoten soll Anonymität und eine gute Verbindungsmöglichkeit entstehen. Bei der Verbindung zum Netzwerk wird eine zufällige Route über drei TOR-Knoten aufgebaut. Die Datenpakete werden verschlüsselt über die TOR-Knoten zum Exit-Knoten weitergeleitet. Die Route wird alle 10 Minuten geändert (vgl. hier). Allerdings bringt der TOR Browser auch einen Nachteil mit sich. Die Verbindungsgeschwindigkeit verringert sich durch die ausschließliche Nutzung von privaten PCs.

Wer mehr über die Funktionsweise des TOR Browsers auf technischer Basis erfahren möchte, findet hier mehr.

Nachdem man den TOR (Browser installiert hat folgt nun die Frage wie man sich im Darknet bewegt. Da man nicht die Möglichkeit hat wie im Clearweb Standartsuchmaschinen zu nutzen ist man auf die Hilfe von Linksammlungen oder spezielle Suchmaschinen, wie DuckDuckgo oder Torch, angewiesen. Wer sich sicher im Darknet bewegen möchte sollte sich an drei Grundregeln halten:

  • Vertraut niemandem im Darknet
  • Klebt eure Webcam ab
  • Downloadet keine Dateien oder Softwares

Bitcoin – Das Zahlungsmittel des Darknet

Ist man erstmal im Darknet, gibt es fast endlos Möglichkeiten. Jedoch muss man aufpassen, denn es werden viele illegale Dinge angeboten. Um Dinge im Darknet zu erwerben benötigt man den sogenannten Bitcoin.

Bitcoin
Bitcoin

Der Bitcoin fungiert im Darknet als Währung und sicheres Zahlungsmittel. Der Marktwert eines Bitcoins wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Bitcoin wurde von einem Japaner entwickelt und 2008 das erste Mal in einem Forum beschrieben. Die ersten 50 Bitcoins wurden Anfang 2009 erschaffen. Das Bitcoin-Prinzip ähnelt der Zahlungsmethode PayPal. Anders als beim normalen Bankverkehr werden beim Bitcoin-System keine zentralen Datenbanken als Zwischenstation genutzt. Um Bitcoins zu nutzen wird kein spezielles Programm benötigt, da jeder  im Internet Bitcoins kaufen kann. Der Handel mit Bitcoins ist nicht illegal. Alternativ kann man auch über mobile Geräte mit Bitcoins handeln. Dadurch kann man länderübergreifend bezahlen ohne eine Wechselgebühr zu bezahlen. Man benötigt nur eine Internetverbindung.

Auch außerhalb des Darknets können Bitcoins zur Bezahlung genutzt werden. Beispielsweise akzeptieren manche Geschäfte oder Hotels die Bezahlung durch Bitcoins. Diese werden nicht durch Firmen oder Server verwaltet. Dies ist ein Vorteil, da keine Speicher benötigt werden, wie bei Bargeld. Außerdem sind Bitcoins fälschungssicher und die Bezahlung ist schnell und anonym abgeschlossen. Die Zahlungsmethode ist vor einer Inflation geschützt, da es nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins geben wird. Jedoch gibt es auch Nachteile von Bitcoins, beispielsweise können sie gestohlen werden oder verloren gehen. Da die Bitcoins auf dem Computer oder einem mobilen Gerät gespeichert werden, kann es sein, dass die Bitcoins verloren gehen wenn der Computer oder das mobile Gerät kaputt geht. Außerdem kann es eine Deflation geben, was passiert wenn die Nachfrage geringer ist als das Angebot, da der Bitcoins-Kurs sehr stark schwankt. In Deutschland werden Bitcoins von nur rund 100 Geschäften akzeptiert.

Auch wenn Bitcoins legal sind, ist nicht alles was im Darknet geschieht legal.

11.05.2016 https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin

Grundsätze – Rechtliches

Grundsätzlich gilt: Nur schauen nicht anfassen.

Jeder darf sich legal Im Darknet/Deep Web bewegen. So darf man sich auch auf Websites auf denen Drogen zum Verkauf angeboten werden umsehen. Allerdings dürfen keinerlei Drogen oder Ähnliches gekauft oder verkauft werden. Anders sieht es bei Seiten auf denen sich kinderpornographisches Material befindet aus. Dort kann man nur für den Besuch zur Rechenschaft gezogen werden. Denn in Deutschland gilt, der Besitz bestimmter Daten, wie z.B. Kinderpornographischer Materialien, auch unbewusst, als Straftat. Man kann bei falschen TOR-Browser Einstellungen leicht zu einem Mittäter krimineller Machenschaften werden. Da das Darknet so konzipiert ist, dass die Daten über viele PCs geschleust werden, kann man nicht mehr verfolgen was über den eigenen PC weitergeleitet wurde. Durch diesen Aufbau können auch leicht Viren oder Trojaner verbreitet werden. Jedoch ist das Verbreiten von Viren nicht so häufig wie andere illegale Geschäfte. Die verbreitetsten Bereiche decken folgenden Beispiele ab.

  • Händler (Drogen, Waffen, Menschen, Accounts)
  • Fälscher (Geld, Papiere, Spiele, Markenprodukte)
  • Pornographie (Kinder, Gewalt)
  • Illegaler Download von Raubkopien
Eines der größten illegalen Geschäfte ist das Downloaden von Musik und Filmen. Viele „normale Internetnutzer“ downloaden Filme und Musik im Darknet, da sie ein kleineres Risiko darin sehen erwischt zu werden. Doch man darf das illegale downloaden von Filmen und Musik nicht unterschätzen, da der Film- und Musikindustrie Millionen von Euro verloren gehen. Deswegen gibt es auch oftmals sehr hohe Strafen für das illegale downloaden von urheberrechtlich geschützten Filmen und Musik. Jedoch haben die meisten von ihnen kein Interesse an Auftragsmördern, Geldwäsche, Pornographie oder Drogengeschäften.
Shiny Flakes – Der Drogenshop im Kinderzimmer
Einer der bekanntesten Onlinedrogenhändlern im Darknet war Maximilian S.(auch bekannt als Shiny Flakes). Er verkaufte mehrere Jahre von seinem Elternhaus  etwa 1000 Kilogramm verschiedenster Drogen. Die Polizei observierte Maximilian S. über einen längeren Zeitraum und verhaftete ihn als er sich mit seinem Drogenlieferant unweit von seiner Wohnung traf. Die Polizei fand in der Wohnung, in der Maximilian zusammen mit seiner Mutter lebte, 320 Kilogramm Drogen im Wert von ca. 4.1 Millionen €, 48.000€ Bargeld und über 1.100 Bitcoins.


Fund der Polizei bei Maximilian S./ Bild von Theresa Locker
Fund der Polizei bei Maximilian S.

Shiny Flakes verschickte die Drogen vakuum verpackt in Briefen und Paketen. Maximilian S. nutze für seine Drogengeschäfte immer wieder Packstationen. Durch diese Packstationen kam die Polizei im auf die Schliche. Nachdem die Polizei den 20- jährigen verhaftet hatte, wurde die Internetseite geschlossen und von der Polizei bearbeitet.

Bild von Der Polizei auf Shiny Flakes Seite/ Bild von Theresa Locker/ Schriftliche Zustimmung für die Nutzung der Bilder liegt vor
Bild von der Polizei auf Shiny Flakes Seite

Jedoch ist der Polizei unbekannt wie viel Geld Maximilian S. tatsächlich verdient/ umgesetzt hat und wo sich das Geld befindet.

Ein andere Drogendealer, der Shiny kannte, sagt in einem Interview:

„Die Polizei kann hunderte Fehler machen“, „Aber wenn ich als Händler einen Fehler mache, dann ist das tödlich.“

Die Staatsanwaltschaft Leipzig verurteilte den 20- jährigen zu einer 7- jährigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung.

11.05.2016 http://motherboard.vice.com/de/read/der-aufstieg-und-fall-von-shiny-flakes

Aber das Darknet bietet nicht nur illegale Inhalte an, sondern auch Vorteile gegenüber dem Surfaceweb.

  • Anonymität
  • Kaum Werbung/Spam
  • Normale Internetseiten können auch genutzt werden
  • Kritische Beiträge auf Enthüllungsplattformen bleiben anonym

Für Seiten wie Wikileaks bietet das Darknet einen großen Vorteil. Dort können Autoren weltweit anonym Beiträge veröffentlichen, ihre Meinung frei äußern. Oder auch verschlüsselte Daten austauschen. Durch solche Informationen, die durch so genannte Whistleblower wie Eduard Snowden an Journalisten oder oppositionelle Gruppen weitergeleitet werden, ist es möglich totalitäre Regime und Diktatoren zu stürzen.  Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür sind die Aufstände, Proteste und Revolutionen des arabischen Frühlings.

11.05.2016 http://www.bpb.de/internationales/afrika/arabischer-fruehling/

Doch nicht nur Seiten wie Wikileaks tragen zu solchen Ereignissen bei, auch Foren spielen im Darknet ein große Rolle.

Foren – Fluch und Segen zugleich

Einerseits bieten Foren Hilfe für alle möglichen Bereiche an (z.B. Computerhilfe, Rechtshilfe oder Anleitungen/ Tutorials zu fast allem). Foren bieten aber auch Diskussionsraum über Freiheit, Religion oder Erfahrungen. Solche Foren findet man auch im Surfaceweb, jedoch kann man in Zensurländern auf bestimmte Webseiten oder Foren nicht zugreifen. Dafür wird das Darknet benötigt. Denn das TOR-Netzwerk kann nicht nur Anonymität schaffen, sondern auch in Zensurländern Sperren von Foren und Webseiten umgehen (siehe oben). Pseudonyme verstärken die Anonymität bei Nutzung von Foren unter Verwendung des TOR-Netzwerks.

Jedoch bieten solche Foren in Darknets gefährliche Nachteile. Denn dort können auch psychisch Kranke oder geistig gestörte Leute ihre gemeinsamen Gedanken und Vorstellungen teilen und ausleben. Es bestehen Foren, auf denen Menschen andere suchen um sich verspeisen zu lassen oder um Rezepte für Kannibalismus auszutauschen. Nutzer des Darknets können zufällig auf solche Foren stoßen, da sie nicht durch den Namen identifizierbar sind. So könnte man denken, dass es sich bei dem Forum Chefkoch.onion um eine normales Kochforum handelt… allerdings werden dort Rezepte für die Zubereitung von Menschenfleisch angeboten. Andere abartige Foren wären solche, in denen man Tipps zum Morden ohne rechtliche Konsequenzen bekommt oder auch sogenannte Schwarzmarkt-Foren, wo die User Snufffilme, Sexsklavinnen, Körperteile/Organe, exotische Tierarten etc. kaufen oder selber anbieten können.

Wir haben ein Interview mit einer Person geführt, die sich in den verschieden Bereichen des Deep Webs auskennt und dort auch sehr aktiv war.

Bei unsere Recherche trafen wir in einem Forum im Darknet einen Mann, der sich viel mit dem Darknet und Deep Web beschäftigt hat. Wir fragten ihn, ob er bereit wäre uns ein paar Fragen zu unserem Thema zu beantworten. Nach kurzem Zögern willigte er ein. Jedoch wollte er anonym bleiben. Wir nannten ihn Paul.

Wir:“ Wieso hast du dich mit dem Darknet/Deep Web beschäftigt?“

Paul: „Ich wurde durch YouTube und den dadurch entstanden Hype darauf aufmerksam. Es hat mich interessiert und deswegen haben ich mir den TOR-Browser installirt und mich dort ein wenig umgesehen. Ich war so fasziniert, dass ich immer mehr Zeit im Darknet/Deep Web verbrachte“.

Wir: „Wie hast du dich im Darknet/Deep Web bewegt bzw. neue Inhalte entdeckt?“

Paul: „Durch Thehiddenwiki.org und durch geteilte Links in Foren.“

Wir: „Auf was für Seiten hast du dich bewegt?“

Paul: „Zuerst haben ich die verschieden Seiten aus den Foren angeschaut. Darunter waren Seiten mit Drogen, Waffen und anderen illegalen Machenschaften. Anfangs war ich fasziniert von den illegalen Angeboten, von denen man im Surfaceweb nicht viel mitbekommt. Jedoch habe ich mich schnell an die verschieden illegalen Seiten gewöhnt und es wurde immer mehr zur Gewohnheit.“

Wir: „Hat das Deep Web seine Faszination für dich verloren, nachdem es zur Gewohnheit geworden ist?“

Paul: „Nein. Im Gegenteil. Ich versuchte immer weiter in tiefere, für mich neue Bereiche vorzudringen.“

Wir: „Was hast du in den neuen Bereichen getan?“

Paul: „Ich wurde zum stillen Betrachter und beobachtete diverse Forengespräche. Die dort geführten Gespräche schockierten mich teilweise. Dort traf ich auf viele Pädophile, welche oftmals Kinderpornografisches Material anboten. Ich wollte mit solchen Leuten nichts zutun haben. Deswegen haben ich mich auf Foren über Drogen, Waffen und gefälschte Kreditkarten fixiert.“

Wir: „Warst du in diesen Foren auch nur als stiller Betrachter aktiv?“

Paul: „Nein.“

Wir: „Hast du etwas auf diesen Seiten gekauft?“

Paul: „Waffen haben ich keine erworben. Jedoch haben ich mehrmals Drogen und Kreditkarten gekauft.“

Wir: „Hattest du keine Angst, dass du erwischt werden könntest ?“

Paul: „Anfangs schon, aber mit der Zeit legte sich die Angst und es wurde fast wie normales Onlineshopping.“

Wir: „Also wurdest du nicht erwischt?“

Paul: „Doch. Denn durch die Routine wurde ich unvorsichtig.“

Wir: „Wie wurdest du erwischt?“

Paul: „Ein Paket, welches ich auf einer Drogenseite gekauft hatte, wurde von der Polizei abgefangen. Daraufhin wurde ich bei der Polizei vorgeladen und angeklagt.“

Wir: „Was war die Strafe für den Drogenkauf?“

Paul: „Da die Polizei nichts von den anderen Bestellungen wusste, bekam ich nur Sozialstunden, da es nur eine kleine Drogenbestellung war.“

Wir: „Hast du danach noch weitere Bestellungen getätigt? Oder dich weiterhin mit dem Deep Web beschäftig?“

Leider haben wir keine Antworte auf die Frage erhalten. Auch auf weitere Nachrichten haben wir keine Antworten erhalten.

Deep Web – Das verschlossene Web

Das Deep Web besteht zum größten Teil aus verschlossen Webseiten und Fachdatenbanken, welche für Nutzer nicht zugänglich sind. Man kann diese auch nicht über reguläre Suchmaschinen finden, da die Seiten nicht ausreichend genug im World Wide Web verzeichnet sind. Um Inhalte wie z.B. Shoppingportale, Videos, Spiele oder ähnliches im Internet zu finden benötigt man Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo. Alle Inhalte, die die Suchmaschinen nicht finden können, sind Teil des Deep Webs. Auch das Darknet ist ein kleiner Teil des Deep Webs.

Die genaue Größe des Deep Web ist nicht bekannt, es gibt nur grobe Schätzungen. Die Datenmenge der 60. größten Deep Web,Seiten bezieht sich auf ca. 7500 Terabyte an Informationen, das Surface Web dagegen besteht nur aus ca. 170 Terabyte. Die komplette Größe des Deep Web bezieht sich nach Schätzungen auf ca. 91850 Terabyte (Stand 2003). Kein andere Teil des Webs wächst schneller als das Deep Web aufgrund, der Existenz fünf verschiedener Level des Deep Webs. (Laut Sherman & Price)

11.05.2016 https://www.ideals.illinois.edu/bitstream/handle/2142/8528/librarytrendsv52i2h_opt.pdf

Opaque Web (engl. für undurchsichtig)

„Sind Webseiten, die indexiert werden könnten, zurzeit aber aus Gründen der technischen Leistungsfähigkeit oder Aufwand-Nutzen-Relation nicht indexiert werden (Suchtiefe, Besuchsfrequenz)“.

Private Web

beschreibt Webseiten, die indexiert werden könnten, aber auf Grund von Zugangsbeschränkungen des Webmasters nicht indexiert werden. Dies können Webseiten im Intranet (interne Webseiten) sein, aber auch passwortgeschützte Daten (Registrierung und evtl. Passwort und Login), Zugang nur für bestimmte IP-Adressen“.

Proprietary Web

„Sind Webseiten gemeint, die indexiert werden könnten, allerdings nur nach Anerkennung einer Nutzungsbedingung oder durch die Eingabe eines Passwortes zugänglich sind (kostenlos oder kostenpflichtig).

Derartige Webseiten sind üblicherweise erst nach einer Identifizierung abrufbar“.

Invisible Web

„Unter das Invisible Web fallen Webseiten, die rein technisch gesehen indexiert werden könnten, jedoch aus kaufmännischen oder strategischen Gründen nicht indexiert werden – wie zum Beispiel Datenbanken mit einem Webformular“.

Truly Invisibile Web

„Mit Truly Invisible Web werden Webseiten bezeichnet, die aus technischen Gründen (noch) nicht indexiert werden können. Das können Datenbankformate sein, die vor dem WWW entstanden sind (einige Hosts), Dokumente, die nicht direkt im Browser angezeigt werden können, Nicht-Standardformate (zum Beispiel Flash), genauso wie Dateiformate, die aufgrund ihrer Komplexität nicht erfasst werden können (Grafikformate). Dazu kommen komprimierte Daten oder Webseiten, die nur über eine Benutzernavigation, die Grafiken (Image Maps) oder Skripte (Frames) benutzt, zu bedienen sind.“

Da das Deep Web nicht mit „normalen“ Mitteln durchsuchbar ist, und nur wenige wissen was es im Deep Web alles gibt konnten wir leider nicht mehr Informationen dazu heraus finden. Es gibt schlicht und ergreifend nicht mehr was es auf einfachen Wegen zu erfahren gibt. Wie und woher soll man auch zuverlässige Informationen über Seiten finden, die mit Geheimdienstakten etc. auf einer Wellenlänge sind?

11.05.2016 http://www.chip.de/artikel/Darknet-Der-Zugang-ins-Deep-Web_63227067.html

Unsere Erfahrungen während der Seminararbeit

Als Cedrik und ich begannen uns über die Seminararbeit zu informieren wurde uns sofort klar, dass die Informationsbeschaffung schwierig wird, da unser Thema das Dark Net beziehungsweise das Deep Web sowieso ein eher verschlossenes Thema ist. Besonders das Deep Web beschaffte uns Schwierigkeiten, da niemand so genau weiß, was es beinhaltet und wer es alles nutzt etc. Die Arbeit mit der Plattform WordPress war anfangs ebenfalls eher undurchsichtig und wir mussten uns dort erst einmal rein arbeiten, bis wir alle Funktionen raus hatten, die wir benötigten. Auch unsere Präsentation mit Prezi als YouTube Video zu gestalten, war schwierig und sehr zeitaufwendig, da wir uns davor nie mit YouTube beschäftigten, dort nur Videos schauten und keine selbst erstellten. Die Arbeit mit dem Deep Web und dem Dark Net war einerseits faszinierend für uns, da man auf interessanten Seiten war, um sich dort sein eigenes Bild vom dem ganzen Geschehen zu machen. Andererseits war es aber auch schockierend, was es dort für Foren und an sich gestörte Menschen gab, die dort ihre Taten und Fantasien Preis gaben. Während man etwas las über die Freiheit in Deutschland, konnte man einen Klick weiter Gespräche von Pädophilen mitlesen, die sich über ihre Erfahrungen mit Kindern austauschten. Jeder der vor hat, sich sein eigenes Bild vom Darknet oder vom Deep Web zu machen, sollte sich darüber im Klaren sein, was sich dort befindet. Selbst „Hartgesottene“ können dort verstört werden. Wir beide (Moritz, Cedrik) lernten viel neues über das Darknet und das Deep Web. Wir waren uns beide nicht über die gewaltigen Ausmaße des Deep Webs bewusst und dass man wirklich hohe Fähigkeiten benötigt um dorthin zu gelangen.  Das Deep Web wird weiter wachsen und noch immensere Größen annehmen. Es wird noch mehr Möglichkeiten geben, was man dort tun kann und die vorherrschende Kriminalität wird nicht sinken. Wir hoffen wir konnten euer Wissen erweitern und eventuelle Missverständnisse klären. Das Darknet ist sehr nützlich aber auch sehr gestört, wie wir euch in unserem Blogbeitrag erläutert haben. Wer sich für dieses Thema interessiert hat, kann sich sehr gerne selbst auf die Reise ins Deep Web begeben, weitere YouTube-Videos schauen oder sich in Foren informieren.

Wer sich nochmal den Beitrag als Präsentation anschauen möchte findet hier unserer Präsentation.

Danke fürs lesen unseres Blogbeitrags 🙂

Das Darknet ist das Internet, vor dem unsere Eltern uns gewarnt haben.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Actionbound

© Actionbound
© Actionbound

 Mit Actionbound immer den richtigen Weg finden!

Wer hatte die Idee Actionbound zu gestalten und wie ist es entstanden?

Actionbound weiterlesen

Anonymous – Ein Kollektiv

 

 

 

Einleitung

Anonymous – Auf der einen Seite betitelt als eine organisierte Hackergruppe, die vor nichts zurück schreckt und deren Ziele durch willkürliche Angriffe auf große Unternehmen und Organisationen bestimmt werden. Auf der anderen Seite gerühmt, als ein Phänomen, das in Folge eines kontinuierlichen Zuwachses an Rechtswidrigkeit und Ungerechtigkeit aufgetreten ist und es sich zur Aufgabe gemacht hat, jene Ungerechtigkeit zu beseitigen.

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, die Frage nach der Identität Anonymous‘ zu klären, desweiteren soll eine Bewertung der Bewegung vorzulegen sein, die anhand ihrer Geschichte und Handlungen zu belegen ist.

Die Frage der Identität ist für Anonymous selbst von großer Bedeutung, auf ihr ruht das Schicksal der gesamten Bewegung, die sich in einer Identitätskrise zu befinden scheint. Dicht verbunden mit der Identitätsfrage ist die Frage nach ihren Handlungsmotiven. Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss darüber, welche Richtung Anonymous in Zukunft einschlagen wird und ob die Bewegung insgemein Bestand haben wird oder durch ihren Identitätsverlust zugrunde geht.

Die Identität bleibt zunächst ungeklärt, doch ihre Taten sind eindeutig: Anonymous schreckt vor keinem mächtigen Gegner zurück. Ihr Kampf gegen die religiöse Bewegung Scientology ist seit Jahren in vollem Gange. Viele bekannte Persönlichkeiten haben sie in ihrem Visier, und sogar dem Islamischen Staat haben sie den Krieg erklärt. Sie erklären Dinge für Unrecht und nutzen ihre Fähigkeiten, um jenes Unrecht zu beseitigen.

 Die Namenlosen setzen sich für jede Art der Freiheit ein. Speziell die Wahrung der Meinungsfreiheit und der Freiheit des Internets liegen in ihrem Interesse. Anonymous setzt sich auch für Einzelpersonen ein. Sie schirmen unrechtmäßige Handlungen von Betroffenen ab und geben ihnen eine Stimme. Auf öffentlichen Plätzen demonstrieren sie, gemäß ihrer Einstellung, vollkommen anonym gegen politische Reformen und mächtige Organisationen.

CC0: https://pixabay.com/de/w%C3%B6rterbuch-fokus-buch-wort-text-1149723/

 

Definition

Zu Beginn ist es nützlich den Begriff Anonymous zu bestimmen. Der Begriff „Anonymous“ selbst stammt vom griechischen „anonymos“ ab und bedeutet soviel wie „namenlos“(Etymologie). Der Name des Phänomens spielt eine große Rolle für die Namenlosen, er spiegelt sich auch in ihren freiheitlich und anonym geprägten Mottos wieder, auf welche im weiteren Verlauf der Arbeit näher eingegangen wird. Es ist zu beobachten, dass die Definitionen für das Phänomen Anonymous in ihren Grundzügen voneinander abzuweichen scheinen.

 Aufgrund dieser Abweichungen ist es ratsam, die Definitionen folgendermaßen zu unterteilen: in die mediale Definition und die intra-subjektive Definition.

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Die mediale Definition bezeichnet die Begriffsbestimmung, die für Anonymous von den Massenmedien ausgehend festgelegt wird. Die in den Medien meist verbreiteten Bezeichnungen für Anonymous lauten: Hackergruppe, Jugend-/Internetbewegung, Kriminelle. Geprägt werden diese stark negativ belasteten Begriffe von den sogenannten Mainstream-Medien¹, die genannte Ausdrücke in zahlreichen Beiträgen und Dokumentationen über Anonymous als Synonyme verwenden. Laut den Medien handelt es sich bei Anonymous um eine organisierte Gruppe, die ihre gemeinsamen Ziele meist mit ihren Hacker-Fähigkeiten durchzusetzen versucht. Ihre Ziele werden meist nicht genannt, währenddessen ihre Vorgehensweise häufig als kriminell eingestuft wird.

¹ moderner Begriff für die Massenmedien.

Gesellschaftliche Wahrnehmung

Aufgrund des „Typus“¹ von Anonymous spielt die gesellschaftliche Wahrnehmung eine große Rolle: Anonymous ist eine progressiv weiter wachsende Bewegung, die immer mehr Leute anspricht, deshalb hängt das Wachstum der Bewegung sichtlich von der Wahrnehmung der Bevölkerung ab. Die gesellschaftliche Wahrnehmung wiederum hängt unmittelbar mit der medialen Definition zusammen, wie im folgenden Abschnitt erläutert wird:

Die meisten Bezeichnungen, die in den Medien für das Phänomen benutzt werden, sind von einer negativen Konnotation begleitet. Oftmals fallen neben weniger harmloseren Bezeichnungen auch Bezeichnungen wie „Internet-Terroristen“, womit dem Konsumenten augenblicklich ein negativer Eindruck der Bewegung suggeriert wird. Konsumenten eines beliebigen Nachrichtenmediums, die sich wenig oder kaum mit dem Thema Anonymous beschäftigen und ihr Wissen lediglich von den Mainstream-Medien beziehen, werden rasch einige der Begriffe in ihrem Gedächtnis verankert haben, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Hinter diesem Verhalten steckt das Vertrauen des Konsumenten in die Berichterstattung, der diese als seriös und sachlich einstuft. Dieses Vertrauen der Menschen kann allerdings missbraucht werden, was den Medien, die als Bindeglied zwischen den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignissen und der Bevölkerung stehen sollten, ermöglicht, als ein Apparat der „Meinungsmache“[1] fungieren zu können. Dies kann vor allem bei erhöhtem Medienkonsum, wie es in Deutschland der Fall ist, auftreten. In der folgenden Statistik wird der durchschnittliche Fernsehkonsum der deutschen Bevölkerung pro Tag veranschaulicht.

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Fernsehkonsum pro Tag in den Jahren 1997 bis 2015

Da sich das Konsumverhalten immer weiter in diese Richtung bewegt, wird dieser Apparat konsequent stärker und gewinnt somit immer mehr an Einfluss. Folge dieser Meinungsmache kann es sein, dass die Meinungen, die in den Medien verbreitet werden, auf kurze oder lange Sicht das Bild der Menschen formen werden. Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die allgemeine mediale Definition in großen Teilen deckungsgleich zur Definition der Konsumenten, also der Bevölkerung ist. Häufig spricht man bei den Massenmedien von der sogenannten „vierten Gewalt“², die neben der legislativen- exekutiven- und judikativen Gewalt ein fester Bestandteil unserer Systemform ist und unter anderem Einfluss auf die Politik nimmt.

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¹ Ausprägung

² informelle Bezeichnung

[1] Müller, Albrecht: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, 2009

 

Intra-subjektive Definition

Die „intra-subjektive Definition“ beschreibt die Definition, die sich die „Anons“¹ selbst geben. Der Begriff leitet sich demnach von der innerhalb (intra) von Anonymous vorkommenden subjektiven Sichtweise ab.

„Anonymous ist keine Gruppe von Hackern. Anonymous ist nicht einmal eine Gruppe. Anonymous ist eine Lebenseinstellung, ein Gedanke, eine Idee. Anonymous ist Meinungsfreiheit. Anonymous ist nicht politisch. Anonymous ist nicht die Verbraucherzentrale.“ (Du bist Anonymous, 03.05.2016, du-bist-anonymous.de/inhalt

Hierbei ist hervorzuheben, dass Anonymous sich grundsätzlich von Begriffen wie Hackergruppe oder Internet-Terroristen distanziert. Begriffe wie Lebenseinstellung, Gedanke oder Idee werden favorisiert und sind deshalb auch meistens anzutreffen.[1]  Dies äußert sich auch in der inneren Struktur – sie ist nicht vorhanden. Anonymous hat keine festgelegte Hierachie. Sie haben sich auch nicht auf eine einheitliche Agenda geeinigt, laut Aussagen der Aktivisten ist es nicht einmal möglich Anonymous beizutreten. „Du bist Anonymous, oder du bist es nicht“ heißt es oft, was soviel bedeutet wie: „Du entscheidest, ob du (ein Teil von) Anonymous sein willst.“ Aufgrund der nicht vorhandenen Hierachie gibt es bei Anonymous keinen Anführer und auch keine Presseabteilung. Aus diesem Grund haben es sich eine große Anzahl an Aktivisten zur Aufgabe gemacht, Informationen über Anonymous und deren Identität beziehungsweise Ziele zu verbreiten. Häufig weichen die verschiedenen Informationen in Details voneinander ab, dennoch sind grundlegenden Informationen einheitlich formuliert: Anhänger von Anonymous sehen sich selbst nicht als einen Teil einer Gruppe, sie beschreiben Anonymous viel mehr als eine Lebenseinstellung, welche die Menschen verbindet. In diesem Gedanken enthalten ist die Vorstellung, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, ohne seine Mitstreiter zu kennen. Hier kommt die Anonymität der Teilnehmenden ins Spiel: Keiner kennt den anderen persönlich. Man weiß zwar, dass man sich im Internet auf andere Gleichgesinnte einlässt, allerdings bleiben die Privatleben eines jeden rätselhaft. In zahlreichen Postings und Blogs veranschaulichen sie diese Anonymität, die innerhalb von Anonymous vorherrscht:

 Anonymous bezeichnet sich selbst also als einen losen Zusammenschluss von Internetnutzern.[2] Insbesondere grenzen sie sich von den stereotypischen Bezeichnungen der Massenmedien ab, wie bereits beobachtet:

„Sicher gibt es auch Hacker, aber ein großer Teil von Anonymous verbreiten Informationen weiter oder beteiligen sich an verschiedenen Aktionen, erstellen Videobotschaften, schreiben Texte, verteilen Flyer.“ (Was genau ist Anonymous?, https://www.youtube.com/watch?v=4BLMDhPWRx0)

Hier werden die Vorgehensweisen der Anonymous Bewegung beschrieben, im Vergleich zu den medialen Aussagen, es handle sich um eine Hacker-Vereinigung, entgegnet Anonymous mit einer gegenteiligen Aussage. Es sei nur ein kleiner Teil der Bewegung tatsächlich in der Lage, Computersysteme zu durchbrechen. Der breite Teil der Bewegung verbringt seine Zeit damit, Informationen zu teilen, um auf Entwicklungen aufmerksam zu machen, die beispielsweise die Freiheit des Internets zu bedrohen scheinen.[3] Desweiteren sprechen sie von Anonymous als eine lose Zusammensetzung von Internetnutzern, die in ihrer Summe eine Gemeinschaft, ein Kollektiv bildet. Die Folgen dieser losen Zusammensetzung, welche unter anderem das Image der Bewegung stark beeinflussen, werden im Kapitel „Facebook Seite ‚Anonymous'“ betrachtet.

 

¹ eine Bezeichnung, die sich Anonymous Aktivisten geben

[1] Nagels, Philipp, Hacker mit geschlossenem Visier: Wer ist Anonymous? Und was wollen die?, 19.11.2015, http://www.businessinsider.de/wer-ist-anonymous-was-wollen-die-2015-11

[2] Jansen, Frank; Sauerbrey, Anna, Hacker stellen Rechte an den Internet-Pranger, Der Tagesspiegel, 04.01.2012, http://www.tagesspiegel.de/politik/anonymous-angriff-hacker-stellen-rechte-an-den-internet-pranger/6016690.html

[3] Anonymous – Was ist ACTA? – #StopACTA, https://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw

 

Soziale Zusammensetzung

Die soziale Zusammensetzung Anonymous‘ ist aufgrund der Anonymität statistisch nicht nachweisbar, daher ist auf die Aussagen der Anonymous Aktivisten zu schauen. Es handelt sich bei Anonymous um einen losen Zusammenschluss von Internetnutzern, was impliziert, dass keine Voraussetzungen vorhanden sind, die das Zugehörigkeitsgefühl einschränken. Man müsse lediglich den Willen und die nötige Motivation mitbringen um sich als Anonymous identifizieren zu können. In zahlreichen Videos, die von Aktivisten hauptsächlich auf der Video-Plattform YouTube hochgeladen werden, berichten sie über die Zusammensetzung:

„Wir kommen aus allen Schichten der Gesellschaft: Wir sind Studenten, Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose, wir sind jung oder alt, wir tragen elegante Kleidung oder 08-15-Klamotten, wir sind Hedonisten, Asketen, Freude, Fahrer oder Aktivisten. Wir kommen aus allen Rassen und Ländern.“ Wir sind viele. (Anonymous – so könnt ihr mitmachen,  https://youtu.be/GAZjholPQwg?t=1m38s)


Jeder kann bei Anonymous mitmachen – so die Aussage dieses Auszuges. Aktivisten, die Anleitungen erstellen, bei denen erklärt wird wie man Anonymous wird, haben sich der „Operation New Blood“ (=Operation neues Blut) angeschlossen. Ziel dieser Operation ist es, auf das Kollektiv aufmerksam zu machen und um die Idee Anonymous‘ zu verbreiten. Auf die Operationen wird in einem der folgenden Kapitel eingegangen.

 

Geschichte

Der Ursprung Anonymous‘ liegt in sogenannten „Imageboards“¹. Die Entstehung des ersten Imageboards mit der Anonymous-Idee ist in Japan zu lokalisieren, allerdings verbreitete sich die Idee schnell und drang somit auch in die englischsprachige Internetwelt ein. Das Imageboard Namens „4chan“ entstand. In diesem Internetforum werden täglich Tausende von Bildern und „GIFs“² zu allen möglichen Themen hochgeladen. 4chan ist in mehrere Foren gegliedert, beispielsweise existiert ein Forum ausschließlich für Essen und Kochen, ein anderes befasst sich mit Geschichte und wiederum ein anderes mit Videospielen. Jeder Nutzer, egal ob Kommentierender oder „OP“³, wird der Titel „Anonymous“ verliehen. Gekennzeichnet werden die Nutzer lediglich mit einer neunstelligen Nummer, die sich mit jedem Beitrag ändert. Es herrscht also absolute Anonymität auf 4chan. 

Die Beiträge selbst handeln oft von sogenannten „Memes“, die ihren Ursprung ebenfalls auf 4chan fanden und das Internet bis heute prägen. Bei einem Mem handelt es sich um ein Phänomen, das die Menschen erreicht und somit zu einer kulturelle Einheit der Menschen führt. Bekannte Beispiele für diese Internetphänomene sind unter anderem Katzenfotos, bei denen beliebige Texte hinzugefügt werden. Sie sind bekannt unter dem Namen „I can haz Cheezburger“. Die Texte sind mit Bedacht grammatikalisch fehlerhaft, das ist eben der Witz, an diesem speziellen Mem.[1] Allerdings können nicht eingeweihte, außenstehende Personen, von so manch einem Mem böse überrascht werden. Nicht wenige dieser humorvollen Bilder schaffen es aus der Welt des Internets zu entkommen, indem sie beispielsweise auf Klamotten, oder Taschen gedruckt und verkauft werden.

Im Jahr 2007 entstand ein Mem in den USA, das einen schwarzen Mann im Anzug und mit einem Afro-Look darstellt. Auf dem Bild stand ein Text mit den Worten „Pool’s closed“ (= der Pool ist geschlossen). Ursprung des Mems war eine, von 4chan eingeleitete Aktion, die sich in einem Internetspiel Namens „Habbo Hotel“ abgespielt hatte. Die Zielgruppe von Habbo richtet sich an Kinder, was der Gemeinschaft von 4chan den Anreiz gab, sich einen Spaß mit den Kindern zu erlauben. Habbo Hotel erlaubt es dem Spieler, seinen Charakter individuell zu gestalten, also kam es dazu, dass sich Personen, die sich der Aktion angeschlossen hatten einen schwarzen Charakter mit Afro und Anzug erstellten. Anschließend besuchten sie zu Hunderten das im Spiel vorhandene Schwimmbad und erklärten den virtuellen Pool für geschlossen. Nach dieser Aktion breitete sich das Mem des schwarzen Mannes immer weiter aus, was unter anderem dazu führte, dass einige das Bild, samt des Textes ausdruckten und es an Pools in ihrere Nachbarschaft aufhingen.

Aufregung in den Medien erlangte das Mem, als eine Frau das Bild fehlinterpretierte. Sie kannte den Ursprung des Bildes nicht und nahm an, es handle sich um eine rassistische Botschaft an schwarze Menschen, das ihnen das Baden im Pool untersagen würde.[2] Die Inhalte auf 4chan unterscheiden sich drastisch, trotz der hohen Anzahl an pornographischen Inhalten und Hassbeiträgen, gibt es zahlreiche Beiträge, die sich zu brisanten politischen Diskussionen entwickeln.

¹ Diskussionsforum, auf dem vor allem Bilder geteilt werden

² Graphics Interchange Format (Bilderformat, das Animationen ermöglicht)

³ Original Poster (Ersteller eines Beitrags)

[1] Müller, Sarah, Internet Memes – Erklärung, http://www.helpster.de/internet-memes-erklaerung_188517

[2] Frau fehlinterpretiert Internetmem als rassistisch, https://www.youtube.com/watch?v=qAo7kRDrUmU

 

Ziele

 Aufgrund der nicht vorhandenen Rangordnung des Kollektivs, gibt es keine Persönlichkeit, keine Autorität oder Gruppe, die über die Ziele entscheidet. Die Ziele gehen von einer jeden Person aus, die sich als Anonymous betrachtet. Jede Person setzt sich seine eigenen Ziele, macht das, was sie für richtig hält und lässt, was sie für falsch hält. Trotz dessen weisen sich grundlegende Parallelen der verschiedenen Absichten auf. Die Ziele der Namenlosen lassen sich unter den folgenden Punkten zusammenfassen:

Die Sicherung der Freiheit und der Abschaffung der Zensur. Letzteres richtet sich gegen jegliche Zensur, sei es die Zensur im Internet, oder die Zensur in der Presse.

Anonymous hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Zensor, Zensurunterstützer, oder Zensurbefürworter zu bekämpfen. So ergab es sich bereits einige Male, dass Anonymous Aktivisten zu einem deutschlandweiten Medienboykott aufriefen. Grund des letzten großen Aufrufs im Jahr 2014, ausgehend von der Facebook-Seite „Anonymous“, war die einseitige Berichterstattung und das schüren des Feindbilds Russlands.[1]

Die Sicherung der Freiheit fixiert sich insbesondere auf die Freiheit des Internets, dem Zuhause der Anonymous Bewegung. Die Freiheit des Internets ist vor allem durch Gesetzesänderungen bedroht, die zum Beispiel vorgeben, dem Schutz des geistigen Eigentums zu dienen.

Im Jahr 2012 wollten eine Vielzahl an Staaten das Handelsabkommen „ACTA“¹ unterzeichnen. Die Formulierungen des Abkommens waren allerdings so vage formuliert, dass man daraus unter anderem eine partielle Zensur des Internets rechtfertigen konnte. Anonymous wehrte sich gegen dieses Abkommen und rief zu Demonstrationen auf, was dazu führte, dass die Verhandlungen über das Abkommen eingestellt wurden.[2]

¹ Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen, nach Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

[1] Anonymous ruft zu Medienboykott auf, 21.März 2014, https://www.contra-magazin.com/2014/03/anonymous-ruft-zum-medienboykott-auf/

[2] Anonymous – Was ist ACTA? – #StopACTA, https://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw

 

Operationen

Als Operationen werden die geplanten Zusammenschlüsse zu einem einheitlichen Ziel bezeichnet. Der Begriff wird meist in der Militärsprache verwendet, um einen offensiven Militäreinsatz zu beschreiben. Das Kollektiv benutzt diesen Ausdruck, um eine aggressive, kampfbereite Stimmung zu erzeugen. Meist sind die Operationen aktive Gegenbewegungen oder Widerstände gegen politische und gesellschaftliche Gruppierungen. Dieses Kapitel beschränkt sich dabei auf eine der zahlreichen Operationen von Anonymous, auf die Operation „Projekt Chanology“.

Im Februar des Jahres 2008 wurde ein Video auf YouTube veröffentlicht, in dem sich der berühmte Schauspieler Tom Cruise positiv über die kontroverse Bewegung „Scientology“ äußert. Scientology reagierte auf das Video, indem sie die Betreiber von YouTube aufforderten, das Video aufgrund einer Urheberrechtsverletzung zu beseitigen. Anonymous sah das Vorgehen auf Seiten von Scientology als ein Versuch der Zensur an, woraufhin das „Projekt Chanology“ geboren wurde. Mitglieder des Projekts legten anfangs einige Dienste der Scientology Webseite lahm, als sich Scientology dagegen schützen lies, gingen die Aktivisten einen Schritt weiter und demonstrierten gegen die Scientologen, zunächst lediglich vor den Gebäuden der Scientology. Die Demonstrationen gewannen schnell an Aufmerksamkeit und verbreiteten sich dementsprechend schnell. In nur wenigen Tagen breiteten sich die Demonstrationen auf über 10 Länder aus. Die Folgen der Demonstrationen sind bis heute spürbar für die Scientologen, der Ruf der religiösen Bewegung verschlechterte sich immer mehr. Bei den Demonstranten trugen die Teilnehmer durchgehend Masken, um ihre Identität geheim zu halten, da sie Angst vor Verfolgung der Scientology-Kirche hatten. Eine der meist getragenen Maske während der Demonstrationen war die „Guy Fawkes Maske“.[1]

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Guy Fawkes Maske

Sie ist das Markenzeichen der Anonymous-Bewegung.  Der Ursprung der Maske ist auf den englischen Widerstandskämpfer Guy Fawkes zurückzuführen, der am 5. Mai 1605 die Sprengung des britischen Parlaments durchführen wollte, um den damaligen König Jakob I. zu stürzen.

Die heutige Version der Maske entspricht der, des Antihelden aus dem Film „V wie Vendetta“. Im Film benutzt die Hauptfigur „V“ die Maske, um die nötige Anonymität zu gewährleisten, die ihm helfen solle, einen Putsch gegen den totalitären Staat durchzuführen.

In beiden Fällen steht die Maske für die Macht der Anonymität, mit der sich politische Widerstände einleiten lassen können. Allerdings identifizieren sich die Demonstranten nicht mit den Verbrechern, wie Guy Fawkes, lediglich die Symboliken der Anonymität und der Zusammengehörigkeit stehen im Vordergrund.[2]

Der Kampf gegen die Scientology Kirche hat aber auch seine Schattenseiten, so erklärte Scientology in einem Video, sie haben tausende Morddrohungen erhalten. Auf diese Anschuldigungen reagierte Anonymous gelassen und bezeichnete die Anschuldigungen als übertrieben.

Ziel der Operation ist bis heute, die Organisation Scientology zu zerschlagen. Weitere Kritikpunkte an der Ideologie der Scientologen sind unter anderem die „geplante Zerstörung der Familienstruktur“, und die gezielte Verbreitung falscher Informationen.[3]

[1] Anonymous (Kollektiv), Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, https://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(Kollektiv)#Projekt_Chanology

[2] Guy Fawkes Maske, http://www.fawkes-maske.de/

[3] Projekt Chanology, http://chanology-wiki.info/

 

Facebookseite „Anonymous“[1]

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Screenshot der Anonymous Facebook-Seite (10.05.2016)

Die auf dem sozialen Netzwerk aufrufbare Seite „Anonymous“ ist mit knapp zwei Millionen „Gefällt mir“ – Angaben eine der größten deutschsprachigen Seiten auf Facebook. Täglich teilen die Betreiber bis zu fünf Zeitungsartikel, Videos, Blogs, oder sonstige Inhalte. Viele dieser geteilten Beiträge erlangen wiederum durch das „Media-Sharing“² der einzelnen Leser eine sehr große Aufmerksamkeit.

Betrachtet man die Beiträge zwischen dem 25. April und 5. Mai des Jahres 2016, so ist eine klare Tendenz der geteilten Inhalte zu erkennen. Insgesamt wurden 25 Inhalte geteilt, welche man in drei Kategorien unterteilen kann.

Die erste zu beobachtende Kategorie ist die regierungskritische Kategorie: Sie ist mit elf der beobachteten 25 geteilten Beiträge die größte Kategorie. Häufig angesprochene Themen sind politische Änderungen, wie „TTIP“³, oder der Umgang mit dem Waffenhandel in Krisengebieten und die deutsche Kriegspolitik im Allgemeinen.

Weitere acht Beiträge waren mit kritischen Inhalten in Bezug auf die Medien geprägt, häufig mit Anschuldigungen der Zensur. Die restlichen sechs Beiträge handelten von sonstigen Dingen, wie zum Beispiel einer Buchempfehlung. Bei der Beobachtung ist ein klarer Trend zu erkennen, die Facebook Seite widmet sich mit großer Aufmerksamkeit der Kritik von politischen und medialen Ereignissen.

Es erregt den Anschein, als stünden Anonymous Aktivisten hinter dieser Seite, doch aufgrund der Tatsache, dass jeder sich als ein Anonymous Mitglied identifizieren kann, können auch Probleme, wie in diesem Fall entstehen:

Einige Anonymous Anhänger, die seit der Geburtsstunde der Bewegung aktiv sind, bezeichnen die Facebook-Gruppe als fern der eigentlichen Idee, die hinter Anonymous steht. In einem YouTube-Video erklärte das Kollektiv, es distanziere sich von den Inhalten der Facebook Seite.[2] Grund dafür sei die von den Betreibern falsche Vorstellung des Kollektivs, die sich unter anderem den Antihelden aus dem Film „V wie Vendetta“ zum Vorbild nehmen, um hinter dem Deckmantel der Anonymität politische Veränderungen zu bewirken. 

Mit dieser Stellungnahme wurde eine schwere Entscheidung gefällt:

Das Kollektiv musste sich von anderen Personen distanzieren, die sich ebenfalls mit dem  Kollektiv identifizieren. In Anbetracht der Reichweite der Seite wird der Ruf der Bewegung stark geprägt, vor allem politische Fragen werden mit der Seite in Verbindung gebracht. 

Die Anonymous Bewegung ist also in sich selbst gespalten, die alten Ideen der Bewegung beginnen an Popularität zu verlieren, während neue Ideen mit der Zeit immer mehr Zustimmung erlangen und die Bewegung in die Richtung einer politischen Bewegung drängen. 

Um Verwechslungen zu vermeiden wird die Anonymous Bewegung, die sich mit den neuen, politischen Grundgedanken identifiziert „Neo-Anonymous Bewegung“ genannt.

² das Teilen von Inhalten in sozialen Medien

³ Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, nach Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Transatlantisches_Freihandelsabkommen

[1] Facebook: Anonymous, https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv

[2] Youtube: Anonymous Deutschland – Stellungnahme zur Facebook Seite, https://www.youtube.com/watch?v=GTm-jvxhN-M


Fazit

Anonymous ist eine in sich gespaltene Bewegung, zum einen existiert die konservative Bewegung, die ihre Grundlagen auf den Ideen der Anonymität, der Freiheit und der Gerechtigkeit festlegt und sich für die Sicherung ihrer Werte einsetzt – zum anderen eine Neo-Bewegung, die alte Prinzipien übernimmt, sich allerdings in die politischen Geschehnisse, außerhalb der konservativen Anonymous Überzeugungen einmischt.

„Durch das, was wir tun, erfahren wir bloß, was wir sind.“ [1]

Man erfährt die Identität eines Menschen, beziehungsweise einer Gemeinschaft, indem man ihre Taten beobachtet. Überträgt man diesen Gedanken auf die konservative Anonymous-Bewegung, so ist eine Bewertung anhand geschehener Ereignisse auszumachen. Die Grundgedanken der konservativen Bewegung seien zu schützen, so lautet das Ziel. Durch ihre zahlreiche Taten wurden diese Ziele bestätigt, wie etwa die Proteste, die aus dem Projekt Chanology hervorgingen.

Die Bewegung mischt sich lediglich in politische Geschehnisse ein, wenn eine dringende Notwendigkeit besteht. diese Notwendigkeit besteht, wenn eine ihrer genannten Prinzipien bedroht werden. Allerdings handelt es sich um eine führerlose Bewegung, die kein niedergeschriebenes Manifest besitzt, auf die sie sich berufen kann.

Die Folge davon ist eine ständige Bedrohung eines Wandels in der Bewegung, wie dies im Moment der Fall ist.

Es bleibt die Frage offen, welche Richtung die Neo-Anonymous Bewegung in Zukunft einschlagen wird.

Die immer weiter ansteigende Popularität der Neo-Anonymous Bewegung könnte dazu führen, dass man in Zukunft von einer politisch geprägten Bewegung spricht, wenn der Name „Anonymous“ fällt. Diese Entwicklung ist nicht ganz auszuschließen, dennoch wird Anonymous nicht verschwinden, denn Anonymous beschreibt einen Grundgedanken, und keine Gruppierung.

Bemüht man sich also, die Bewegung Anonymous zu bewerten, so scheint die Differenzierung der Bewegung in neu und alt unausweichlich. Demonstrationen, wie gegen die Scientology Kirche, haben gezeigt, welche Macht hinter einer anonymen Bewegung stecken kann, vor allem, wenn sie eine politische Richtung einschlagen sollte.

[1] Schopenhauer, Arthur: Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841

 

Quellenverzeichnis

 

21.04.2014, https://www.contra-magazin.com/2014/03/anonymous-ruft-zum-medienboykott-auf/

Schopenhauer, Arthur: Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841

Du bist Anonymous, 03.05.2016, du-bist-anonymous.de/inhalt

Reissman, Ole; Stöcker, Christian; Lischka, Konrad: We are Anonymous. Die Maske des Protests, Wer sie sind, was sie antreibt, was sie wollen, München 2012 (1. Auflage von 2012)

Jansen, Frank; Sauerbrey, Anna, Hacker stellen Rechte an den Internet-Pranger, Der Tagesspiegel, 04.01.2012, http://www.tagesspiegel.de/politik/anonymous-angriff-hacker-stellen-rechte-an-den-internet-pranger/6016690.html

Müller, Albrecht: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, 2009

Nagels, Philipp, Hacker mit geschlossenem Visier: Wer ist Anonymous? Und was wollen die?, 19.11.2015, http://www.businessinsider.de/wer-ist-anonymous-was-wollen-die-2015-11

Frau fehlinterpretiert Internetmem als rassistisch, https://www.youtube.com/watch?v=qAo7kRDrUmU

Müller, Sarah, Internet Memes – Erklärung, http://www.helpster.de/internet-memes-erklaerung_188517

Guy Fawkes Maske, http://www.fawkes-maske.de/

Anonymous, https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv

letzter Besuch aller Weblinks: 11.05.2016

 

Bildquellen

Statista: Durchschnittliche tägliche Fernsehdauer, http://de.statista.com/statistik/daten/studie/118/umfrage/fernsehkonsum-entwicklung-der-sehdauer-seit-1997/

Pixabay:

Titelbild, Anonymous, https://pixabay.com/de/maske-internet-anonymous-globus-1249929/#

Guy Fawkes Maske, https://pixabay.com/de/fawkes-fawkes-maske-mann-anonym-157941/

Wörterbuch, https://pixabay.com/de/w%C3%B6rterbuch-fokus-buch-wort-text-1149723/

Fernseher, https://pixabay.com/de/icon-shannon-fernsehen-rohr-tv-1293234/

Nachwort

Die Beschaffung der Quellen stellten sich aus folgenden Gründen als großes Problem dar: Bei Anonymous handelt es sich um ein Internetphänomen, Aussagen von Anonymous Aktivisten sind deshalb meist nur im Internet auffindbar. Aus diesem Grund musste ich häufig auf Internetquellen zurückgreifen. Die meisten Aktivisten veröffentlichen Informationen in Form von Blogs oder in Form von Videos und legen oft Wissenssammlungen, sogenannte Wikis an.

Außerdem kann aufgrund des losen Zusamenschlusses jeder im Namen von Anonymous Webseiten erstellen und Informationen verbreiten. Die Seriosität der Quellen ist dabei mit Recht zu hinterfragen. Aus diesem Grund mussten Aussagen mehrmals verifiziert werden, um falsche Informationen zu vermeiden. Ein weiteres Problem stellte das mangelnde Spektrum an Literatur zum Thema dar.

 

Benjamin Karadeniz